Thermenprojekt in St. Kanzian: Bürgermeister Krainz weist Vorwürfe zurück und betont Fortschritte
Am 7. Juli 2026 ist die Diskussion um das geplante Thermenprojekt in St. Kanzian wieder hochaktuell. Bürgermeister Thomas Krainz von der SPÖ nimmt Stellung zu den Vorwürfen, die Gemeinde würde bei diesem ambitionierten Vorhaben, das mit 180 Millionen Euro veranschlagt ist, nicht vorankommen. Er weist die Kritik entschieden zurück und betont, dass die Gemeinde alle gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Dabei macht er klar, dass die Verantwortung für den Fortschritt nicht bei der Gemeinde selbst liegt, sondern bei der Merlago GmbH & Co KG, der Projektwerberin. Bei einem Treffen im Februar wurde klar, dass es darum ging, die Verträge für die Therme und das dazugehörige Hotel final zu besprechen.
Ein wichtiges Thema, das bei einer Gemeinderatssitzung am 2. Juli zur Sprache kam, waren Bankgarantien. Diese könnten herangezogen werden, falls die Projektwerberin ihren Verpflichtungen nicht nachkommt. Die Gemeinde hat sich sozusagen ein Sicherheitsnetz eingewebt. Krainz hebt auch seine eigene Rolle hervor: Er besitzt Rechte am Thermalwasser auf einem seiner Grundstücke, betont jedoch, dass er keine persönlichen finanziellen Vorteile aus dem Projekt ziehen möchte. Das Thermalwasser hat eine Temperatur von 48 Grad Celsius und ist reich an mineralischen Salzen – ein echtes Naturwunder! Um diesen Schatz zu nutzen, hat er sich entschieden, die Bohrung nach dem Thermalwasser privat zu realisieren, unterstützt von zwölf Gesellschaftern.
Ein bedeutendes Projekt für St. Kanzian
Das Gebiet rund um den Klopeiner See ist ein touristischer Schwerpunkt in Südkärnten und die Gemeinde St. Kanzian hat dabei die Nase vorn. Hier findet man die meisten Sommernächtigungen in der Region. Die Hauptattraktionen sind nicht nur der Klopeiner See selbst, sondern auch die anderen Seen und das umfangreiche Freizeitangebot. Die Gemeinde arbeitet seit mehreren Jahren daran, die vorhandenen Thermalwässer zu erschließen. Bereits im Jahr 2005 wurde eine Gesellschaft gegründet, die aus zwölf privaten und unternehmerischen Mitgliedern besteht. Ein großer Erfolg war die Aufschlussbohrung, die bis in 1.700 Meter Tiefe reichte und ein Thermalwasservorkommen entdeckte.
Das Projekt ist nun in der Phase der Fertigstellung der Bohrung und der Fassung des Thermalwassers. Das Bohrloch ist derzeit fix verschlossen, aber es gibt bereits vorhandene Genehmigungen, die allesamt erteilt wurden: wasserrechtliche Bewilligung, bergbaurechtlicher Bescheid und ein balneomedizinisches Gutachten. Langzeitpumpversuche haben eine konstante Fördermenge von über 2 Litern pro Sekunde bestätigt. Das bedeutet, dass täglich etwa 2000 Kurgäste versorgt werden könnten – das klingt doch vielversprechend für die zukünftige Nutzung als Erlebnis- und Wellnessbad!
Die Idee für das Thermalwasserprojekt hat ihren Ursprung bereits im Jahr 1996, als ein Brunnenbohrspezialist Thermalwasservorkommen nördlich des Klopeiner Sees vermutete. Der damalige Bürgermeister, Thomas Krainz, initiierte daraufhin ein Investorenteam, das schließlich im Frühjahr 2005 mit den Bohrungen begann. Jetzt wird ein Investor für den Bau des Thermalbades gesucht, das nicht nur Familien anziehen soll, sondern auch einen separaten Erholungsbereich mit Wellnessangeboten bieten möchte. Es ist ein großes Ziel, die Sommersaison zu verlängern und die Wintersaison zu stärken.
Die Preisverhandlungen für die Liegenschaften und die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung oder zum Kauf der Thermalquelle sind jedoch noch nicht abgeschlossen. Es bleibt also spannend, ob das Projekt tatsächlich die erhoffte Wende für die Region bringt und die Bürger von St. Kanzian langfristig profitieren können. Gerade in Zeiten, in denen Tourismus eine immer wichtigere Rolle spielt, könnte dieses Vorhaben der Gemeinde neue Impulse geben und die Attraktivität des Klopeiner Sees weiter steigern.
Für die Gemeinde ist es wichtig, dass die Wasserversorgung und -entsorgung gesichert werden, bevor mit dem Bau begonnen werden kann. Die Zukunft des Thermalprojekts hängt also nicht nur von der Merlago GmbH & Co KG ab, sondern auch von der Unterstützung der Gemeinde und den richtigen Investoren. Die nächsten Schritte werden zeigen, ob der Traum von einer modernen Therme am Klopeiner See Wirklichkeit wird. Eines ist sicher: Die Vorfreude ist groß.
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