Heute ist der 2.05.2026 und in Klagenfurt gibt es viel zu berichten über die Kunstschätze, die in den Kärntner Gemeinden verborgen sind. Wer hätte gedacht, dass in einem kleinen Bundesland wie Österreich so viele wertvolle Kunstwerke schlummern? In St. Veit beispielsweise verwaltet Museumsleiter Stefan Regenfelder ein beeindruckendes Kunstarchiv mit 800 Kunstwerken. Die Vizebürgermeisterin Silvia Radaelli spricht von einer Sammlung, die Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen und Skulpturen umfasst. Darunter sind Werke von renommierten Künstlern wie Maria Lassnig und Werner Berg. Letzterer könnte mit einem seiner Ölbilder gut und gerne mehrere Hunderttausend Euro erzielen. Und wenn man die Werke von Lassnig betrachtet, scheint es, als würden auch diese ähnliche Summen erzielen. Ein typisches Beispiel ist das Werk „Komposition am Strand“ von 1951.
In den Büroräumen der Stadt hängen besondere Stücke, die nicht nur Räume schmücken, sondern auch Geschichten erzählen. So findet sich dort „Ländliche Rast“ von Werner Berg aus dem Jahr 1948, sowie „Porträt Grete“ von Giselbert Hoke. Bürgermeister Martin Kulmer hat sogar „Die Rote am Fenster“ von Arik Brauer in seinem Büro. Kunst ist also nicht nur für Museen und Galerien, sondern auch für die Verwaltung von St. Veit ein lebendiger Bestandteil des Alltags.
Kunstschätze in Klagenfurt und Villach
Aber das ist noch lange nicht alles! Klagenfurt, die Landeshauptstadt, hat eine noch größere Sammlung. Hier gibt es stolze 3662 Inventarpositionen in der Kulturabteilung, die Gesamtzahl der Kunstwerke wird auf etwa 4000 geschätzt. Die Stadt hat Werke von Werner Berg und Maria Lassnig erworben, und das bereits in den 1950er-Jahren. Besonders erwähnenswert ist die Stadtgalerie Klagenfurt, die eine Sammlung mit 354 Inventarpositionen vorweisen kann, die vor 30 Jahren entstanden ist. Hier sind auch Werke von Valentin Oman zu finden. Zudem integriert Klagenfurt eigene Sammlungen in Retrospektiven und lässt die Kunst lebendig werden.
Villach hat ebenfalls viel zu bieten. Mit über 2800 Kunstwerken, die in den 1940er-Jahren ihren Anfang nahmen, ist die Stadt reich an kulturellem Erbe. Werke von Künstlern wie Hans Bischoffshausen, Kiki Kogelnik und Meina Schellander sind hier vertreten. Die Kunstszene in Villach ist lebendig und vielfältig, und es gibt immer wieder neue Ausstellungen zu entdecken.
Regionale Schätze aus Feldkirchen
In Feldkirchen hingegen wird die Kunst etwas regionaler betrachtet. Hier konzentriert man sich auf die heimischen Künstler und hat Werke von Erich Hutter und Josef Schneider-Arco in der Sammlung. Eine geplante Ausstellung über diese Künstler wird für Juli und August im Stadtmuseum erwartet. Das zeigt, dass auch in den kleineren Städten Kärntens wertvolle Kunstwerke zu finden sind, die die lokale Kultur widerspiegeln.
Wenn man also durch Kärnten reist, sollte man unbedingt einen Blick auf die Kunstszene werfen. Die Vielfalt und der Reichtum an Kunstwerken sind beeindruckend und spiegeln die Geschichte und Kultur des Landes wider. Es ist faszinierend zu sehen, wie die Gemeinden ihre Kunstschätze bewahren und gleichzeitig neue Talente fördern. Das macht Kärnten zu einem unverzichtbaren Ort für Kunstliebhaber und Interessierte. Und wenn man bedenkt, dass viele dieser Werke in den 1950er-Jahren erworben wurden, ist das auch ein Hinweis darauf, wie lange schon das Augenmerk auf Kunst und Kultur gelegt wird.