Klagenfurt verabschiedet Stadtkünstlerin Veronique Homann nach erfolgreichem Kunstprojekt
Am vergangenen Wochenende fand im Klagenfurter Goethepark das Ende eines besonderen Kunstprojekts statt. Hier verabschiedete sich die Lyrikerin Veronique Homann, die als offizielle „Stadtkünstlerin“ fungierte, mit einer Lesung und einer Ausstellung. Homann, die vom 18. bis 22. Mai 2026 auf Einladung des Vereins VADA im Jugendstiltheater residierte, hatte den Pavillon im Goethepark in eine offene Schreibstube umgewandelt. Die Bürger hatten die Möglichkeit, ihre persönlichen Anliegen an sie heranzutragen – und die Ergebnisse waren wirklich spannend!
Die Menschen konnten individuelle Schreibwünsche äußern, sei es ein Liebesbrief, eine offizielle Beschwerde oder eine Einladung. Diese persönlichen Texte wurden im Rahmen des „Salon Inge“ der Öffentlichkeit präsentiert. Kulturreferent Franz Petritz zeigte sich begeistert von der Aktion und bedankte sich bei Homann sowie den Organisatoren Felix Strasser und Yulia Izmaylova vom Verein VADA für ihr Engagement. Es war eine tolle Gelegenheit für die Bürger, sich kreativ auszudrücken und ihre Gedanken mit anderen zu teilen. Quelle
Der Blick in die Zukunft
Doch das war noch nicht alles! Die Stadt Klagenfurt plant bereits die nächste Runde. Der Jugendstil-Pavillon wird zwischen Mai und Juni 2026 erneut zur Residenz für die Stadtkünstlerin. Die Bewerbungsfrist für interessierte Künstler endete am 20. April 2026. Und ja, diesmal ist es wieder Veronique Homann, die 2026 als Stadtkünstlerin ausgewählt wurde. Ursprünglich in Österreich geboren, ist sie jedoch nicht österreichischer Herkunft. Ihre Arbeiten, die in Literaturzeitschriften und Anthologien veröffentlicht wurden, beschäftigen sich mit der „Lückologie“ – einem faszinierenden Konzept, das das Finden und Füllen von Lücken thematisiert.
Homann hat seit 2016 ihren eigenen Verlag, die „Plackscheißerei“, und hat bereits mehrere Einzelpublikationen herausgebracht, darunter „Sid Wischi Waschi“ (2021) und „Ave Paria“ (2024). Ihre künstlerischen Reisen führten sie durch Schweden, Frankreich und Portugal, und jetzt lebt sie wieder in Vorarlberg. Der Eröffnung des Schreibateliers im Jugendstiltheater am 18. Mai 2026 steht nichts im Wege. Hier wird sie Briefaufträge entgegennehmen und Hilfestellung beim Verfassen von Texten bieten.
Ein kreativer Raum für Dialog
Die Schreibstube im Jugendstiltheater wird vom 19. bis 22. Mai 2026, jeweils von 10 bis 18 Uhr, und am 30. Mai im Rahmen des Pride Village ganztägig geöffnet sein. Bei der Abschlussveranstaltung am 27. Juni 2026, die im Rahmen des Salon Inge stattfindet, werden anonymisierte Briefe präsentiert. Ziel ist es, die Vielfalt und Kraft des Dialogs zu zeigen – ein Projekt, das in Kooperation mit VADA, Leto literature und Salon Inge realisiert wird. Es klingt alles sehr vielversprechend!
Aber es gibt auch Herausforderungen. Klagenfurt hat finanzielle Schwierigkeiten, die die Stadt daran hindern, Stipendien für Stadtschreiberinnen und Stadttänzerinnen auszuzahlen. Doch der Verein zur Anregung des dramatischen Appetits unterstützt die Stadt und ermöglicht die Fortführung der Residency-Programme. Das Atelier im Jugendstiltheater wird mit dem Nötigsten ausgestattet, von Schreibmaschine über Matratze bis hin zu einer Kochplatte – alles, was ein kreativer Geist braucht.
Die Residenz ist eine großartige Gelegenheit für Künstler*innen aller Sparten. Interdisziplinarität und Multilingualität sind willkommen, und die Ausschreibung richtet sich an alle, die ihre Ideen einbringen möchten. Die Einreichfrist endete am 20. April, aber die Vorfreude auf die nächsten kreativen Abenteuer in Klagenfurt bleibt bestehen. Es bleibt spannend, was als Nächstes kommt – und wir sind schon ganz gespannt darauf, was Homann in der Zukunft schaffen wird!
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