Fotofestival La Gacilly-Baden Photo 2026: Eine Hommage an Jane Goodall
Im malerischen Baden, wo die Natur und Kunst aufeinandertreffen, findet derzeit das beeindruckende Fotofestival La Gacilly-Baden Photo 2026 statt. Dieses Festival, das bis zum 12. Oktober 2026 läuft, ist das größte Outdoor-Fotofestival Europas und widmet sich ganz dem Zustand unseres Planeten. Eines der Highlights sind die Fotos von Jane Goodall, der legendären englischen Verhaltensforscherin, Umweltaktivistin und UN-Friedensbotschafterin, die 2025 verstorben ist. Richard Ladkani, ein Filmemacher aus Baden, zeigt in seiner Ausstellung Bilder von Goodall aus den letzten Lebensmonaten, die eine tiefere Einsicht in ihre Persönlichkeit gewähren.
Die Bilder sind nicht nur ein visuelles Fest, sondern auch eine Hommage an das Leben dieser außergewöhnlichen Frau. Ladkani begleitete Goodall als Kameramann für den Film „Jane’s Journey“ im Jahr 2008 und hat sich zum Ziel gesetzt, mit seiner neuen Dokumentation „Just Me, Jane!“ ihre wahre Persönlichkeit darzustellen. Goodall wünschte sich, dass dieser Film mehr ist als nur ihr ikonisches Bild – er soll auch die private Seite der Wissenschaftlerin zeigen. Ladkani hat sie auf ihren Reisen durch 27 Länder und fünf Kontinente begleitet, um ihre Geschichten und ihre Leidenschaft für den Umweltschutz einzufangen.
Jane Goodalls Lebenswerk
Bereits 1960 begann Goodall ihre bahnbrechende Forschung zu Schimpansen in Tansania, ohne formale Ausbildung, was damals als revolutionär galt. Sie war die Erste, die Wesenszüge und Verhaltensweisen bei Schimpansen erkannte, die auch beim Menschen vorkommen. Sie gab den Tieren Namen und beobachtete, wie sie Werkzeuge verwendeten. Ihre Entdeckungen veränderten unser Verständnis von diesen faszinierenden Primaten und führten zur Gründung des Jane Goodall Institute sowie der Initiative „Roots & Shoots“, die sich für den Arten- und Umweltschutz einsetzt.
Goodall reiste bis ins hohe Alter um die Welt, um Menschen für Umweltthemen zu sensibilisieren. Ihre Mission war klar: Sie wollte die Öffentlichkeit über die Bedrohungen für Schimpansenhabitate aufklären und nachhaltige Lösungen fördern. Ihr Engagement führte zu zahlreichen Kooperationen mit Regierungen und Organisationen, um einen ökologisch verträglichen Tourismus zu entwickeln und Schutzprogramme für verwaiste Schimpansen einzuführen. Zudem gründete sie die Aktion „Roots & Shoots“ 1991 mit dem Ziel, Kinder und Jugendliche in mehr als 100 Ländern für den Naturschutz zu mobilisieren.
Ein Erbe, das bleibt
Jane Goodalls Einfluss reicht weit über die Wissenschaft hinaus. Sie hat nicht nur Bücher geschrieben, wie das 1990 erschienene „Through a Window“, das die soziale und geistige Komplexität von Tieren thematisiert, sondern auch in zahlreichen Dokumentarfilmen mitgewirkt. Unter anderem war sie 2010 im Film „Jane’s Journey“ zu sehen, der ihren Lebensweg dokumentiert. Goodall war eine starke Stimme für die Rechte der Tiere und hat sich gegen Tierversuche ausgesprochen, was sie sogar mit Folter verglich.
Ihr Engagement zahlte sich aus: Der Äquator-Preis wurde 2015 ins Leben gerufen, um Initiativen zur Armutsbekämpfung und zum Schutz der Artenvielfalt auszuzeichnen. Auch heute noch inspiriert ihr Lebenswerk Menschen weltweit. Richard Ladkani, der die letzten Monate ihres Lebens filmte, trägt diesen Geist weiter und zeigt mit seiner Ausstellung auf eindrucksvolle Weise, wie wichtig Goodalls Botschaften sind.
Das Festival in Baden ist somit nicht nur eine Ausstellung, sondern ein Aufruf zur Achtsamkeit und zum Handeln für unseren Planeten. Es ist ein Ort, an dem wir innehalten und über die Herausforderungen nachdenken können, vor denen wir stehen. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich die beeindruckenden Fotografien nicht entgehen lassen – sie sind ein Fenster in die Seele einer Frau, die alles für den Schutz der Natur gegeben hat. Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel auf Kurier.
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