Bozen bestraft KAC-Fehler eiskalt und bleibt Tabellenführer
In der Heidi Horten Arena erwischte der HC Südtirol Alperia den EC KAC eiskalt: Matt Bradley traf nach gerade einmal 18 Sekunden zum 1:0. Klagenfurt kam danach zwar immer wieder offensiv auf, ließ aber mehrere Überzahlsituationen liegen. Das rächte sich.
In der 28. Minute erhöhte Isaac Ratcliffe im Powerplay auf 2:0. Jacob Hudson brachte den KAC in der 36. Minute mit einem Distanzschuss zurück ins Spiel. Doch nur zwei Minuten später stellte Turner Elson nach einem fehlerhaften Wechsel der Klagenfurter den alten Abstand wieder her – 3:1.
Bozen lässt sich nicht mehr einfangen
Strafen gegen Daniel Obersteiner und Torhüter Florian Vorauer bescherten den Gästen erneut ein doppeltes Überzahlspiel. Elson nutzte die Gelegenheit in der 49. Minute zu seinem zweiten Treffer, dem 4:1. Klagenfurt nahm in der Schlussphase Vorauer für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis. Thimo Nickl verkürzte in der 57. Minute noch auf 2:4, ehe Digiacinto in der 60. Minute ins leere KAC-Tor traf. Endstand: 5:2 für Südtirol.
Damit blieb der HC Südtirol nach dem Topspiel-Erfolg an der Spitze. Die Partie vom 25. Oktober 2026 war ein Abend mit Tempo, vergebenen KAC-Chancen und einem Bozner Team, das Fehler ziemlich kühl bestrafte. Besonders bitter für Klagenfurt: Selbst gute Druckphasen brachten keinen dauerhaften Ertrag.
Ein anderer Bozner Erfolg im September 2025
Beim ebenfalls in der Heidi Horten Arena ausgetragenen Spiel am 21. September 2025 hatte der HCB Südtirol Alperia den EC KAC mit 5:1 besiegt. Für Bozen war es der zweite Sieg in Folge und zugleich der dritte Auswärtssieg in Klagenfurt hintereinander. Fünf Tore durch fünf verschiedene Torschützen, keine Strafminute – und ein perfektes Auswärtswochenende mit sechs Punkten, elf erzielten Toren, nur einem Gegentor sowie Siegen in Vorarlberg und Kärnten.
Durch diesen Erfolg kletterte Bozen auf Tabellenplatz drei. Coach Glen Hanlon Kleinendorst nahm Miglioranzi aus Rotationsgründen aus dem Aufgebot und stellte erneut Harvey ins Tor. In der Defensive spielte Valentine neben Barberio, Samuelsson neben Di Perna. Klagenfurt begann druckvoll und hatte in den ersten Minuten Vorteile, doch in der 9. Minute passte Mantenuto auf Frigo am zweiten Pfosten – Luca Frigo traf direkt zum 0:1.
KAC-Torhüter Dahm verhinderte weitere Treffer von Frank und McClure, auf der anderen Seite parierte Harvey gegen Kempe. Im zweiten Drittel kontrollierte Bozen weitgehend das Geschehen. Harvey hielt gegen From, Bradley traf nur das Außennetz. In der 32. Minute legte Barberio nach einer Kombination auf Brad McClure auf, der Dahm zum 0:2 bezwang. Weitere Möglichkeiten hatten unter anderem Digiacinto und Gomboc.
Nach 40 Minuten führte Bozen mit 2:0. Im Schlussdrittel vergaben zunächst Frank und Gazley, ehe Gazley in der 43. Minute Gersich in Szene setzte. Shane Gersich traf aus kurzer Distanz zum 0:3. Harvey parierte erneut gegen Kempe. Vier Minuten später bediente Schneider Brett Pollock, der ins leere Tor schob und sein erstes Tor für Bozen erzielte.
Fraser verkürzte in der Schlussphase nach einem Querpass von Preiml auf 1:4. KAC-Trainer Furey nahm anschließend den Torhüter vom Eis, doch Digiacinto traf in der 57. Minute ins leere Tor zum 1:5.
