In Leoben ist ein heißes Thema auf dem Tisch: Die aktuelle Diskussion um die Systemnutzungsentgelte-Verordnung, die von Burgenland Energie als eine Gefahr für den Ausbau von Speichern im Energiebereich angesehen wird. Der CEO, Stephan Sharma, hat bereits lautstark kritisiert, dass die Abregelung von heimischem Strom und die teuren Importe aus dem Ausland nicht nur ineffizient, sondern auch wirtschaftlich fragwürdig sind. In Österreich werden derzeit rund 15 Prozent der Erzeugung aus Wind und Photovoltaik abgeregelt, während gleichzeitig Strom importiert wird. Das ist nicht nur ein wirtschaftliches Problem, sondern auch ein Zeichen dafür, dass wir hier in der Energiepolitik etwas grundlegend ändern müssen.

Die geplanten Änderungen in der Systemnutzungsentgelte-Verordnung (SNE-V) könnten, so die Sorge von Burgenland Energie, dazu führen, dass die Netzkosten die Umsatzerlöse der Speicher nahezu auf 100 Prozent drücken. Sharma fordert eine Überarbeitung des Entwurfs, um den wirtschaftlichen Betrieb von Speichern zu gewährleisten. Eine flexible Entnahme von Speichern auf den Netzebenen 3 und 5 ohne Einschränkungen könnte hier Abhilfe schaffen.

Die aktuelle Lage und die Perspektiven

Mit dem Ziel, eines der größten Batteriespeicherprogramme des Landes – rund 700 MWh bis 2027 – umzusetzen, sieht Sharma die Notwendigkeit, die Nutzung vorhandener Netzkapazitäten zu verbessern. Statt einer 75-prozentigen Reduktion mit einer Einschränkung über 20 Jahre, sollte der Leistungspreis für 15 Jahre um 95 Prozent ohne zeitliche Einschränkung gesenkt werden. Das klingt nach einer echten Lösung! Wenn die Speicher richtig gestaltet sind, wäre sogar kein zusätzlicher Netzausbau nötig, was ja für viele ein großes Thema ist.

Der Entwurf zur Systemnutzungsentgelte-Verordnung, die bis 2026 ausgearbeitet werden soll, hat bereits die erste Begutachtungsfrist am 14. November 2025 hinter sich. Doch die Zeit läuft: Stellungnahmen zu den aktuellen Entwürfen können bis zum 7. November 2024 an E-Control gesendet werden. Das ist wichtig, denn die Meinungen aus der Branche könnten entscheidend sein für die zukünftige Gestaltung des Energiemarktes.

Erneuerbare Energien als Schlüssel

Und während wir hier über die Herausforderungen sprechen, zeigt eine aktuelle Studie, dass erneuerbare Energien eine preisdämpfende Wirkung auf den Strommarkt haben. Eine zusätzliche Terawattstunde Strom aus Wind, Solar oder Wasser könnte den österreichischen Großhandelsstrompreis bis 2025 um rund 2,1 Euro pro Megawattstunde senken. Das klingt nicht nur gut, sondern könnte auch eine Entlastung von etwa 150 Millionen Euro pro Jahr auf Großhandelsebene bringen! Erneuerbare Energien haben geringe laufende Erzeugungskosten und verdrängen teurere Kraftwerke, was die Marktpreise weiter senkt.

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Aber das ist nicht alles. Die Studie warnt auch davor, dass ein europaweiter Ausbaustopp von Windkraft, Photovoltaik und Wasserkraft bis 2030 katastrophale Folgen hätte. Ein Rückschritt in der Energiewende könnte die Abhängigkeit von fossilen Energieimporten erhöhen – und das will wirklich niemand. Die Kombination aus innovativen Speicherlösungen und dem Ausbau erneuerbarer Energien könnte der Schlüssel sein, um diese Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.