In Klagenfurt, der charmanten Landeshauptstadt Kärntens, hat man das Ziel, die Mobilität in der Stadt nachhaltig zu verbessern. Ende Januar wurde der Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP) verabschiedet. Ein Schritt, der nicht nur auf dem Papier besteht, sondern aktiv umgesetzt wird. Die Stadtverwaltung arbeitet zusammen mit Mobilitätsexperten und verschiedenen Abteilungen wie Stadtplanung, Straßenbau und Verkehr, um die Mobilität der Zukunft zu gestalten. Und die Bürger sind dabei ein wichtiger Teil des Prozesses!

Rund 1.300 Bürgerinnen und Bürger haben sich an einer Online-Befragung beteiligt, die bis Ende Mai lief. Das Ergebnis? Die Klagenfurter sind klar: Sie wünschen sich nachhaltige Mobilitätslösungen und attraktive Alternativen zum Auto. Die Rückmeldungen zeigen ein großes Interesse am Thema Mobilität, und viele empfinden die aktuelle Situation als verbesserungswürdig. Die Prioritäten der Bevölkerung sind eindeutig: die Verbesserung der Radinfrastruktur, ein Ausbau des öffentlichen Verkehrs und mehr Grünflächen für eine höhere Aufenthaltsqualität in der Innenstadt. Übrigens, einige erfolgreiche Umsetzungen sind bereits in Sicht, wie der Radweg-Lückenschluss in Mageregg Richtung Maria Saal und die Einführung eines 10-Minuten-Taktes auf mehreren Buslinien.

Ein Schritt in die Zukunft

Stadträtin Sandra Wassermann hat große Pläne: Sie möchte eine vierte Buslinie im 10-Minuten-Takt einführen und die Stadtteile Wölfnitz und Emmersdorf besser anbinden. Vizebürgermeister Ronald Rabitsch bringt es auf den Punkt: Es geht um mehr Lebensqualität, attraktive Plätze und einen modernen Mobilitätsmix. Unter den Projekten hat die Neugestaltung des Heiligengeistplatzes höchste Priorität, gefolgt von der Bahnhofstraße zwischen Hauptbahnhof und Ring sowie der Ausweitung der Fußgängerzone. Lustigerweise steht die Klagenfurter Ostspange ganz hinten auf der Prioritätenliste.

Diese Entwicklungen sind Teil des strategischen Plans für nachhaltige Mobilität, der bis Ende 2027 für alle österreichischen Landeshauptstädte erstellt werden muss. Klagenfurt hat sich hier nicht nur vorgenommen, bestehende Konzepte zusammenzuführen, sondern auch eine gemeinsame Mobilitätsstrategie zu entwickeln, die sicherer, umweltfreundlicher und alltagstauglicher ist. Schließlich hat die Stadt mit ihrer historischen Fußgängerzone bereits Maßstäbe gesetzt.

Europäische Vorgaben und lokale Umsetzung

Doch was steckt hinter dem ganzen Konzept? Die Europäische Kommission hat die „Sustainable Urban Mobility Plans“ (SUMPs) ins Leben gerufen, die ökologische, ökonomische und soziale Aspekte in den Städten berücksichtigen. Ziel ist es, Leitbilder und konkrete Maßnahmen für eine nachhaltige Mobilität zu entwickeln. Ein wichtiges Merkmal dieser Pläne ist die Einbindung von Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das sorgt dafür, dass die Stimmen der Bürger gehört werden. Und das ist in Klagenfurt auch geschehen!

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Das Bundesministerium für Verkehr unterstützt diese Entwicklungen mit einem Nationalen Unterstützungsprogramm. Hier stehen nicht unerhebliche Fördermittel zur Verfügung, um die Umsetzung der SUMPs zu erleichtern. Zuletzt wurden sogar Projekte mit einem Volumen von rund 5,2 Millionen Euro gefördert. Ein weiterer Aufruf zur Förderung wurde bereits angekündigt, um die Kommunen bei der Erstellung und Fortschreibung ihrer Mobilitätspläne zu unterstützen. Das zeigt, dass Klagenfurt nicht allein ist auf diesem Weg zu einer besseren Mobilität.

Die Ergebnisse der Umfrage sind übrigens auf der Homepage der Stadt Klagenfurt zu finden. Wer also mehr über die Wünsche und Vorstellungen der Bürger erfahren möchte, sollte unbedingt einen Blick darauf werfen. Die Transformation der Mobilität ist in vollem Gange, und die Klagenfurter haben die Chance, aktiv daran teilzuhaben.

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