Am 20. Oktober 2026 fand im Rathaussaal in Oberpullendorf eine ganz besondere Veranstaltung statt. Der Soroptimistclub Pannonia feierte sein 50-jähriges Bestehen und lud dazu über 170 Gäste ein. Es war ein Abend voller Erinnerungen, Emotionen und einem Rückblick auf fünf Jahrzehnte engagierten Wirkens. Beate Fraunschiel, die Präsidentin des Clubs, leitete die Feier und stellte die beeindruckenden Errungenschaften der letzten Jahre vor. Es war wirklich berührend zu sehen, wie viele Menschen sich für die guten Zwecke des Clubs einsetzen.

Der Soroptimistclub hat sich im Laufe der Jahre auf verschiedene Bereiche konzentriert. Besonders hervorzuheben sind die mentale Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sowie die finanzielle Hilfe für Frauen und Kinder in Not. Ein Patenkind im SOS Kinderdorf Pinkafeld, das Fahrzeugsponsoring für Hilfsorganisationen und sogar ein Schulneubau in Nepal sind nur einige der bemerkenswerten Projekte, die der Club in den letzten 50 Jahren realisiert hat. Insgesamt wurden rund 600.000 Euro für Unterstützungen aufgewendet – eine beeindruckende Summe, die zeigt, wie ernst es den Mitgliedern mit ihrem Engagement ist.

Ein Rückblick auf die Geschichte

Die Feier bot nicht nur einen Blick auf die vergangenen Jahrzehnte, sondern auch eine Ehrung der Gründungsmitglieder: Helga Posch, Christine Bauer, Gina Pfnier, Erika Buchinger und Hilde Lautner, die durch ihre Schwiegertochter Manuela Lautner vertreten wurde. Diese Frauen haben den Grundstein für ein Netzwerk gelegt, das mittlerweile über 80.000 Mitglieder in 132 Ländern vereint. In Österreich gibt es 58 Clubs mit fast 1800 Mitgliedern. Gemeinsam verfolgen sie die Vision, das Leben von Frauen und Mädchen zu verbessern und setzen sich für Werte wie Menschenrechte, Frieden und Gleichheit ein.

Ein Highlight des Abends war die Präsentation des Kinderbuchs „Sorina und der Kreis der starken Frauen“. Dieses Werk steht symbolisch für das Engagement des Clubs im Rahmen der Kampagne „Orange the World“, die gegen Gewalt an Frauen kämpft. Die Botschaft dieser Kampagne ist klar: Gewalt gegen Frauen betrifft uns alle. Deshalb ist es wichtig, gemeinsam hinschauen und aktiv werden.

Ein starkes Zeichen für die Zukunft

Die Kampagne „Orange the World – 16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ hat sich als besonders wirkungsvoll erwiesen. Während der Aktionen von 25. November bis 10. Dezember 2025 wurden in ganz Österreich zahlreiche Gebäude orange beleuchtet, orangefarbene Bänke aufgestellt und Fahnen gehisst. Auch die digitale Präsenz war beeindruckend. Über Social Media erreichte die Kampagne bis zu 5,1 Millionen Menschen – und das nicht nur in Form von Posts, sondern auch durch Workshops, Diskussionsrunden und kulturelle Veranstaltungen.

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Die Soroptimistinnen zeigen eindrucksvoll, wie wichtig Prävention und Bildungsarbeit sind. Aktionen in Schulen und die Thematisierung der gesellschaftlichen Verantwortung an Universitäten sind nur einige Beispiele, wie der Club versucht, das Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen zu schärfen. Die Kampagne wirkt über die 16 Tage hinaus und es ist klar, dass das Engagement der Soroptimist Clubs für Gewaltprävention und Unterstützung von Frauen und Mädchen langfristig angelegt ist.

Ein Netzwerk für Frauen

Das Engagement der Soroptimistinnen zeigt, wie stark ein Netzwerk sein kann. Die Mitgliedschaft bietet nicht nur internationale Kontakte, sondern auch die Möglichkeit, gemeinsam an wichtigen Themen zu arbeiten. Die Werte wie Freundschaft, Vertrauen und Verlässlichkeit stehen dabei an erster Stelle. Durch Mentoring-Programme werden Frauen unterstützt, ihre beruflichen Ziele zu erreichen und ihren gesellschaftlichen Status zu verbessern. Es ist inspirierend zu sehen, wie viele Frauen sich für die Belange anderer einsetzen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Der Abend im Rathaussaal war nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen und Möglichkeiten. Die „Soroptimist Symphony“, die Hymne der Soroptimistinnen, bildete den feierlichen Abschluss der Veranstaltung – ein Moment, der die Zusammengehörigkeit und den unermüdlichen Einsatz für die Sache aller Anwesenden unterstrich. Ein Büffet rundete den Abend ab und ließ die Gäste in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch kommen. Es war ein Fest, das lange in Erinnerung bleiben wird.