Grenzpatrouille entdeckt brennenden Geräteschuppen in Pamhagen rechtzeitig
In der Nacht zum 8. Oktober bemerkten Vizeleutnant Michael Kronberger und Gefreiter Dominik Schlosser während einer Grenzpatrouille bei Pamhagen einen ungewöhnlich hellen Lichtschein. Sie fuhren in Richtung der Helligkeit und stellten fest: Ein Geräteschuppen im Garten eines Wohnhauses stand bereits in Vollbrand.
Die Soldaten alarmierten die Einsatzkräfte, verständigten die Bewohner angrenzender Häuser und brachten gefährdete Personen aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich. Das Feuer drohte auf benachbarte Gebäude überzugreifen.
Feuerwehr verhindert Ausbreitung
Am Donnerstag, 8. Oktober 2026, war kurz nach Mitternacht ein Wirtschaftsgebäudebrand der Alarmstufe B3 gemeldet worden. Die Feuerwehren Pamhagen, Wallern und Frauenkirchen rückten mit rund 55 Feuerwehrmitgliedern und acht Fahrzeugen an. Zusätzlich wurden die Drohneneinheit Nord der Feuerwehr Freistadt Rust, die Polizei und der Samariterbund alarmiert.
Die Feuerwehr Pamhagen begann sofort mit mehreren Löschrohren und brachte den Brand rasch unter Kontrolle. Die Flammen konnten daran gehindert werden, auf eine angrenzende Garage überzugreifen. Vorsorglich wurde die Photovoltaikanlage auf dem Garagendach vom Stromnetz getrennt beziehungsweise abgeklemmt.
Unter schwerem Atemschutz suchten die Einsatzkräfte mit einer Wärmebildkamera nach verbliebenen Glutnestern und löschten diese ab. Der Einsatz der Drohneneinheit aus Rust war letztlich nicht erforderlich und wurde bereits während der Anfahrt storniert.
Nach gut einer Stunde konnten die letzten Einsatzkräfte wieder einrücken. Verletzt wurde niemand.
Würdigung im Verteidigungsministerium
Für ihr rasches Eingreifen wurden Kronberger und Schlosser am Mittwoch von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner gewürdigt. Beide erhielten ein Geschenk. Ohne den ungewöhnlich hellen Schein, den sie während ihrer Patrouille wahrgenommen hatten, hätte sich der Brand möglicherweise unbemerkt weiterentwickelt.
Die Angaben zum Feuerwehreinsatz stammen vom Bezirksfeuerwehrkommando Neusiedl am See, HBI Ing. Markus Scharinger.
Brandschutz liefert Daten für Vorbeugung
Solche Einsätze fließen nicht nur in lokale Einsatzberichte ein. Für den vorbeugenden Brandschutz werden Schadensfälle, Brandursachen und Entwicklungstrends systematisch erfasst. Die Bundesländer führen eigene Schadensstatistiken, die anschließend zur österreichischen Brandschadenstatistik zusammengefasst werden.
Auf Anfrage von Polizeidienststellen oder Versicherungen stellen die Landesstellen für Brandverhütung Sachverständige zur Brandursachenermittlung bereit. Dabei geht es darum, die Brandursache festzustellen und weitere strafrechtlich relevante Aspekte zu beurteilen. Das unterstützt insbesondere die Aufklärung von Brandstiftungen sowie von Fahrlässigkeitsdelikten, die zu einer Feuersbrunst geführt haben.
Die Ergebnisse dienen außerdem als Grundlage für Gesetze und technische Richtlinien sowie für die Sachverständigentätigkeit im vorbeugenden Brandschutz. Die Statistiken enthalten unter anderem eine Aufgliederung nach Brandursachen und die Anzahl sowie Schadenssummen der Brände nach versicherungstechnischer Verteilung.
Welche Dimensionen Brände erreichen können, zeigt die Statistik der Steiermark für 2025: Dort wurden 1.261 Brände, Schäden in Höhe von 74.496.000 Euro, sieben Tote und 109 Verletzte verzeichnet. Angeboten werden eine vollständige Statistik, eine österreichweite Statistik und weitere Auswertungen im Archiv.
