Heute ist der 28.05.2026, und wir blicken auf eine spannende Entwicklung in St. Andrä im Lavanttal. Die Kelag Energie & Wärme hat einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht: Die erste Fernwärmetrasse von 1.000 Kilometern wurde nun vollendet. Bei einem Lokaltermin mit Landeshauptmann Daniel Fellner und Bürgermeisterin Maria Knauder wurde die neue Wohnanlage des Kärntner Siedlungswerkes offiziell an das Fernwärmenetz angeschlossen. Ein bedeutender Schritt für die Region, nicht nur im Hinblick auf die Versorgungssicherheit, sondern auch für die Nachhaltigkeit und den leistbaren Wohnraum.

Das Fernwärmenetz in St. Andrä hat eine lange Geschichte. Begonnen hat alles 1989 mit einem bescheidenen Netz von 7,5 Kilometern und etwa 200 Kunden. Heute sind es bereits rund 20 Kilometer, die 400 Gebäude mit etwa 16 Millionen kWh Wärme pro Jahr versorgen. Das aktuelle Biomasseheizwerk in St. Andrä liefert die Wärme, aber die Zukunft verspricht noch mehr: Geplant ist, industrielle Abwärme von Mondi in Frantschach als weitere Wärmequelle zu nutzen. Das macht die Fernwärme nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig.

Ein Blick auf die Zukunft

Die neue Wohnanlage besteht aus 24 geförderten Mietwohnungen, darunter betreute Wohneinheiten für junge Menschen mit Beeinträchtigung. Hier wird deutlich, wie wichtig es ist, dass die Wärmeversorgung nicht nur effizient, sondern auch sozial verantwortungsvoll gestaltet wird. Kelag zählt zu den größten Fernwärmeanbietern in Österreich, die auf Biomasse und industrielle Abwärme setzen, und betreibt insgesamt 89 Fernwärmenetze im ganzen Land. Jährlich werden rund zwei Milliarden kWh Wärme geliefert, und etwa 300 Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.

Doch die Kelag ruht sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Auch in Tirol gibt es aufregende Entwicklungen. Hier hat das Unternehmen die Verantwortung für den Betrieb und die Weiterentwicklung von vier Biomasse-Fernwärmesystemen übernommen. Diese Systeme erstrecken sich über ein Leitungsnetz von 27 Kilometern und liefern jährlich etwa 43 Millionen Kilowattstunden nachhaltige Wärme an Haushalte. Geplante Investitionen von mehreren Millionen Euro sollen den Zugang zu grüner Energie weiter verbessern.

Engagement und Kundennähe

Adolf Melcher, der Sprecher der Geschäftsführung, hebt den persönlichen Einsatz und das regionale Verständnis hervor, das beim Aufbau dieser Anlagen eine Rolle spielt. Der Übergang der Projekte an Kelag Energie & Wärme verlief nahtlos. Mit regionalen Ansprechpartnern und eingespielten Teams ist eine Kontinuität gewährleistet, die für die Kundennähe entscheidend ist. Es ist wichtig, dass die Menschen vor Ort weiterhin gut betreut werden – sowohl in den Gemeinden, die bereits Fernwärme nutzen, als auch in den neuen Projekten, die in Städten wie Lustenau, Zell am See und Saalbach-Hinterglemm entstehen.

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Die Zukunft der Wärmeversorgung in Österreich sieht vielversprechend aus. Der Fokus auf erneuerbare Wärme aus verschiedenen Quellen wird nicht nur zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen, sondern auch Wohlstand und Lebensqualität in den Regionen fördern. Gerade in Zeiten, in denen Nachhaltigkeit großgeschrieben wird, ist es ermutigend zu sehen, wie lokal gehandelt wird. Wie spannend es ist, Teil dieser Entwicklung zu sein!