Die offizielle Torstatistik dieses Spiels: Frigo 8:07, McClure 31:18, Gersich 42:50, Pollock 46:26, Fraser 56:12 und Digiacinto 56:59 ins leere Tor. Der KAC kam auf 25 Torschüsse, Bozen auf 26. Strafminuten gab es keine – 0:0. 3.820 Zuschauer waren dabei, geleitet wurde die Partie von Huber, Seewald, Mantovani und Nothegger.
Bozens nächste Spiele waren für Freitag, 26. September, um 19:45 Uhr zuhause gegen FTC Telekom Ferencvaros sowie für Sonntag, 28. September, um 18:00 Uhr zuhause gegen die Steinbach Black Wings Linz angesetzt.
Eine Liga mit langer Geschichte
Der aktuelle Schauplatz gehört zur International Central European Hockey League, kurz ICE HL. Sie ist eine multinationale Eishockeyliga und zugleich die höchste österreichische Spielklasse. Vereine kommen aus Österreich, Italien, der Slowakei, Slowenien, Ungarn und Tschechien. Neben dem Liga-Champion wird unter den österreichischen Teams der österreichische Meister ausgespielt – ausländische Vereine können den Liga-Titel gewinnen, nicht aber den österreichischen Meistertitel.
Die höchste österreichische Spielklasse besteht seit der Saison 1965/66, bis 2005/06 war sie rein österreichisch. Ihre Vorgänger reichen bis 1923 zurück; 1936 sowie 1939 bis 1945 wurde keine österreichische Meisterschaft ausgetragen. Während des Zweiten Weltkriegs spielten einige österreichische Vereine in der deutschen Meisterschaft: Der EK Engelmann Wien wurde 1939 deutscher Meister, der Wiener EV 1940.
Bis 1964/65 wurde in der Nationalliga A gespielt, darunter bestanden regionale Gruppen der Nationalliga B. Am 15. Mai 1965 beschloss der ÖEHV eine Neustrukturierung: Die erste Liga wurde auf vier Vereine reduziert, in Bundesliga umbenannt, vier Jahre lang sollte es keinen Absteiger geben, und die Meister der zweiten Spielklasse sollten schrittweise aufsteigen. Gleichzeitig wurde die Professionalisierung vorangetrieben.
Die Bundesliga startete 1965/66 mit EC KAC, Innsbrucker EV, WEVg und Kitzbüheler EC. Erster Meister wurde der EC KAC, das erste Bundesligator erzielte Erhart Hermann vom Innsbrucker EV. Gespielt wurde zunächst eine vierfache Hin- und Rückrunde ohne Playoffs. 1966/67 kam ATSE Graz hinzu, 1967/68 die VEU Feldkirch und 1968/69 der EK Zell am See. Ab 1968/69 gab es nach dem Grunddurchgang eine Meisterrunde, die schlechtesten Teams spielten gegen den Abstieg.
1967 durften Vereine erstmals zwei ausländische Spieler einsetzen, wobei die Zahl der Ausländer vom Gegner abhing. Die Bundesliga sollte ab 1968/69 auf acht Klubs wachsen, Jugend- und Schülermannschaften wurden bei den Bundesligavereinen eingeführt, und Nachwuchsteams sollten vor den Bundesligapartien spielen. 1970/71 wurde erstmals mit acht Teams in vier Durchgängen gespielt – jeder Verein absolvierte 28 Spiele. Der Grazer AK war nach dem Gewinn der Oberliga dabei, während die Oberliga zur Kostensenkung in eine West- und Ostgruppe geteilt wurde.
Der EC KAC dominierte die 1970er Jahre mit acht Meistertiteln, ATSE Graz gewann zweimal. Budgets stiegen, es kamen mehr ausländische Spieler, 1970/71 wurde eine überregionale Schülerliga eingeführt, ab 1972 galt Helmpflicht, ab 1973 sollte jeder Teilnehmer über eine Kunsteisbahn verfügen. Der WEV bekam 1972/73 16 Punkte abgezogen, weil er einen zunächst als nicht spielberechtigt geltenden Legionär eingesetzt hatte; Paul Kremz war allerdings bereits seit 1971 beim Verein aktiv.
