Am 1. Oktober 2026 fand im schönen Zisterzienserstift Lilienfeld ein bedeutender Wechsel an der Spitze des AMS Lilienfeld statt. Nach 35 Jahren im Dienst des AMS Niederösterreich trat Margareta Selch in den wohlverdienten Ruhestand. Die letzten zwölf Jahre leitete sie die Geschäftsstelle in Lilienfeld und hinterlässt ein großes Erbe. Ihr Nachfolger, Peter Gaugutz, wurde offiziell vorgestellt und übernimmt nun die Leitung der Geschäftsstelle.

Selch hat eine beeindruckende Karriere hinter sich. 1991 begann sie beim damaligen Landesarbeitsamt, war 23 Jahre lang im AMS Mödling tätig und übernahm verschiedene wichtige Positionen. Ihre Schwerpunkte lagen stets auf der Unternehmensnähe, der Qualifizierung und der Integration von Menschen mit erschwerten Chancen. Im Jahr 2014 kehrte sie in ihren Heimatbezirk zurück und übernahm die Verantwortung für das AMS Lilienfeld. Gaugutz, der seit 2008 im AMS Lilienfeld arbeitet, zuletzt als stellvertretender Abteilungsleiter im Jobservice, kennt die Herausforderungen des regionalen Arbeitsmarktes gut.

Ein neuer Anfang

Bei der Übergabe der Amtsgeschäfte waren zahlreiche Ehrengäste anwesend, darunter die AMS-NÖ-Chefin Sandra Kern und Bundesrat Christian Fischer. Gaugutz hat sich bereits klare Ziele gesteckt: Bewährtes fortführen und neue Möglichkeiten nutzen, um die Situation am Arbeitsmarkt zu verbessern. Besonders in Zeiten steigender Arbeitslosigkeit, die im September 2026 mit 6,6 Prozent eine besorgniserregende Zahl erreicht hat, ist das eine Herausforderung. Ende September waren 708 Personen beim AMS Lilienfeld arbeitslos gemeldet, was einen Anstieg von 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Ein besorgniserregender Trend zeigt sich besonders bei den Frauen, deren Arbeitslosigkeit um 15,9 Prozent gestiegen ist. Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist alarmierend: Diese lag um 36,4 Prozent über dem Vorjahreswert. Doch es gibt auch positive Nachrichten: Der Lehrstellenmarkt präsentiert sich erfreulich. Auf 23 Lehrstellensuchende kommen 31 offene Lehrstellen. Seit Jahresbeginn konnten 50 junge Menschen aus dem Bezirk eine Lehrstelle oder einen Job finden, was einem Anstieg von 6,4 Prozent entspricht.

Ein Blick auf die Zahlen

Die aktuellen Entwicklungen am Arbeitsmarkt sind auch auf einer breiteren Ebene zu beobachten. Die Webseite der Bundesagentur für Arbeit bietet umfassende Informationen zur Arbeitsmarktstatistik und -forschung. Hier gibt es alles von interaktiven Statistiken bis hin zu monatlichen Newslettern, die über neue Angebote und Entwicklungen informieren. Solche Informationen sind nicht nur für die Verantwortlichen im AMS von Bedeutung, sondern auch für die breite Öffentlichkeit, die ein Verständnis für die Dynamiken des Arbeitsmarkts entwickeln möchte.

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Die Herausforderung für Peter Gaugutz wird es sein, die positiven Aspekte, wie die gute Lage auf dem Lehrstellenmarkt, mit den besorgniserregenden Zahlen zur Arbeitslosigkeit in Einklang zu bringen. Ein spannendes Kapitel beginnt für das AMS Lilienfeld, und wir sind gespannt, wie Gaugutz die Geschicke der Geschäftsstelle lenken wird.