Am 23. Oktober 2026 war es endlich so weit: Mitglieder des Stiftungsausschusses des Passauer Stadtrats statteten den stiftseigenen Weinbauflächen in Krems, Österreich, einen Besuch ab. Angeführt wurde die Delegation von Bürgermeister Oliver Robl, dem Ausschussvorsitzenden. Mit von der Partie waren auch Ansgar Grochtmann, der neue Stiftungsreferent, Marina Probst, die neue Stiftungsleiterin, und Fritz Mayer, der Pächter der Stiftsschenke. Ein persönliches Treffen, das nicht nur informativ, sondern auch sehr herzlich war!

Der Fokus der Reise lag auf der Bewirtschaftung der Weinberge und der aktuellen Situation im Weinbau. Es wurde viel über die diesjährige Weinernte und die Vermarktung der Produkte gesprochen. Dabei gab es spannende Einblicke in die Herausforderungen, welche die Winzerinnen und Winzer derzeit meistern müssen. Ein besonders interessanter Austausch fand mit Johannes Kitzler, dem Unterpächter der Weinbaufläche in Rohrendorf, statt, der seine Erfahrungen und Herausforderungen im Weinbau teilte.

Tradition und Verantwortung

Die Weinbauflächen gehören zur Bürgerlichen Heiliggeist-Stiftung und sind an die Dr. Salomon Wein GmbH verpachtet, die seit Jahrzehnten für die Pacht und Bewirtschaftung zuständig ist. Die Familie Salomon empfing die Passauer Delegation sehr gastfreundlich und bot einen Einblick in die besagten Weinberge. Während des Besuchs wurde auch die Qualität des Heiliggeist-Stiftsweins, der nach Passau geliefert und in der Heilig-Geist-Stiftschenke verkauft wird, gewürdigt. Dieser Wein hat eine besondere Bedeutung, da die Erlöse aus dem Verkauf direkt dem Seniorenheim der Stiftung zugutekommen und somit soziale Projekte unterstützen.

Ein weiterer Aspekt, der während der Besprechungen zur Sprache kam, war die Notwendigkeit von Förderungen. Österreichs Weinwirtschaft ist ein bedeutender Sektor der Landwirtschaft, der sowohl zur Erzeugung von Wein als auch zur Erhaltung des ökologischen Gleichgewichts beiträgt. Die Bestimmungen für die Sektormaßnahmen im Weinbau sind im GAP-Strategieplan festgelegt, und jährlich stehen etwa 13,2 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln zur Verfügung, die über die Agrarmarkt Austria (AMA) abgewickelt werden.

Ein Blick in die Zukunft

Im Rahmen der Sektorförderung gibt es zahlreiche Programme, die darauf abzielen, die Weinproduktion in Österreich zu unterstützen. Dazu gehören unter anderem Maßnahmen zur Umstellung von Weingärten und Investitionen in die Kellertechnik. Eine wichtige Rolle spielen auch Informationsmaßnahmen zur Aufklärung der Konsumenten über österreichische Herkunftsweine und Absatzförderungen in Drittländern. Diese Unterstützung ist von großer Bedeutung, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Winzerinnen und Winzer zu sichern und gleichzeitig die Tradition des österreichischen Weinbaus zu bewahren.

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In Krems spürte man die Leidenschaft, die alle Beteiligten für den Weinbau aufbringen. Die Gespräche waren geprägt von einem tiefen Verständnis für die Herausforderungen, aber auch von einer positiven Grundhaltung, die Hoffnung auf eine erfolgreiche Ernte und eine blühende Zukunft ausstrahlte. Ein Tag voller Informationen, Austausch und dem unaufhörlichen Streben nach Qualität, der nicht nur den Wein, sondern auch die Gemeinschaft stärkt.