Heute ist der 23.09.2026 und die Diözese Linz hat ihre aktuelle Kirchenstatistik veröffentlicht. Trotz der ständigen Sparmaßnahmen ist die Diözese entschlossen, in wichtigen Bereichen für die Gesellschaft zu investieren. Michael Münzner, Leiter des Bereichs Verkündigung und Kommunikation, hat sich zur Veröffentlichung des Finanzberichts und der Leistungsbilanz für 2025 geäußert und dabei betont, wie wichtig Hoffnung, Solidarität und der gesellschaftliche Zusammenhalt sind. Es ist schon eine bemerkenswerte Sache, wenn man bedenkt, dass die Gesellschaft gerade in so turbulenten Zeiten einen Ort der Stabilität und Unterstützung braucht.

Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache: In Oberösterreich gibt es 2025 insgesamt 855.045 Katholiken, ein Rückgang im Vergleich zu 2024 mit 868.650. Auf der anderen Seite sind die Kirchenaustritte leicht gesunken, mit 12.676 Austritten im Vergleich zu 12.713 im Vorjahr. Auch die Rückkehr zur Kirche zeigt positive Ansätze – 898 Personen traten neu ein oder kehrten zurück, was im Vergleich zu 1.030 im Jahr 2024 ein kleiner Rückgang ist. Und auch die 93 Widerrufe von Austrittserklärungen sind ein Lichtblick, wenn man bedenkt, dass 2024 noch 94 waren.

Einnahmen und Ausgaben der Diözese

Finanziell betrachtet, hatte die Diözese Linz 2025 Einnahmen von 151,1 Millionen Euro, was einen Anstieg im Vergleich zu 146,1 Millionen Euro im Jahr 2024 darstellt. Ein Großteil dieser Einnahmen, nämlich 111,2 Millionen Euro, stammt aus Kirchenbeiträgen. Diese Beiträge sind die Hauptfinanzierungsquelle für die Kirche in Österreich, die 552,2 Millionen Euro im Jahr 2025 einbrachte. Das zeigt, wie wichtig die Unterstützung der Gläubigen ist, um die vielfältigen Angebote aufrechtzuerhalten.

Die Ausgaben der Diözese waren auch nicht ohne: 474,8 Millionen Euro flossen in Personalkosten und 492,6 Millionen Euro in die Seelsorge und die Pfarren. Dass die Diözese weiterhin auf Seelsorge, Bildung und die Begleitung in Lebensphasen setzt, zeigt sich auch an den 7.441 Taufen, 8.713 kirchlichen Begräbnissen und 1.447 kirchlichen Trauungen, die im Jahr 2025 stattfanden. Zudem wurden 7.822 Firmungen gefeiert – auch das ist eine Zahl, die für sich spricht.

Bildungsprojekte und Engagement in der Gesellschaft

Ein Highlight sind die neuen Bildungsprojekte, die die Diözese ins Leben gerufen hat. Die Generalsanierung des Bildungshauses Schloss Puchberg in Wels und der kommende „Campus 7“ auf dem Linzer Freinberg, der ab 2030 sieben Bildungs- und Forschungseinrichtungen an einem Standort vereinen soll, sind nur einige Beispiele für die Bemühungen, Bildung zu fördern. Über 20.000 Kinder werden in 381 kirchlichen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen betreut, und etwa 13.000 Schülerinnen und Schüler besuchen 47 katholische Privatschulen in Oberösterreich. Das ist eine stolze Zahl, die zeigt, wie wichtig Bildung in der kirchlichen Gemeinschaft ist.

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Zusätzlich wurden 4.700 Veranstaltungen des Katholischen Bildungswerks durchgeführt, die insgesamt 103.000 Menschen in Oberösterreich erreichten. Das Engagement der hauptamtlichen Laien, von denen 376 in der Seelsorge tätig sind, ist ebenfalls erwähnenswert. Die Diözese Linz verbindet Seelsorge und Bildung, was für viele Menschen einen wertvollen Halt in ihrem Leben darstellt.

Ein Blick auf die österreichischen Zahlen

<pWenn wir einen Blick auf die österreichischen Gesamtdaten werfen, wird deutlich, dass die katholische Kirche vor Herausforderungen steht, aber auch Fortschritte macht. Im Jahr 2025 zählt Österreich insgesamt 4.488.101 Katholiken, ein Rückgang im Vergleich zu 4.557.471 im Jahr 2024. Während die Zahl der Kirchenaustritte 66.930 beträgt, war diese 2024 noch bei 71.531. Auch hier zeigt sich ein positiver Trend. Die Anzahl der Neuaufnahmen in die Kirche stieg auf 5.449, und die Zahl der Erwachsenentaufen erreichte 359 – ein Anstieg gegenüber 255 im Vorjahr.

Das Engagement der Gläubigen bleibt stabil, was durch die Zunahme der Gottesdienstbesucher und das steigende Engagement ehrenamtlicher Laien unterstrichen wird. Die Kirche hat noch viel zu bieten, und der Weg in die Zukunft ist gespickt mit Chancen und Herausforderungen zugleich. Für viele Menschen bleibt die Kirche ein wichtiger Anker und ein Ort der Begegnung – und das ist in unserer heutigen Zeit wichtiger denn je.