Am 17. April 2026 fand im Brunnensaal des Stifts Göttweig eine außergewöhnliche Veranstaltung statt: die Lange Lesenacht. Mit einem voll besetzten Saal und bereits ausverkauften Karten war das Interesse an diesem literarischen Event überwältigend. Teilnehmer waren vier renommierte Literaten und ein musikalisches Duo, bestehend aus Molden und Wirth, die den Abend mit ihren Klängen bereicherten. Diese gelungene Auftaktveranstaltung markiert den Beginn eines etablierten Literaturfestivals, das die Region mit faszinierenden Erzählungen und Musik verzaubert.

Die erste Lesung wurde von Milena Michiko Flasar, einer talentierten Autorin aus Sankt Pölten mit japanischen Wurzeln, gehalten. Sie las aus ihrem Buch über ein Paar, das über ihre Trennung spricht, und thematisierte dabei die Kommunikation und die Akzeptanz von Fehlern des Partners. Es war eine berührende Eröffnung, die das Publikum in ihren Bann zog.

Ein abwechslungsreiches Programm

Die zweite Lesung übernahm Birgit Birnbacher aus Salzburg, die aus einem Roman vorlas, der die Beziehung zwischen Mutter und Sohn beleuchtet. Hierbei wurden ernste Themen der Erziehung auf humorvolle Weise behandelt, was für viele Lacher im Publikum sorgte. Nach dem ersten Lesedurchgang präsentierten neun Winzer aus Niederösterreich ihre Weine im Sommerrefektorium, wobei erfreulicherweise die Mehrheit der Winzerinnen weiblich war.

David Szalay, ein kanadischer Autor, der in Wien lebt, folgte als dritter Leser. Unter der Moderation von Stefan Gmünder und mit Unterstützung einer Dolmetscherin las Szalay aus seinem Werk „Was nicht gesagt werden kann“. Er hat bereits sechs Romane veröffentlicht, von denen drei in deutscher Sprache erschienen sind. Die letzte Lesung des Abends kam von Heinrich Steinfest, einem österreichischen Krimi-Autor, der jedoch kritische Anmerkungen zur Qualität seiner Lesung im Vergleich zu den vorherigen machte.

Musikalischer Ausklang

Den krönenden Abschluss bildete das musikalische Duo Molden und Hannes Wirth, das Lieder aus dem Quartett Molden, Resetarits, Soyka und Wirth spielte. Molden bemerkte, dass der Auftritt nicht aufwendig war, aber dennoch einen gelungenen Rahmen für die literarischen Beiträge bot.

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Für Milena Michiko Flasar war die Lesenacht nicht nur ein Höhepunkt, sondern auch Teil ihrer umfangreichen Lesetour. Am 14. Januar 2026 beispielsweise trat sie in der Hauptbücherei Wien mit der Veranstaltung „Sterben lernen auf Japanisch“ auf und wird bald auch in Städten wie Traun, Wien, Lüneburg und Innsbruck zu sehen sein. Ihre Lesungen sind ein fester Bestandteil des literarischen Lebens in Österreich und darüber hinaus.

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Lange Lesenacht im Stift Göttweig nicht nur ein Fest der Literatur war, sondern auch ein Zeichen für das kulturelle Engagement der Region. Solche Veranstaltungen sind wichtig, um den Austausch zwischen Autoren und Publikum zu fördern und das Bewusstsein für Literatur in der Gemeinschaft zu stärken. Die Verbindung von Text und Musik schafft eine einzigartige Atmosphäre, die lange in Erinnerung bleiben wird.

Für weitere Informationen zu diesem Event und zukünftigen Veranstaltungen werfen Sie einen Blick auf die vollständige Berichterstattung auf meinbezirk.at.