Heute, am 12. Oktober 2026, wird in Leobendorf ein ganz besonderer Tag gefeiert. Die Feuerwehr hat ein neues Mannschaftstransportfahrzeug für ihre Jugendfeuerwehr angeschafft. Stolz präsentiert, wurde das Fahrzeug im Rahmen eines Festakts feierlich gesegnet. Ein Höhepunkt für alle Beteiligten, denn die Anschaffung hat stolze 90.000 Euro gekostet. Feuerwehrkommandant Christian Ulrich, der an diesem Tag die Ansprache hielt, erinnerte sich an die Anfänge der Jugendfeuerwehr, die in Leobendorf eine der ersten ihrer Art im Bezirk und in ganz Niederösterreich war. „Es war nicht immer einfach“, so Ulrich, „der Start verlief schleppend, unsere Jugendfeuerwehr musste sogar im vergangenen Jahrtausend für drei Jahre ausgesetzt werden.“ Heute jedoch kann er auf eine stabile Mitgliederzahl blicken und freut sich über die Entwicklung.

Die Feuerwehrjugendgruppe, die im Jahr 1972/1973 von den beiden Gründern Franz Milani und Franz Kyncl ins Leben gerufen wurde, besteht aus Jugendlichen aus Leobendorf, Unterrohrbach und Tresdorf. Bei den regelmäßigen Jugendstunden, die jeden Dienstag von 18 bis 20 Uhr stattfinden, können Jugendliche ab zehn Jahren teilnehmen. Rund 20 Mitglieder sind aktiv dabei und verfolgen diverse Ausbildungsziele. Die Aktivitäten sind abwechslungsreich und reichen von Abenteuerwochenenden über Brandübungen bis hin zu Erste Hilfe-Kursen. Besonders spannend sind die jährlichen Veranstaltungen, wie der Wissenstest im Frühjahr oder die Bezirksfeuerwehrjugendleistungsbewerbe im Juni. Ein echter Höhepunkt ist das Landesfeuerwehrjugendlager im Juli, auf das sich alle immer riesig freuen!

Ein wichtiger Baustein für die Zukunft

Ein geeignetes Transportfahrzeug ist für die Jugendlichen unerlässlich. Es ermöglicht nicht nur den Transport zu Wettkämpfen und Ausflügen, sondern auch die Teilnahme an wichtigen Ausbildungsmaßnahmen. Die Feuerwehrjugend ist ein entscheidender Baustein für die Zukunft der Freiwilligen Feuerwehr Leobendorf, denn sie sichert den Nachwuchs. „Wir wollen die Jugendlichen an die Feuerwehr heranführen, sie sollen frühzeitig soziale Kompetenzen erlernen“, erklärt Christian Holzer, einer der aktuellen Jugendbetreuer. Gemeinsam mit Constantin Thoma sorgt er dafür, dass die Jugendlichen nicht nur viel lernen, sondern auch viel Spaß haben.

In ganz Österreich gibt es Bestrebungen, Kinder noch früher für die Feuerwehr zu begeistern. In Niederösterreich wurde die Kinderfeuerwehr eingeführt, die es Kindern im Alter von acht bis zehn Jahren ermöglicht, spielerisch in die Welt der Feuerwehr einzutauchen. Auch im Burgenland und Oberösterreich werden ähnliche Projekte gestartet. Es ist erstaunlich zu sehen, wie sich die Feuerwehrjugend in den letzten Jahren entwickelt hat und wie wichtig die Arbeit mit den Jüngsten geworden ist. Das zeigt, wie sehr die Feuerwehrgemeinschaft auf den Nachwuchs setzt und wie wichtig es ist, die Begeisterung für die Feuerwehr von klein auf zu fördern.

Die Feuerwehr Leobendorf ist nicht nur eine traditionelle Institution, sondern auch ein Ort, wo Gemeinschaft und Teamgeist großgeschrieben werden. Es wird spannend sein zu beobachten, wie sich die Feuerwehrjugend in Zukunft weiterentwickeln wird und welche neuen Herausforderungen auf sie warten. Der heutige Festakt ist jedenfalls ein schöner Schritt in die richtige Richtung.

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