1973 beschloss der ÖEHV, die Zahl ausländischer Spieler schrittweise auf einen Legionär pro Mannschaft für 1975/76 und 1976/77 zu begrenzen. Ein vollständiges Verbot trat nicht in Kraft. Durch Einbürgerungen entstand eine große Zahl sogenannter „Austros“ mit Doppelstaatsbürgerschaft. 1975 wurde vorgeschrieben, dass ein Torhüter bei einem Ausrüstungsschaden ausgewechselt werden musste. Drei Jahre später schloss ÖEHV-Präsident Hans Dobida mit dem ORF den ersten TV-Vertrag für Liveübertragungen von Meisterschaftsspielen.
In den 1980er Jahren machten große Entfernungen und hohe Reisekosten den Vereinen zu schaffen. 1982 wurde ein Beobachtungssystem für Schiedsrichter eingeführt, ein Ausschuss sollte strittige Entscheidungen prüfen. Der Aufstieg der österreichischen Nationalmannschaft in die B-Gruppe steigerte das Zuschauerinteresse, gleichzeitig gerieten mehrere Klubs wegen zu hoher Ausgaben in finanzielle Schwierigkeiten. Der SV Kapfenberg meldete 1984 Konkurs an, WAT Stadlau musste 1985 aus finanziellen Gründen auf die Bundesliga verzichten. In der Saison 1983/84 kam der 48-jährige Stadlau-Trainer Walter Znehnalik sogar noch als Spieler zum Einsatz.
1986/87 waren zwei Legionäre und drei Transferkartenspieler erlaubt; die beiden Letzten und der Aufsteiger durften einen dritten Legionär einsetzen. 1988/89 wurde mit sechs Klubs und zunächst ohne Playoffs gespielt, später folgte eine Meisterrunde mit vier Teams. Innsbruck gewann überraschend den Titel, in der Meisterrunde standen VSV, Innsbruck, KAC und Feldkirch.
Vom nationalen Bewerb zur ICE League
In den 1990er Jahren kam zusätzlich die Alpenliga mit Vereinen aus Slowenien beziehungsweise Jugoslawien und Italien. Der österreichische Meister wurde danach in verkürztem Grunddurchgang und Playoffs ermittelt. Hohe Kosten und die Dominanz der VEU Feldkirch setzten kleinere Vereine unter Druck; einige wechselten in die Nationalliga. Ab 1998/99 spielten nur noch EC KAC, EC VSV, WEV und VEU Feldkirch um den österreichischen Meistertitel. Der SV Kapfenberg ging 1997 während der Saison in Konkurs und absolvierte nur zehn von 18 geplanten Grunddurchgangsspielen.
2000 zog sich die VEU Feldkirch nach dem Verlust ihres Hauptsponsors aus dem Ligabetrieb zurück. Die Vereine beschlossen einen Neustart mit niedrigeren Budgets, die Saison 2000/01 begann schließlich mit zehn Teams. 2001/02 wurde mit Uniqa erstmals ein Haupt- und Namenssponsor gewonnen. Ab 2003/04 übernahm die Erste Bank das Lig namenssponsoring und blieb bis 2019/20 Sponsor.
Wegen erneut steigender Budgets schrumpfte das Teilnehmerfeld: 2003/04 spielten sieben Teams, die VEU Feldkirch stieg in die Nationalliga ab, der Nationalligameister EC Red Bull Salzburg auf. Am 28. Oktober 2005 wurde der eigenständige Verein ICE Hockey League gegründet, um die Organisation zu professionalisieren. Die Liga ist seit der Saison 2005/06 als eigenständiger Verein organisiert.
Ab 2003 hieß der Bewerb Erste Bank Eishockey Liga, kurz EBEL. 2006/07 wurden erstmals ausländische Vereine aufgenommen. HK Jesenice bestritt am 22. September 2006 gegen HC Innsbruck sein erstes Ligaspiel und verlor 4:5. 2007 kamen HDD Olimpija Ljubljana aus Slowenien und Alba Volán Székesfehérvár aus Ungarn hinzu, die Liga wuchs auf zehn Mannschaften. Mit dem verkürzten Grunddurchgang sowie Zwischen- und Platzierungsrunde wurde ein neuer Modus eingeführt.
