Heute ist der 7.10.2026. Krems an der Donau erlebt derzeit eine ganz besondere Herausforderung: Der Wasserstand der Donau bei Pegel Kienstock liegt nur noch bei 105 Zentimetern. Das ist nicht nur ein bisschen niedrig, das hat massive Auswirkungen auf die Schifffahrt! Vor allem in der Wachau und im Abschnitt östlich von Wien bis Bratislava merkt man die Folgen. Seit Juli 2026 kämpfen wir mit Niedrigwasser, und das hat sich nicht nur auf die Schifffahrt ausgewirkt, sondern auch auf die Natur.

Die Schiffe, die normalerweise geschäftig die Donau befahren, müssen jetzt ganz schön langsam machen. Ausflugsschiffe zwischen Krems und Melk sind von den Einschränkungen besonders betroffen. Wer hätte gedacht, dass ein bisschen weniger Wasser so viel durcheinanderbringen kann? Und das, obwohl wir in einem Land leben, wo Wasser ja eigentlich im Überfluss vorhanden sein sollte!

Natur im Ausnahmezustand

Doch das Niedrigwasser hat nicht nur die Schifffahrt im Griff. In der Wachau ist der Wasserstand sogar auf ein historisches Rekordtief gefallen. Am Samstagnachmittag wurde an der Messstelle Kienstock ein Pegelstand von 110 Zentimetern gemessen. In Aggstein zeigt die Pegellatte nicht mehr einmal ins Wasser! Was für ein Bild, wenn Felsformationen sichtbar werden, die lange Zeit verborgen waren.

Die Auswirkungen auf die Fischbestände sind dramatisch. Viele Fische geraten in echte Gefahr. Der Wellenschlag katapultiert sie ans Ufer – und das endet oft tödlich. Besonders in den flachen Uferbereichen wird es heiß: Die Wassertemperatur erreicht bis zu 30 Grad. Da ist es für kleine Brutfische oft einfach zu viel. Fischer sind bereits aktiv und versuchen, größere Fische aus den betroffenen Bereichen zu retten und sie in tiefere Gewässer zu setzen. Doch die sinkenden Sauerstoffgehalte im warmen Wasser machen es für viele Arten zunehmend schwer, zu überleben.

Hoffnung auf Besserung

Die Prognosen sind alles andere als berauschend. Temperaturen bis zu 40 Grad stehen uns bevor, und das könnte den Wasserstand noch weiter senken. Aber es gibt auch einen Lichtblick: Im Winter soll die Schönbüheler Bucht ausgebaggert werden, um Rückzugsräume für die Fische zu schaffen. Vielleicht gibt es dann wieder eine Chance für die Unterwasserwelt, sich zu erholen.

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Es bleibt spannend, wie sich die Situation entwickeln wird. Die Natur hat ihren eigenen Kopf, und wir können nur hoffen, dass sie sich bald wieder beruhigt. Bis dahin bleibt die Donau ein Ort der Herausforderungen – sowohl für die Menschen als auch für die Tiere, die in und um sie leben.