Am letzten Juli-Wochenende hat sich eine Gruppe des Alpenvereins Klagenfurt auf gemacht, um den majestätischen Dachstein zu bezwingen. Eine Herausforderung, die nicht nur Kraft, sondern auch Know-how erfordert. Die beiden Tourenleiter, Philipp Troschl und Robert Korb, hatten sich einiges vorgenommen. Mit einem Ziel vor Augen: die Besteigung und Überschreitung des Dachsteins, der mit 2.995 Metern den höchsten Gipfel der Steiermark darstellt.

Das Wetter hätte besser nicht sein können. Strahlender Sonnenschein und milde Temperaturen sorgten für beste Bedingungen – ja, das war wirklich ein Geschenk der Natur! Und wie es sich für eine ernsthafte Bergtour gehört, standen nicht nur das Erklimmen des Gipfels, sondern auch das Lernen und die Sicherheit im Vordergrund. Das Team widmete sich dem Klettersteig und dem sicheren Bewegen im hochalpinen Gelände sowie auf Gletschern. Dabei wurden die Grundlagen des Gehens in der Seilschaft auf dem Gletscher vermittelt, der Umgang mit Steigeisen geübt und wichtige Basiskenntnisse der Spaltenbergung weitergegeben.

Wichtige Sicherheitsaspekte

Sicherheit ist das A und O beim Bergsteigen – das ist nicht nur eine Floskel, sondern ein essenzielles Prinzip. Kenntnisse über die richtigen Entscheidungen und die passende Ausrüstung sind entscheidend, um Risiken zu minimieren. Ein Klettergurt, Helm, dynamisches Seil und andere Ausrüstungsgegenstände gehören zur Grundausstattung. Und nicht zu vergessen: ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS), Sonde und Schaufel, die im Notfall lebenswichtig sein können.

Die mentale Vorbereitung, gepaart mit technischem Können, trägt ebenfalls zur Sicherheit bei. Es ist wichtig, bereits 48 Stunden vor der Tour die Wetterbedingungen zu beobachten – und sich darauf einzustellen. Oft passiert es, dass Einsteiger zu spät die Entscheidung zur Umkehr treffen oder die falsche Ausrüstung dabei haben. Hier ist es klug, die eigenen Grenzen zu kennen und gegebenenfalls einen Bergführer zu engagieren, wenn das Gelände über die eigenen Kenntnisse hinausgeht.

Akklimatisation und Notfallausrüstung

Ebenfalls von Bedeutung ist die Akklimatisation in großen Höhen, die ab 2.500 Metern eine Rolle spielt. Höhenkrankheit kann schnell zur ernsten Bedrohung werden, und deshalb sollte man sich Zeit nehmen – vor allem ab 3.500 Metern. Notfallausrüstung ist ein weiteres wichtiges Thema. Biwaksack, Erste-Hilfe-Set, Notfallpfeife und Offline-Karten sollten immer dabei sein. Erste-Hilfe-Kenntnisse können in kritischen Situationen über Leben und Tod entscheiden, und im Notfall gilt es, klare GPS-Koordinaten sowie die Anzahl der Verletzten an die Rettungskräfte zu übermitteln.

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Die Tour auf den Dachstein war nicht nur eine körperliche Herausforderung, sondern auch eine wertvolle Lektion in Sicherheit und Vorbereitung. Philipp Troschl hat mit seinem Bericht und den Fotos die Erlebnisse festgehalten, die alle Teilnehmer mit nach Hause nehmen werden. Denn das gemeinsame Lernen und die Freude am Bergsteigen sind das, was diese Erlebnisse unvergesslich macht – und auch die nächste Tour auf den Dachstein wird kommen, da sind wir uns sicher!