Landesklinikum Mödling schafft Parkschranken ab und setzt auf Kennzeichenerkennung
Wer künftig vor dem Haupteingang des Landesklinikums Mödling auf dem Besucherparkplatz P1 hält, braucht sich nicht mehr um ein Parkticket zu kümmern. Ab Anfang November 2026 wird dort das Parksystem umgestellt. Die Schrankenanlage verschwindet, stattdessen erfasst eine Kamera automatisch das Kennzeichen.
Ein- und Ausfahren soll damit ohne Ticket möglich sein. Die Änderung betrifft ausschließlich den Besucherparkplatz P1 direkt vor dem Haupteingang des Landesklinikums Mödling. Für viele Besucher fällt damit ein kleiner, aber durchaus lästiger Handgriff weg – gerade wenn es schnell gehen muss.
Nur mehr bargeldlos
Auch bei der Bezahlung ändert sich einiges: Bargeld wird nicht mehr angenommen. Die Parkgebühr kann künftig ausschließlich mit Bankkarte oder digital bezahlt werden. Dafür stehen unter anderem die Park-Apps Parkster und EasyPark zur Verfügung.
Wer nach der Ausfahrt nicht sofort an die Zahlung denkt, hat noch Zeit: Innerhalb von 48 Stunden kann online über die Plattform bezahlt werden. Das neue digitale Zufahrtssystem wird bereits am Klinikstandort Baden eingesetzt. Fragen beantwortet das Landesklinikum Mödling unter 02236 9004-0 oder per E-Mail an parkenbnmd@noe-lga.at.
So funktioniert schrankenloses Parken
Hinter dem System steckt eine Kombination mehrerer Technologien. Beim Ein- und Ausfahren erfassen sogenannte ANPR-Systeme, also Systeme zur automatischen Kennzeichenerkennung, das Fahrzeug. Die Parkdauer wird in Echtzeit registriert. Eine OCR-Technologie wandelt das erkannte Kennzeichen in Text um und ordnet es dem jeweiligen Parkvorgang zu.
Moderne Anlagen sollen dabei auch bei Dunkelheit, Regen oder verschmutzten Kennzeichen präzise arbeiten. Der Parkvorgang wird automatisch erfasst und verarbeitet – ohne Schranken, ohne Papierticket und ohne manuellen Eingriff. Bezahlt werden kann je nach System am Automaten durch Eingabe des Kennzeichens, per App oder online über das Kennzeichen.
Cloudbasierte FreeFlow-Systeme lassen sich über Schnittstellen, sogenannte APIs, auch in bestehende Lösungen einbinden, etwa in Buchungssysteme, Ladeinfrastruktur oder Verwaltungstools. Betreiber können über ein zentrales Dashboard Echtzeitdaten zu Auslastung, Parkdauer, Nutzeraktivität und Zahlungseingängen abrufen. Diese Informationen helfen bei der Optimierung, Analyse und Steuerung des Parkraums.
Datenschutz bleibt ein wichtiger Punkt
Wo Kennzeichen automatisch gelesen werden, spielt der Datenschutz eine zentrale Rolle. Für die Verarbeitung müssen die Vorgaben der DSGVO eingehalten werden. Dazu gehören verschlüsselte Verarbeitung, klar definierte Zugriffsrechte und vorgeschriebene Löschfristen.
Bei den Kamerasystemen von fair parken wird laut Anbieter auf eine DEKRA-Prüfung verwiesen. Verarbeitet werden sollen ausschließlich personenbezogene Daten, die zwingend erforderlich sind. Die Datenverarbeitung erfolgt auf Servern in Deutschland.
