Heute, am 25.10.2026, führt ein Fall aus dem Jahr 2003 zurück nach Kitzbühel: In „SOKO Kitzbühel – Tiefer Fall“ läuten in einer Dorfkirche nahe der Stadt die Glocken Sturm. Josef Ziegler, der Mesner, stürzt während des Glockenläutens vom Kirchturm und stirbt.

Die Gerichtsmedizinerin Dr. Silvia Pfaundler entdeckt beim Toten stark gerötete Augen. Karin Kofler und Andreas Blitz vermuten deshalb, dass Ziegler zunächst geblendet und anschließend vom Turm gestoßen wurde. Ein Unfall? Eher nicht. Pfarrer Bernhard und sein Neffe Christian Meister, der seit Kurzem bei ihm arbeitet, reagieren schockiert.

Rätselhafte Fotos und gestohlene Kirchenkunst

Der Totengräber Franz Wallner und Maria, seine Freundin und Pfarrersköchin, beschreiben Ziegler als Einzelgänger beziehungsweise Eigenbrötler. In seiner Wohnung stoßen Karin und Andreas auf eine Reihe ungewöhnlicher privater Fotografien. Die Bilder geben dem Fall eine eigentümliche Wendung.

Unterdessen verfolgen Gräfin Schönberg und Hannes Kofler ihre eigene Spur. Sie weisen die Ermittler auf eine bislang ungeklärte Serie von Kirchendiebstählen in der Umgebung von Kitzbühel hin. Der Verdacht liegt nahe, dass die Morde mit den Diebstählen zusammenhängen könnten. Doch im weiteren Verlauf führen die Spuren in eine andere Richtung.

Die Folge trägt den Titel „Tiefer Fall“, gehört zur ersten Staffel und ist deren 16. Episode. Sie dauert 45 Minuten und wird heute von 13:30 bis 14:15 Uhr ausgestrahlt. Regie führte Stefan Klisch, das Drehbuch stammt von Ralph Werner. Produziert wurde die Krimiserie von Mungo-Film im Produktionsauftrag von ORF und ZDF; „Tiefer Fall“ ist eine Koproduktion der beiden Sender.

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Wer in „Tiefer Fall“ ermittelt

Kristina Sprenger spielt Karin Kofler, Hans Sigl ist als Andreas Blitz zu sehen. Zum Ensemble gehören außerdem Andrea L’Arronge als Gräfin Schönberg, Heinz Marecek als Hannes Kofler, Ilja Richter als Pfarrer Bernhard, Steffen Schroeder als Christian Meister, Anja Stöhr als Dr. Silvia Pfaundler, Ottokar Lehrner als Franz Wallner und Chris Pichler als Maria Wallner.

Die deutsche TV-Premiere fand am 14. Mai 2003 im ZDF statt, die Original-TV-Premiere am 11. Februar 2003 auf ORF 1. Die Serie spielt in Kitzbühel und Umgebung in Tirol und ist ein österreichischer Ableger der deutschen Reihe „SOKO 5113“, die später „SOKO München“ hieß.

„SOKO Kitzbühel“ startete am 15. November 2001 auf ORF eins. In Deutschland zeigt das ZDF die Serie seit Januar 2003 im Vorabendprogramm, seit September 2011 werden werktags ältere Folgen neben anderen alten SOKO-Serien wiederholt. Mit bis zu 1,3 Millionen Zuschauern gehörte die Produktion zu den erfolgreichsten österreichischen Krimiserien.

Eine Serie mit vielen Gesichtern

Produziert wurde die Serie ab 2001 von beo-Film, ab 2017 übernahm Gebhardt Productions. Der ORF kündigte am 14. Juli 2020 an, die Serie nach der 20. Staffel einzustellen. Die 13 neuen Folgen wurden in Österreich bis zum 14. Dezember 2021 ausgestrahlt, in Deutschland ab dem 7. Januar 2022. Von Mai bis September 2021 entstand bereits die erste Staffel der Nachfolgeserie „SOKO Linz“.

Im Mittelpunkt stehen meist ungewöhnliche, komplizierte Mordfälle. Häufig geraten Angehörige der gehobenen Gesellschaft ins Visier – passend zu Kitzbühels Ruf als Urlaubsziel prominenter Persönlichkeiten. In den Staffeln 14 bis 20 bildeten Oberleutnant Nina Pokorny und Major Lukas Roither das Ermittlerteam.

