In Klagenfurt sprießen kreative Ideen aus dem Boden, und das ganz ohne viel Tamtam. Schüler der HTL Mössingerstraße haben eine innovative Lösung gegen das weit verbreitete Problem der Zigarettenstummel entwickelt. Unter dem Namen „Kippe’s“ haben sie eine Schülerfirma gegründet, die sich der nachhaltigen Entsorgung von Zigarettenstummeln widmet. Die Idee kam CEO Jonathan Löcker in einem Gespräch mit seinen Eltern – ein simples, aber wichtiges Thema: weggeworfene Zigarettenstummel, die überall in der Umgebung zu finden sind.

Das Team hat eine wiederverwertbare Klipbox entworfen, die direkt an Zigarettenschachteln angebracht werden kann. Diese Klipbox wird aus recycelten Materialien hergestellt und ist wartbar, was bedeutet, dass sie nach ihrem Lebenszyklus wiederverwertet werden kann. Die Zielgruppe sind Raucher, die auf eine umweltgerechte Entsorgung ihrer Zigarettenstummel Wert legen. Auf diese Weise will das Team dazu beitragen, die Umwelt von Zigarettenabfällen zu befreien und ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufzubauen.

Die Herausforderungen und die Bedeutung der Entsorgung

Die Schüler mussten sich in den 3D-Druck einarbeiten und verschiedene Materialvarianten testen, was sicherlich nicht immer einfach war. Auch die Suche nach einem Produktionspartner stellte eine Herausforderung dar. Doch die Anstrengungen zeigen bereits erste Früchte: Die Schülerfirma hat bereits größere Kundenaufträge aus der Gastronomie, von Baustellen, Festivals, Unternehmen und Gemeinden erhalten. Ihr Ziel? Zigarettenstummel verschwinden lassen, und das in einem großen Maßstab.

Doch was passiert, wenn Zigarettenstummel unsachgemäß entsorgt werden? Jährlich fallen weltweit schätzungsweise 5,6 Billionen Zigarettenkippen an, von denen 80% nicht richtig entsorgt werden. Giftstoffe wie Arsen, Benzol und Blei gelangen durch Regen ins Grundwasser und schädigen nicht nur Wasserlebewesen, sondern können auch über die Nahrungskette den Menschen erreichen. Ein einziger Zigarettenfilter kann bis zu 40 bis 60 Liter sauberes Grundwasser verunreinigen – das ist eine erschreckende Zahl.

Nachhaltige Lösungen für ein großes Problem

Die Zigarettenfilter, die aus Celluloseacetat bestehen, benötigen Jahrzehnte bis Jahrhunderte, um sich zu zersetzen. Das ist ganz schön lange, denken wir mal an die Umwelt! Und das ist nicht nur ein Problem für die Natur. Weggeworfene Zigarettenstummel können sogar bei Kleinkindern zu Vergiftungssymptomen führen. Laut dem Naturschutzbund sind Zigarettenstummel die größte Quelle für Abfallbelastung in der Umwelt – und die Zahl von 4,5 Billionen jährlich weggeworfenen Stummeln ist alarmierend.

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Für die ordnungsgemäße Entsorgung von Zigarettenstummeln gibt es mittlerweile auch einige Initiativen. Unternehmen wie TerraCycle haben sich auf das Recycling von schwer recycelbaren Materialien spezialisiert, darunter auch Zigarettenstummel. In Deutschland arbeitet TerraCycle beispielsweise mit dem Stuttgarter Flughafen zusammen, wo Zigarettenstummel regelmäßig gesammelt werden. Aus diesen Stummeln werden dann Kunststoff-Pellets hergestellt, die für die Produktion neuer Produkte wie Gießkannen und Parkbänke verwendet werden. RESORTI hat auch umweltschonende Parkbänke aus Sekundärkunststoffen im Angebot.

Die Schüler von „Kippe’s“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, einen Teil dieses Problems zu lösen – und zwar auf eine Weise, die sowohl umweltfreundlich als auch innovativ ist. Wenn die Klipboxen gut ankommen, könnte das nicht nur die Umwelt entlasten, sondern auch ein neues Bewusstsein für die richtige Entsorgung von Zigarettenstummeln schaffen. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich diese Idee weiterentwickeln wird!