Die Steiermark-Ausgabe von „Nur Gutes aus der Steiermark“ bündelt jene Nachrichten und Ereignisse, die in dieser Woche für Glücksmomente sorgten. Von neuen Arbeitsplätzen über engagierte Jugendliche bis zu Musik, Sport und Nachbarschaftshilfe reicht die Palette. Gerade in Leibnitz gibt es einiges zu berichten.

Auch beim Glasfaserausbau geht es voran: Die Steirische Breitband- und Digitalinfrastrukturgesellschaft (sbidi) hat seit ihrer Gründung 2019 knapp 1.740 Trassenkilometer errichtet. Dazu kommen eine Millioneninvestition für rund 21.000 Haushalte und die Nachricht, dass mehr Menschen eine Pendlerbeihilfe beantragen können.

Gute Nachrichten aus den Bezirken

Im Raum Bruck an der Mur nimmt ein junger Pernegger an einem Harmonika-Wettbewerb teil. Für das Gesundheitszentrum Mariazell zeichnet sich eine Lösung ab. In Graz wurde Franz-Josef Lässer Bahnweltmeister im Paracycling.

Im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld wuchs aus einer spontanen Idee ein großer Radverein. In den Bezirken Deutschlandsberg und Leibnitz war eine Jungbaumaktion erfolgreich. Und im Bezirk Leibnitz entstehen mehrere hundert neue Arbeitsplätze und Chancen – eine Entwicklung, die im Alltag bald an vielen Stellen spürbar sein könnte.

Leoben meldet gleich zwei erfreuliche Geschichten: Der Technologiekonzern AT&S verzeichnete im Geschäftsjahr 2026 einen Rekordumsatz, zugleich engagieren sich junge Menschen über das übliche Maß hinaus. In Murau brachten Bäuerinnen Kindern die Landwirtschaft näher.

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Im Murtal stellte die Band Lost Mareinos ihr neues Album im Kulturhaus vor. In der Südoststeiermark ehrten Mitarbeiter das Saubermacher-Gründerpaar mit einem Rotahornplatz. Außerdem gewann ein Borg-Schüler mit Unterstützung von ChatGPT einen Marathon.

Voitsberg steuerte Hilfsbereitschaft und einen Neubeginn bei: In Köflach wurde der soziale Einkaufswagen tatkräftig unterstützt, außerdem fand der Spatenstich für eine sozialpädagogische Wohngruppe statt.

Glasfaser bis ins Haus

sbidi bietet Haushalten in Gemeinden FTTH-Glasfaseranschlüsse bis ins Haus an. Das Unternehmen bezeichnet Glasfaser als wichtige Infrastruktur für Arbeit, Ausbildung, Unterhaltung und künftige Anwendungen. FTTH soll hohe Datenraten und langfristige Kapazitäten bereitstellen – etwa für effiziente Heizungen, Photovoltaikanlagen, Elektrofahrzeuge und Smart-Home-Systeme.

Das sbidi-Netz ist offen und netzneutral. Alle verfügbaren Internetanbieter können es zu gleichen Konditionen nutzen; Kundinnen und Kunden wählen ihren Anbieter und Tarif selbst. Die verfügbaren Angebote sind unter www.breitband-steiermark.at/Anbieter angeführt. Laut den FAQ bietet derzeit keine andere Breitbandtechnologie eine schnellere und zuverlässigere Datenübertragung als Glasfaser. Mehrere Anbieter sollen auf dem offenen Netz außerdem Wettbewerb und unterschiedliche Preis-Leistungs-Angebote ermöglichen.

In Ausbaugebieten kostet der Anschluss ab einmalig 300 Euro inklusive Umsatzsteuer und Aktivierung. Der Aktivierungsbonus gilt, wenn der Anschluss spätestens drei Monate nach seiner Herstellung bei einem verfügbaren Anbieter aktiviert und mindestens 24 Monate genutzt wird. Laut sbidi steigt der Preis für einzelne Anschlüsse mit jeder weiteren Bauphase.

sbidi ist eine 100-prozentige Tochter des Landes Steiermark und unterstützt Gemeinden bei Planung, Koordination, Mitverlegungen und dem Aufbau von Glasfasernetzen. Das Unternehmen nennt mehr als 150 beratene Gemeinden, über 40 Ausbauprojekte und mehr als 1.375 Kilometer verlegte Glasfasertrasse. In den bereitgestellten Kennzahlen zu hergestellten Anschlüssen, Ausbaugebieten, Gebieten im Vollbetrieb und gebauter Trassenlänge steht allerdings jeweils „0“.

Fragen beantwortet sbidi unter service@sbidi.eu oder unter +43 316 231577. Telefonisch ist das Unternehmen Montag bis Freitag von 9 bis 13 Uhr erreichbar.

Breitband als Zukunftsprojekt

Der Glasfaserausbau in der Steiermark steht im größeren Rahmen von Breitband Austria 2030. Das Programm fördert eine flächendeckende Gigabit-Versorgung mit leistungsfähiger und leistbarer Infrastruktur. Ziel der Breitbandstrategie 2030 ist eine österreichweite Versorgung mit symmetrischen, gigabitfähigen Zugangsnetzen bis 2030.

Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen sollen unabhängig vom Standort gleichberechtigten Zugang zu digitalen Möglichkeiten erhalten. Als Grundlage für eine nachhaltige und sichere Infrastruktur nennt das Programm den flächendeckenden Glasfaserausbau und den flächendeckenden Ausbau von 5G. Gigabit-Anwendungen sollen neue Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle ermöglichen, besonders in der Landwirtschaft, im Tourismus und im Gesundheitswesen.

Als Geldgeber wird unter anderem die Europäische Union mit dem Wiederaufbauinstrument NGEU – Next Generation EU – genannt, das mit 750 Milliarden Euro ausgestattet ist. Die Website verweist außerdem auf den Ausschreibungsplan für Breitband Austria 2030 und auf die Breitbandstrategie 2030 des damaligen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT).

Geöffnet ist das Förderprogramm „Breitband Austria 2030: Connect – 2. Ausschreibung“. Es unterstützt gigabitfähige Zugänge für Gemeinden, KMU, Ein-Personen-Unternehmen, öffentliche Einrichtungen sowie land- und forstwirtschaftliche, Fischerei- und Aquakulturbetriebe. Als De-minimis-Beihilfe soll es die Verfügbarkeit symmetrischer Gigabit-Anschlüsse in Gebieten mit besonderen sozioökonomischen Schwerpunkten erhöhen. Der Einreichzeitraum läuft vom 26. Juni 2024 bis 31. Dezember 2027, die maximale Förderung pro Projekt beträgt 45.000 Euro.

Die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) ist die nationale Förderinstitution für unternehmensnahe Forschung und Entwicklung in Österreich. In Leibnitz treffen solche großen Infrastrukturfragen derzeit auf ganz konkrete Nachrichten: neue Arbeitsplätze, junge Bäume, helfende Hände – und eine Woche, in der es tatsächlich öfter einmal gute Gründe zum Freuen gab.