Die Mauterner Donaubrücke wird ab sofort für den motorisierten Individualverkehr gesperrt. Diese Maßnahme tritt für eine Dauer von vier Wochen in Kraft, um notwendige bauliche Maßnahmen durchzuführen. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt über die St. Pöltner Brücke (B37) in Krems. Radfahrende, Fußgänger und landwirtschaftliche Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von fünf Tonnen dürfen die Brücke weiterhin nutzen.
Der Grund für die Sperrung ist ein Gutachten, das nach einer halbjährlichen Überprüfung durch ein Ziviltechnikbüro erstellt wurde. Dieses Gutachten hat erhebliche Schäden an wesentlichen Bauteilen der rund 130 Jahre alten Brücke aufgezeigt, die vor allem auf fortgeschrittene Korrosion und Materialverluste zurückzuführen sind. Die Fahrbahnbreite der Brücke wird von 5,44 Metern auf etwa 3,75 Meter reduziert, was bedeutet, dass die Brücke künftig nur einstreifig befahren werden kann. Ein gesicherter Bereich für Fußgänger wird auf der Fahrbahn eingerichtet, und die Verkehrsregelung erfolgt über eine Lichtsignalanlage.
Einbahnregelung und weitere Maßnahmen
Die Überprüfung hat ergeben, dass die Brücke ab sofort mit einer Einbahnregelung betrieben wird. Der Verkehr auf der Brücke ist auf maximal 5 Tonnen beschränkt. Gehwege sind nicht mehr nutzbar, sodass Fußgänger auf der Fahrbahn gehen müssen. Radfahrer dürfen die Brücke in beide Richtungen befahren, müssen jedoch bei Rotlicht anhalten. Für den motorisierten Verkehr besteht eine Umleitung über die sanierte St. Pöltner Brücke (B 37), die einen Umweg von etwa 10 km bedeutet.
Die baulichen Maßnahmen, die zur Verbesserung der Verkehrssicherheit notwendig sind, müssen innerhalb von vier Wochen umgesetzt werden. Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf 340.000 Euro. Bürgermeistern und Anwohnern ist es wichtig, dass eine Ersatzbrücke schneller realisiert wird. Das Land wartet zudem auf die Genehmigung zur Verbreiterung der neuen Brücke, um die Verkehrsbelastung zukünftig besser bewältigen zu können.
Brückenmodernisierung im Kontext
Die Situation der Mauterner Donaubrücke spiegelt ein größeres Problem wider, das in vielen Ländern, auch in Deutschland, zu beobachten ist. Deutschland verfügt über eine umfangreiche Verkehrsinfrastruktur mit rund 40.300 Brücken, von denen viele zwischen 1960 und 1985 gebaut wurden. Der Anstieg des Schwerverkehrs und das hohe Alter dieser Brücken erfordern umfassende Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen.
Ein Programm zur Brückenmodernisierung wurde ins Leben gerufen, um die Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit älterer Brücken zu verbessern. Ziel ist es, ein durchgängiges Kernnetz von Strecken mit erforderlicher Tragfähigkeit innerhalb einer Dekade zu schaffen. Solche Initiativen könnten auch für die Mauterner Donaubrücke von Bedeutung sein, um die Sicherheit und die Verkehrsströme in der Region nachhaltig zu optimieren.
Für aktuelle Informationen zur Mauterner Donaubrücke und zur Verkehrssituation besuchen Sie bitte die OEAMTC-Website.