Heute ist der 26.09.2026. In Lienz hat sich in den letzten Wochen einiges getan, und die Stadt scheint voller Energie und Austausch zu sein. Ein Highlight war die kürzlich stattgefundene Gemeinderatssitzung am 14. September, in der Bürgermeisterin Elisabeth Blanik und die anwesenden Delegationsmitglieder auf Fragen zur bevorstehenden Reise in die USA angesprochen wurden. Gemeinderätin Ursula Strobl (Team Lienz) wollte wissen, welche Details zur Reise bekannt wären. Doch die Antwort blieb aus, was einige als übergriffig empfanden. Weder Pressesprecher Bernd Lenzer noch Jasmina Steiner, die Leiterin des Stadtmarketings, konnten oder wollten dazu Stellung nehmen.

Die Reise hat im Vorfeld bereits für viel Gesprächsstoff gesorgt, insbesondere weil die Delegation auch Jackson Hole besucht, eine Stadt, die seit 43 Jahren eine Partnerschaft mit Lienz pflegt. Dieser Austausch ist nicht nur von politischem, sondern auch von kulturellem Interesse geprägt. So wurde über Ideen, Lösungen und die kulturellen Besonderheiten beider Städte diskutiert. Die Lienzer Delegation besuchte unter anderem die Million Dollar Cowboy Bar, wo ein österreichischer Besucher beim Swingtanz die Stimmung auflockerte. Bürgermeisterin Blanik zeigte sich besonders interessiert daran, Line Dance auch in Lienz einzuführen.

Besuch in Jackson Hole

Der Aufenthalt in Jackson beinhaltete ein abwechslungsreiches Programm, das Besichtigungen im Grand-Teton-Nationalpark umfasste. Die Delegation hatte bereits in den Jahren 2009 und 2018 Jackson besucht und bemerkte, wie sich die Stadt in den letzten Jahren verändert hat. Außerdem kam die Diskussion über Hundeverbote in Parks auf, ein Thema, das viele Lienzer bewegt. Ein geselliges Treffen im Jackson Hole History Museum bot der Delegation die Gelegenheit, lokale Politiker kennenzulernen. Josef „Pepi“ Stiegler, der als Olympiasieger in Lienz geboren wurde, wurde als wichtiger Verbindungsträger zwischen den beiden Städten gewürdigt.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch in Washington, wo die Delegation den vorgezogenen „Austrian National Day“ in der österreichischen Botschaft feierte. Diese Feierlichkeit beinhaltete eine Ausstellung über den Einfluss der Österreicher auf die amerikanische Skikultur. Die Botschaft bedankte sich ausdrücklich bei Sponsoren wie Red Bull und anderen heimischen Firmen für ihre Unterstützung. Es ist beeindruckend, wie solche internationalen Beziehungen nicht nur die Städte, sondern auch die Menschen miteinander verbinden.

Freundschaftsbesuch aus den USA

<pAm 11. Juni fand im Grand Hotel in Lienz ein feierlicher Empfang für eine 13-köpfige Delegation aus Jackson Hole statt, angeführt von Mayor Mark Barron. Die Lienzer Kinder-Volkstanzgruppe trat zu Ehren der amerikanischen Gäste auf, und die Begeisterung war groß. Bürgermeisterin Blanik überreichte ein Geschenk an Mayor Barron, was die herzliche Atmosphäre des Austauschs unterstrich. Gemeinsam mit Vize-Bürgermeister Meinhard Pargger, GR Hannes Schwarzer, Organisator Emil Erhart und Native Speaker Jack Reynolds wurde auf die Freundschaft zwischen den Städten angestoßen.

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Die Begeisterung der amerikanischen Gäste für die Sehenswürdigkeiten Osttirols war spürbar. Solche Besuche sind nicht nur eine Möglichkeit, die Kultur zu teilen, sondern auch, voneinander zu lernen und neue Ideen zu entwickeln. In einer Zeit, in der Themen wie Klimawandel, leistbarer Wohnraum und Stadtwachstum immer dringlicher werden, sind solche internationalen Partnerschaften unerlässlich. Sie fördern nicht nur den Austausch, sondern auch das Verständnis für die Herausforderungen, vor denen Städte weltweit stehen.

In diesem Kontext haben Initiativen wie die Transformative Urban Mobility Initiative (TUMI), die seit 2016 existiert, das Ziel, Städte klimafreundlich und lebenswert zu gestalten. TUMI hat bereits über zwei Milliarden Euro in nachhaltige Mobilität investiert und unterstützt Projekte weltweit. Wenn Lienz und Jackson Hole voneinander lernen können, ist das ein Schritt in die richtige Richtung. Der Austausch zwischen den Städten könnte somit nicht nur lokale, sondern auch globale Auswirkungen haben.