Heute ist der 11.10.2026 und wir haben spannende Neuigkeiten aus der Südsteiermark. Holcim, das international agierende Unternehmen mit dem Zementwerk in Retznei, hat beschlossen, große Flächen in dieser malerischen Region zu verkaufen. Darunter befinden sich Äcker, Wiesen und Wälder, die zuletzt rund um das Zementwerk genutzt wurden. Der Verkauf erfolgt in einem strukturierten Bieterverfahren und umfasst vier Pakete, die Grundstücke von etwa 421 Quadratmetern in Aflenz bis über 10.000 Quadratmetern in Unterlupitscheni beinhalten. Ein klarer Schritt, der für viele Fragen sorgt.

Besonders interessant ist, dass Holcim betont, dieser Schritt nicht aus einem wirtschaftlichen Engpass resultiert. Das Zementwerk ist gut ausgelastet und benötigt die Grundstücke nicht mehr für den Betrieb, da die notwendigen Ausgleichsflächen nun direkt im Steinbruch-Gelände angelegt werden. Man könnte fast sagen, die Entscheidung war gut durchdacht und brauchte rund zwei Jahre, um die verstreuten Flächen zu erfassen und die entbehrlichen zu bestimmen. Da stellt sich die Frage: Was geschieht mit all diesen Flächen?

Ein Blick auf die Verkaufsflächen

Die meisten der landwirtschaftlich genutzten Flächen sind gegenwärtig verpachtet, was auch für potenzielle Käufer von Interesse sein könnte. Paket B umfasst etwa 35.000 Quadratmeter, während Paket D rund 48.000 Quadratmeter zur Verfügung stellt. Bis zur Angebotsfrist am 8. Oktober gab es bereits etwa 70 Anfragen für die Grundstücke. Das klingt nach einer echten Chance für Investoren oder vielleicht auch für Landwirte, die ihre Flächen erweitern möchten.

Florian Mauthner, ein Ziviltechniker für Forstwirtschaft, wurde mit der Aufbereitung der Verkaufsflächen beauftragt. Es bleibt spannend, wie die Flächen letztlich genutzt werden. Holcim plant zudem, weitere Grundstücksverkäufe in Zukunft durchzuführen. Das lässt Raum für Spekulationen und Hoffnungen, wie die Region sich entwickeln könnte.

Das Zementwerk Retznei im Fokus

Das Zementwerk in Retznei, welches 1908 gegründet wurde, ist nicht nur ein wichtiger Standort in der südsteirischen Tourismusregion, sondern auch ein Vorreiter in der Kreislaufwirtschaft. Mit Joint Ventures wie ThermoTeam zur Aufbereitung von Ersatzbrennstoffen hat sich das Werk als internationales Best Practice der Circular Economy etabliert. Es wird zu 100 % mit Ersatzbrennstoffen aus nicht mehr recycelbaren Kunststoff- und Haushaltsabfällen betrieben. Das ist ein echter Schritt in die richtige Richtung!

Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Ein weiteres bemerkenswertes Detail ist die geplante Erweiterung der Photovoltaikanlage, die bis 2026 von 1 MWp auf 6 MWp anwachsen soll. Das Zementwerk speist zudem bis zu 3 MW Abwärme in das Fernwärmenetz der umliegenden Gemeinden ein. So wird nicht nur produziert, sondern auch Verantwortung für die Umwelt übernommen.

Flächenkreislaufwirtschaft als Zukunftsstrategie

Im Kontext dieser Entwicklungen ist auch die Flächenkreislaufwirtschaft von Bedeutung. Es handelt sich um einen strategischen Ansatz zur Wiederverwendung von Brachflächen und zur Reduzierung des Flächenverbrauchs – ein Thema, das angesichts der aktuellen Herausforderungen im Klimaschutz und der Energieeffizienz immer mehr in den Fokus rückt. Die Idee dahinter? Wertschöpfung aus unterwertig genutzten Flächenpotenzialen wie Brachflächen oder Baulücken. Hier könnte Holcim mit seinen Verkaufsflächen eine Schlüsselrolle spielen.

Der Transfer von Erfahrungen und die Erprobung in verschiedenen europäischen Staaten, darunter auch Österreich, zeigen, dass man sich zunehmend mit der Thematik der Flächennutzung auseinandersetzt. Es bleibt abzuwarten, welche kreativen Lösungen sich in der Region entwickeln. Der Verkauf der Holcim-Flächen könnte der Beginn von etwas Großem sein.