Unterstützt werden die Zivilbeamten von uniformierten Kollegen der Kitzbüheler Polizei, besonders von Chefinspektor Alois Kroisleitner, der von Folge 1 bis Folge 263 mitwirkte. Eine eigene, manchmal recht eigenwillige Front bilden Gräfin von Schönberg und Hannes Kofler. Die beiden sind eng befreundet; sie ist Stammgast in seinem Lokal, den Pochlarner Stuben.

Hannes Kofler ist ein mit Hauben ausgezeichneter Koch, betreibt einen Catering-Service für die gehobene Kitzbüheler Gesellschaft und ist Karins Vater. Karin Kofler gehörte jahrelang der SOKO an, ließ sich später aus privaten Gründen beurlauben. Kofler und die Gräfin ermitteln häufig auf eigene Faust, bewegen sich dabei teilweise am Rand der Legalität und bringen sich immer wieder in Schwierigkeiten. Ärgerlich für die Polizei – und doch liefern sie oft entscheidende Informationen.

Die Pochlarner Stuben dienen den Polizeibeamten als Treffpunkt, um aktuelle Fälle zu besprechen. Dort gelangen Kofler und die Gräfin mitunter an polizeiliche Interna, die sie für ihre eigenen Ermittlungsansätze nutzen.

Vom Ermittlerwechsel bis zur Nachfolgeserie

In Folge 63, „Sein letzter Fall“, schied Andreas Blitz, gespielt von Hans Sigl, aus der Serie aus. Als Grund wurde sein Wechsel nach Wien als Zielfahnder genannt. In Folge 110, „Todesängste“, verließ Klaus Lechner die Serie aus privaten Gründen; seine Rolle wurde durch Lukas Roither ersetzt. Lechner quittierte zunächst seinen Dienst in Kitzbühel und wechselte nach Graz in den Innendienst, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Nach etwa zehn Jahren kündigte er auch dort aus familiären Gründen und ging 2021 nach Wien, wo er Simon Steininger ersetzte.

Am Ende der 13. Staffel, in Folge 11 „Vergeltung (1)“, wird Lukas Roither durch zwei Schüsse schwer verletzt. Karin Kofler gibt sich dafür die Schuld. Nachdem sie in Folge 13, „Ein gutes Team“, einen erweiterten Suizid nicht verhindern kann, beantragt sie eine Freistellung; dem Antrag wird stattgegeben.

Zu Beginn der 14. Staffel ersetzt Leutnant Nina Pokorny Oberstleutnant Karin Kofler. In der ersten Folge heißt es, Kofler sei auf einer längeren Reise. Pokorny kommt von einer Wiener Polizeieinheit, in der sie verdeckt gegen organisierte Kriminalität ermittelte. Mit Roither verbindet sie eine gemeinsame Vergangenheit. Ende der 16. und während der 17. Staffel erkennen beide ihre gegenseitigen Gefühle, beschließen aber, ihre Beziehung zunächst als Freundschaft zu behandeln. Ab der 18. Staffel trägt Nina Pokorny den Dienstrang Oberleutnant.

Nach dem Ausstieg von Kristina Sprenger wurde im Februar 2014 Julia Cencig als neue Hauptdarstellerin angekündigt. Die 14. Staffel mit Cencig wurde von April bis Oktober 2014 gedreht und ab dem 24. Februar 2015 ausgestrahlt. Zahlreiche bekannte deutschsprachige Schauspieler hatten Gastauftritte; Michael Steinocher erhielt für seinen Auftritt 2008 einen Undine Award.

Die ersten drei Staffeln waren ab November 2012 auf MyVideo verfügbar, viele Folgen sind außerdem auf YouTube abrufbar. Die Reihe wurde unter anderem nach Finnland und Italien verkauft. Die Folgen der ersten Staffel sowie die ersten vier Folgen der zweiten Staffel erschienen am 26. Mai 2011 auf einer Doppel-DVD; später waren die Folgen 1 bis 196 auf DVD erhältlich. Die überwiegend verwendete Standardsprache entspricht laut dem Artikel allerdings nicht der sprachlichen Realität in Tirol – in den Bergen klingt der Alltag eben oft anders.