Heute ist der 19.04.2026, und die Vorfreude auf den Tourismustag der Tourismusregion Klopeiner See-Südkärnten-Lavanttal im Veranstaltungszentrum K3 in St. Kanzian ist spürbar. Diese Veranstaltung bringt nicht nur die lokale Bevölkerung zusammen, sondern beleuchtet auch die bedeutenden Entwicklungen in der Region, insbesondere im Hinblick auf die geplante Therme am Ostufer des Klopeiner Sees. Gernot Katzenberger, Geschäftsführer der Projektentwicklung GesmbH Merlago, hat kürzlich geäußert, dass der Baustart für die Therme möglicherweise bereits im Jahr 2027 erfolgen könnte, mit einer Eröffnung für 2028 oder 2029. Diese Vision weckt Hoffnungen auf „Tausende Arbeitsplätze“, die durch die Therme und ein dazugehöriges Hotel geschaffen werden könnten.

Allerdings gibt es auch Skepsis. In einem Leserforum der Kleinen Zeitung äußern einige Bürger Bedenken bezüglich des Zeitplans und der tatsächlichen Anzahl an Arbeitsplätzen. Katzenberger bleibt jedoch optimistisch und betont, dass ein realistischer Zeitplan möglich ist, wenn alle Beteiligten effektiv zusammenarbeiten. Auch Oskar Preinig, Vizebürgermeister und Vertreter der Thermalwasser Klopein GmbH, weist auf die Notwendigkeit hin, Verträge zur Bebauungs- und Betriebsverpflichtung zu unterzeichnen und die Genehmigungen durch das Land sowie den Gemeinderat einzuholen.

Genehmigungsverfahren und wirtschaftliche Perspektiven

Bevor das Bauvorhaben Realität wird, müssen die notwendigen Genehmigungen, einschließlich wasser- und verkehrsrechtlicher Bewilligungen sowie Gutachten, vorliegen. Das Widmungsverfahren zeigt jedoch bereits Fortschritte, und es besteht ein positives Einvernehmen zwischen den Beteiligten. Andreas Kristan, Vorsitzender des Tourismusverbands St. Kanzian, äußert die Hoffnung, dass eine Umwidmung noch in diesem Jahr möglich ist, was den Baustart im nächsten Jahr realistisch erscheinen lässt.

Sebastian Schuschnig, Tourismusslandesrat der ÖVP, stimmt zu, dass ein Baustart 2027 möglich ist, sofern das Genehmigungsverfahren zügig verläuft. Eine Raumverträglichkeits- und Wertschöpfungsanalyse hat ergeben, dass das geplante Thermenhotel eine jährliche Wertschöpfung von 44 Millionen Euro generieren könnte, zusätzlich zu 500 Ganzjahresbetten und über 1140 Arbeitsplätzen. Katzenberger schätzt, dass in der Therme etwa 60, im Hotel ca. 90 Mitarbeitende beschäftigt werden können, was insgesamt 180 bis 200 Arbeitsplätze bedeutet.

Finanzielle Auswirkungen auf die Gemeinde

Für die Gemeinde St. Kanzian könnte die kommunale Steuer mit jährlich 250.000 Euro eine Verdopplung der Einnahmen bedeuten. Diese finanziellen Aspekte sind nicht zu unterschätzen, gerade in Zeiten, in denen viele Gemeinden auf zusätzliche Einnahmequellen angewiesen sind. Bürgermeister Thomas Krainz (SPÖ) hat sich in der Vergangenheit für den besten Standort ausgesprochen und betont, dass die Entscheidung der Fachleute akzeptiert wird.

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<pAktuell gibt es keine konkreten Pläne für eine Therme am Nordufer des Klopeiner Sees, was die Konzentration auf das Projekt in der Ostbucht bekräftigt. Die Region steht also vor einer spannenden Entwicklung, die sowohl wirtschaftliche Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringen könnte.