Der Drogenkrieg in Mexiko nimmt erneut eine blutige Wendung. Am 2. Mai 2025 wurden der mexikanische Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes und sein Sohn González in Temixco, etwa hundert Kilometer von Mexiko-Stadt entfernt, Opfer eines gezielten Angriffs. González gilt als ein einflussreiches Mitglied des mächtigen Jalisco Nueva Generación Kartells, das von seinem Vater angeführt wird.
Morales und seine Frau wurden am Mittwochmorgen erschossen, wobei Ermittler die Möglichkeit einer „Rache“ in Betracht ziehen. Dies könnte im Zusammenhang mit einer Aussage stehen, die González in den USA gemacht hat. Auf Nemesio Oseguera Cervantes, besser bekannt als El Mencho, ist ein Kopfgeld von 15 Millionen Dollar (etwa 13,2 Millionen Euro) ausgesetzt. Die US-Behörden klassifizieren das Jalisco Nueva Generación Kartell als terroristische Vereinigung.
Hintergrund des Drogenkriegs
Mexiko leidet seit Jahren unter einer hohen Kriminalitätsrate, die durch den Drogenkrieg verursacht wird. Seit 2006, als der damalige Präsident Felipe Calderón den „Krieg“ gegen die Kartelle ausrief, sind schockierende 450.000 Menschen ums Leben gekommen. Diese Gewalt hat auch politische Auswirkungen, wie der Mord an Alejandro Arcos, dem Bürgermeister von Chilpancingo, zeigt. Er wurde nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt brutal ermordet und verstümmelt aufgefunden.
Guerrero, der Bundesstaat, in dem Chilpancingo liegt, wird stark vom organisierten Verbrechen kontrolliert. Die machtsuchenden Kartelle, darunter das Jalisco Nueva Generación Kartell, sind bekannt für ihre brutalen Auseinandersetzungen um die Kontrolle über Drogenrouten und andere illegale Geschäfte, was zu massiven Vertreibungen von Zivilisten führt. So wurden von Januar bis Juli 2024 allein in Chiapas über 12.000 Menschen gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.
Die Gewalt der Kartelle und politische Umbrüche
Mit dem Eintritt von Claudia Sheinbaum als Präsidentin Mexikos und ihrer Ankündigung, Sozialhilfen ausbauen zu wollen, besteht Hoffnung auf einen Paradigmenwechsel in der Sicherheitspolitik. Sheinbaum plant, die Nationalgarde als militarisierte Polizei einzusetzen, und soll eine neue Einheit zur Verbrechensaufklärung geschaffen werden. Diese Veränderungen sind jedoch notwendig, um den gefährlichen Einfluss der Kartelle, der bis in die höchsten politischen Kreise reicht, zu bekämpfen.
Das Jalisco Nueva Generación Kartell, das international agiert, ist direkt in eine Vielzahl von gewalttätigen Konflikten verwickelt, einschließlich der langanhaltenden Fehden gegen andere Kartelle wie Los Zetas. Der kontinuierliche Kampf um die Kontrolle über Drogenhandel, darunter auch der illegalen Geschäfte mit Avocados und Limetten, führt zu einer Spirale der Gewalt, die das Leben der Zivilbevölkerung nachhaltig beeinträchtigt.
Insgesamt bleibt die Situation in Mexiko äußerst kritisch. Der gewaltige Einfluss der Drogenkartelle und die damit verbundene Korruption stellen eine enorme Herausforderung für die Regierung dar. Die tödlichen Vorfälle, wie der Mord an González und seiner Frau, sind nur die neuesten in einer langen Reihe von Gewalttaten, die das Land plagen.