Ab 2007/08 ersetzte ein Punktesystem die feste Legionärsgrenze. Es gab keine zahlenmäßige Höchstgrenze für Ausländer, jeder Verein erhielt ein gleich großes Punktekontingent, Spieler wurden nach bestimmten Kriterien bewertet. Ursprünglich hatte jeder Verein 65 Punkte: Transferkartenspieler zählten vier Punkte, Spieler des jeweiligen Heimatlandes wurden von gegnerischen Teams mit null bis vier Punkten bewertet. Ab der folgenden Saison galt ein Kaderlimit von 60 Punkten statt eines Limits pro Spiel. Später wurden Alter, Position und Vorjahresstatistik objektiviert; jüngere Spieler konnten automatisch mit null Punkten bewertet werden. Nach Ausschöpfung des Limits waren je nach Saison bestimmte Tauschvorgänge möglich.
Gedacht war das System für mehr Ausgeglichenheit und zur Förderung junger Spieler. Kritisiert wurde es trotzdem, unter anderem weil Vereine einheimische Spieler vor Ablauf der Transferfrist abmeldeten, um zusätzliche Legionäre verpflichten zu können. Christoph Harand führte deshalb einen Rechtsstreit gegen die Liga, änderte die Regelung aber nicht. Kritiker sahen zudem einen Konflikt mit den Interessen der österreichischen Nationalmannschaft – besonders wegen zu weniger einheimischer Center und Torhüter in wichtigen Rollen.
2008/09 wurde das Punktekontingent auf 60 reduziert, ausländische Spieler unter 22 Jahren wurden geringer bewertet. HC Innsbruck stieg im Frühjahr 2009 freiwillig ab, weil kein konkurrenzfähiges Team finanziert werden konnte. KHL Medveščak Zagreb wurde zur Saison 2009/10 als zehnte Mannschaft aufgenommen. In dieser Saison erreichte die Liga bei den Zuschauerzahlen erstmals einen Platz unter den sieben stärksten europäischen Ligen. Im Mai 2010 wurde die EBEL siebtes Vollmitglied der internationalen Ligenvereinigung Hockey Europe.
Zur Saison 2011/12 kam Orli Znojmo als erster tschechischer Verein. 2012/13 stiegen Dornbirner EC und der zurückkehrende HC Innsbruck auf, während HK Jesenice wegen erheblicher finanzieller Probleme ausschied. Nach dem Wechsel von Medveščak Zagreb in die Kontinentale Hockey-Liga wurde zur Saison 2013/14 der italienische HC Bozen aufgenommen. Von 2013 bis 2017 blieb das Teilnehmerfeld unverändert. Zagreb kehrte 2017/18 zurück, musste sich aber während der Saison wegen finanzieller Schwierigkeiten erneut zurückziehen. Die VEU Feldkirch bewarb sich für 2019/20, zog ihre Bewerbung jedoch zurück.
2019/20 nahmen elf Teams teil, ehe die Saison wegen der COVID-19-Pandemie nach drei Play-off-Spieltagen abgebrochen wurde. Die Erste Bank kündigte im Oktober 2019 das Ende ihres 17-jährigen Sponsoringvertrags an, Servus TV beendete nach zehn Jahren seine Free-TV-Partnerschaft. Ab 2020/21 wurde Puls 24 Free-TV-Partner, Sky Austria blieb Pay-TV-Partner. Im April 2020 wurde bet-at-home neuer Titelsponsor für drei Jahre.
Bratislava Capitals kam zur Saison 2020/21 dazu, Orli Znojmo zog sich wegen der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie vorübergehend zurück. Zur Saison 2021/22 kehrte Znojmo zurück, gleichzeitig wurde die Liga auf 14 Mannschaften erweitert. Neu waren HK SŽ Olimpija Ljubljana und HC Pustertal aus Südtirol; die Bewerbung der VEU Feldkirch wurde abgelehnt. Zur Saison 2022/23 wurde Asiago Hockey als weiteres italienisches Team aufgenommen. Seit März 2022 ist win2day Titelsponsor und offizieller Wettpartner. Zur Saison 2025/26 wurde Ferencvárosi TC als zweiter ungarischer Klub aufgenommen, HC Asiago schied aus. Ein Jahr später wurde der neu gegründete Milano HC aufgenommen.
Die Namensgeschichte liest sich inzwischen fast wie ein kleiner Fahrplan: Von 2003 an Erste Bank Eishockey Liga, im Juli 2020 bis Februar 2022 bet-at-home ICE Hockey League, seit März 2022 win2day ICE Hockey League. „ICE“ steht für „International Central European“ und zugleich für das englische Wort „Eis“.
