Tubex Tubenfabrik in Wolfsberg: Innovationsschmiede für nachhaltige Aluminiumproduktion
In Wolfsberg, wo die Luft nach frischem Aluminium riecht, steht die Tubex Tubenfabrik – eine der modernsten Produktionsstätten für Pharmatuben in ganz Europa. Bürgermeister Alexander Radl und Vizebürgermeister Jürgen Jöbstl haben kürzlich die Gelegenheit genutzt, sich ein Bild von der beeindruckenden Fertigung zu machen. Rund 400 Millionen Aluminiumtuben verlassen jährlich die Hallen dieser Fabrik, und das in einem Tempo, das einem schwindelig werden kann. Mit etwa 265 Mitarbeitern wird hier nicht nur viel gearbeitet, sondern auch viel Innovation gelebt.
Bei ihrem Besuch wurden die Stadtvertreter von Geschäftsführer Michael Kogler und Betriebsrat Hermann Schober durch die Produktionshallen geleitet. Die Führung offenbarte nicht nur die hochmodernen Maschinen, sondern auch die besonderen Eigenentwicklungen des Unternehmens – wie die MonoTube, MonoRefill und MonoSense Tube, die für die Pharma-, Kosmetik- und Technikbranche gefertigt werden. Beeindruckend ist, dass rund 70 Prozent der Produktion im Pharmabereich angesiedelt sind, mit internationalen Kunden wie Chanel, L’Oréal und Bayer.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein zentrales Thema in der Tubex-Fabrik ist die Nachhaltigkeit. Etwa 35 Prozent der Tuben werden aus PCR-Aluminium (Post-Consumer-Recycling) hergestellt. Das klingt nicht nur gut, sondern ist auch ein echter Schritt in die richtige Richtung. Jährlich verarbeitet Tubex rund 2.000 Tonnen Aluminium, was zeigt, wie ernst es das Unternehmen mit der ökologischen Verantwortung nimmt. Die Fabrik ist zudem mit einem Reinraum ausgestattet, in dem unter höchsten hygienischen Anforderungen produziert wird. Da wird nichts dem Zufall überlassen!
Die Wurzeln des Unternehmens reichen bis ins Jahr 1958 zurück, als die Swatek Tubenfabrik ins Leben gerufen wurde. Im Jahr 2001 wurde das heutige Werk errichtet, das anfangs mit nur 42 Beschäftigten 104 Millionen Tuben pro Jahr produzierte. Was für ein Sprung! Bürgermeister Radl betonte bei seinem Besuch die Bedeutung des Betriebs als Arbeitgeber und die innovative Technologie, die hier in Wolfsberg entwickelt wird. Besonders spannend ist, dass Tubex auch in der Ausbildung aktiv ist und zusätzliche Fachkräfte sucht, vor allem Maschineneinsteller.
Kreislaufwirtschaft und neue Technologien
In einem größeren Zusammenhang spielt die Tubex Tubenfabrik eine wichtige Rolle in der Diskussion um die Kreislaufwirtschaft. Diese zielt darauf ab, Produkte am Ende ihres Lebens nicht einfach zu entsorgen, sondern sie aufzubereiten oder in wiederverwendbare Teile zu zerlegen. Solche Ansätze sind auch im Projekt Catena-X zu finden, das Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette im Kfz-Bereich vernetzt. Das Ziel: Wiederverwendung und Recycling zu fördern, was für die gesamte Industrie ein gewaltiger Schritt nach vorne wäre.
Ähnliche Konzepte werden im Projekt Aerospace-X für die Luft- und Raumfahrtbranche entwickelt. Hier wird ebenfalls an der Transparenz gearbeitet, um den CO2-Fußabdruck während des Verwertungsprozesses zu minimieren. Technologien zur Identifikation von Altteilen, die ein „zweites Leben“ erhalten können, sind in der Entwicklung. Diese Technologien könnten auch für Tubex von Bedeutung sein, da das Unternehmen bestrebt ist, nachhaltige Produktionsmethoden weiter voranzutreiben.
Wolfsberg ist also nicht nur ein Standort für moderne Tubenproduktion, sondern auch ein Zeichen dafür, wie Industrie und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Mit einem klaren Blick in die Zukunft und dem Engagement für ökologische Verantwortung wird Tubex weiterhin eine zentrale Rolle in der Entwicklung nachhaltiger Produkte spielen. Wenn das nicht nach einer Erfolgsgeschichte klingt!
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