Heute ist der 3.10.2026 und wir werfen einen Blick auf die aktuellen Herausforderungen, die die Pustertalbahn in Ost- und Südtirol durchlebt. Ein Leserbrief von Andreas Burger bringt es auf den Punkt: Die Erfahrungen mit der Bahnlinie 400 sind katastrophal. Burger, ein regelmäßiger Bahnfahrer, schildert seine jüngsten Erlebnisse, die am 28.09. um 11.16 Uhr von Meran in Richtung Franzensfeste begannen.

Bereits die Abfahrt aus Bozen war von Problemen geprägt. Zu viele Fahrräder sorgten für eine verspätete Abfahrt und drohten, den Anschluss in Franzensfeste zu gefährden. Mit einem mulmigen Gefühl im Bauch wartete Burger auf den Zug nach Lienz, der um 12.51 Uhr fahren sollte. Doch wie das Schicksal es wollte, fiel dieser aufgrund einer Weichenstörung bei Olang aus. Ein klassisches Beispiel für die Unzuverlässigkeit, die viele Fahrgäste täglich erleben.

Warten ohne Information

Eine Stunde lang wartete Burger in Brixen, ohne hilfreiche Informationen von „Südtirolmobil“ oder dem Fahrkartenschalter zu erhalten. Frustration machte sich breit, nicht nur bei ihm, sondern auch bei anderen Fahrgästen, die ebenso auf eine klare Kommunikation warteten. Der nächste Zug nach Franzensfeste, der schließlich um 13.44 Uhr eintraf, war auch noch verspätet. Und dann der Stress: Die Eile, um den Anschluss nach Lienz um 13.51 Uhr zu erreichen, wurde durch fehlende transparente Kommunikation und unzuverlässige Monitore noch verstärkt.

Die Zugbegleiter selbst berichteten von ihrer eigenen Frustration über die häufigen Störungen. Burger beschreibt, dass die Infrastruktur zwischen Bruneck und Lienz veraltet ist. Und es gibt neue Probleme zwischen Franzensfeste und Bruneck. Ein echtes Ärgernis! Planmäßig hätte er um 15.10 Uhr in Innichen ankommen sollen, doch nach einer weiteren 20-minütigen Wartezeit – die von RFI mit dem Hinweis auf Kreuzungsmöglichkeiten entschuldigt wurde – ging es schließlich weiter. Doch auch hier war das Glück nicht auf seiner Seite: Oberleitungsstörungen zwischen Sillian und Abfaltersbach sorgten für weitere Verzögerungen.

Schienenersatzverkehr und Zugausfälle

Die Push-Meldungen von der Südtirolmobil-App, die über weitere Zugstörungen informierten, konnten die Unruhe nicht mildern. Schienenersatzverkehr? Kaum vorhanden! Oft stehen die Fahrgäste lange und warten vergeblich auf eine Lösung. Alle Bahnlinien in Südtirol scheinen betroffen zu sein, was die Situation nicht gerade besser macht. Am Ende kam Burger um 20.38 Uhr in Graz Hbf an, statt wie geplant um 18.38 Uhr. Das ist eine Verspätung, die so mancher Pendler nicht einfach hinnehmen kann.

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Obendrein stellte Burger fest, dass er am 26.09. bereits ähnliche Probleme hatte, als er in Franzensfeste seinen Anschluss verpasste. Seine Forderung nach Lösungen ist klar: Ein besserer Lohn für das Personal und ein schnellerer Ausbau der Bahnverbindungen sind dringend nötig. Es ist höchste Zeit, dass die Verantwortlichen handeln und die Pustertalbahn wieder auf die Spur bringen.