Die Stadt Klagenfurt hat sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um der drückenden Hitze der letzten Jahre entgegenzuwirken. Ab sofort sollen die Parkgebühren genutzt werden, um einen Hitzeschutzfonds einzurichten. Konkret fließen rund 600.000 Euro jährlich in diesen Fonds, mit dem Ziel, Klagenfurt bis 2030 zu einer hitzestabilen und klimaresilienten Stadt zu entwickeln. Das Projekt trägt den Namen „Cool Down Klagenfurt“ und kommt gerade recht, denn Klagenfurt zählt zu den am stärksten von Hitze betroffenen Städten Österreichs.

Im Sommer 2026 hat die Stadt bereits 48 Hitzetage verzeichnet – ein neuer Rekord! Mit Temperaturen zwischen 36 und 38 Grad war der Sommer nicht nur heiß, sondern hat auch spürbare Auswirkungen auf die Gesundheit und Infrastruktur der Bewohner. Die steigende Zahl der Hitzetage ist ein ernsthaftes Problem, das nicht ignoriert werden kann. Daher wurden verschiedene Maßnahmen ins Leben gerufen, um der Hitze zu begegnen.

Geplante Maßnahmen für mehr Kühlung

Die geplanten Maßnahmen sind vielfältig und zielen darauf ab, die Stadt zu begrünen und die Lebensqualität zu verbessern. Unter anderem sollen bis 2030 mindestens 1.000 neue Bäume gepflanzt werden, vor allem an heißen Orten und entlang von Geh- und Radwegen. Außerdem setzt die Stadt auf das Schwammstadtprinzip, um das Regenwasser besser zu nutzen und Flächen zu entsiegeln. Auch die Installation von Trinkwasserbrunnen und die Schaffung von konsumfreien „Cool Spots“ – also kühlen Aufenthaltsräumen – stehen auf der Liste der Maßnahmen.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf Schulen und öffentlichen Gebäuden. Hier sollen Klimatisierung und passive Kühlung installiert werden, um die Räume für Schüler und Pflegebedürftige angenehmer zu gestalten. Ein interdisziplinäres Gremium wird die Umsetzung der Maßnahmen planen und die Vergabe der Mittel aus dem Fonds entscheiden. Die Vorhaben müssen jährlich vom Stadtsenat beschlossen und evaluiert werden. Eine vierjährige Probephase ist für das gesamte Projekt vorgesehen.

Ein Blick auf die Zukunft

Prognosen zeigen, dass sich die Temperaturen bis 2085 um bis zu 6,4 Grad erhöhen könnten. Das macht die Initiativen der Stadt umso dringlicher. Klagenfurt ist nicht allein in diesem Kampf gegen die Hitze. Es gibt zahlreiche Städte und Gemeinden in Österreich, die ähnliche Herausforderungen bewältigen müssen. Innovative Tools wie der StadtRaumMonitor des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) können helfen, die Lebensqualität in Kommunen zu verbessern und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Menschen in den Städten auch in Zukunft gesund leben können.

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Mit der Initiative „Cool Down Klagenfurt“ geht die Stadt einen mutigen Schritt in die richtige Richtung. Vizebürgermeister Roland Rabitsch und Patrick Jonke bringen den Antrag zur Beschlussfassung in der Stadtsenatssitzung ein. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Maßnahmen entwickeln und ob Klagenfurt tatsächlich zum Vorreiter im Hitzeschutz werden kann. Die Zeit wird zeigen, ob die Stadt den Herausforderungen der Zukunft gewachsen ist.