Meister, Hallen und ein Stadion voller Menschen
Seit 1989/90 werden regelmäßig Playoffs ausgetragen. In jüngeren Spielzeiten gab es meist eine zweigeteilte Zwischenrunde: Die sechs bestplatzierten Teams kämpften um das Wahlrecht für das Viertelfinale, die sechs schlechter platzierten um die letzten beiden Playoff-Plätze. Die Alps Hockey League bildet die nächsttiefere Spielklasse und vereint Vereine aus Österreich, Slowenien und Italien. Für Nachwuchsspieler wurden 2012/13 die ICE Young Stars League beziehungsweise U20-Liga und 2013/14 die ICE Juniors League beziehungsweise U18-Liga gegründet. Der eigenständige Verein organisiert diese Bewerbe außerdem seit 2012/13 und 2013/14; die Alps Hockey League gibt es seit 2016/17.
Die größten Spielstätten liegen in Bozen, Wien und Ljubljana und fassen jeweils etwas mehr als 7.000 Zuschauer. Asiago Hockey und HC Innsbruck verfügen mit rund 3.000 Plätzen über die kleinsten Hallen. Für Playoff-Spiele wich Innsbruck teilweise in die Olympiahalle mit bis zu 12.000 Plätzen aus. Die neueste Spielstätte wurde 2021 in Bruneck für den HC Pustertal gebaut. Und dann ist da noch das Wörthersee Stadion: Das Kärntner Derby EC KAC gegen EC VSV lockte am 9. Jänner 2010 genau 30.500 Zuschauer an – Rekordkulisse der Liga. Weitere Freiluftspiele fanden unter anderem in Zagreb, Pula und Ljubljana statt.
Der EC KAC ist der einzige Verein, der an allen Bundesligasaisonen seit 1965/66 teilnahm. Laut Übersicht hält er bei 22 Meistertiteln, EC VSV bei sechs, EHC Linz bei zwei, Vienna Capitals bei zwei, EC Red Bull Salzburg bei sechs, VEU Feldkirch bei fünf und ATSE Graz bei zwei. Der Meisterpokal wurde im Dezember 2014 nach dem langjährigen Liga-Präsidenten in Karl Nedwed Trophy umbenannt.
Die Präsidenten der eigenständig organisierten Liga waren Karl Nedwed von 2005/06 bis 2008/09, Karl Safron von September 2009 bis Dezember 2013, Peter Mennel von Dezember 2013 bis Juli 2019, danach interimistisch Karl Safron. Jochen Pildner-Steinburg wurde im Jänner 2020 gewählt und nahm das Amt im Juli 2020 an.
Seit 2008/09 wird der wertvollste Spieler der Saison von Sportjournalisten gewählt, seit 2009/10 heißt die Auszeichnung Ron Kennedy Trophy. Der beste Nachwuchsspieler erhält den EBEL-YoungStar; gewählt wird zunächst monatlich und am Saisonende unter den Monatssiegern. Von 2006 bis 2008 gab es ein KELLY’S All-Star-Game zwischen österreichischen Spielern und Legionären. Wegen geringen Zuschauerinteresses wurde es eingestellt, die Wahl der All-Star-Spieler blieb bestehen.
Auch die Übertragungen haben sich gewandelt. Die TV-Rechte lagen zunächst zehn Jahre bei Sky. Ab 2010/11 zeigte Servus TV ein Sonntagsspiel, laola1.tv freitags ein Internetspiel. 2016 wurde der Vertrag mit Servus TV verlängert und Sky als zusätzlicher Partner zurückgewonnen. Seit 2020/21 überträgt Puls 24 einzelne Spiele im Free-TV, für andere Begegnungen bietet die Liga kommentierte kostenpflichtige Livestreams an. Regionale Radiosender übertragen insbesondere Spiele von KAC, VSV, Vienna Capitals und Graz 99ers.
Die Zuschauerzahlen stiegen von durchschnittlich 2.500 pro Spiel 1965/66 auf über 3.000 in vielen Spielzeiten der 2000er und 2010er Jahre. Die Saison 2020/21 fiel pandemiebedingt aus dem Rahmen: insgesamt 38.490 Zuschauer, im Schnitt 126 pro Spiel. In Klagenfurt war an diesem 25. Oktober 2026 jedenfalls wieder ordentlich Bewegung auf den Rängen – und Bozen nahm die Punkte mit.
