Die warmen Monate sind endlich da, und während viele von uns die Sonne und das Wasser genießen, gibt es auch einige weniger erfreuliche Folgen, die mit dem Baden einhergehen können. Besonders in dieser Zeit nimmt die Anzahl der Harnwegsinfekte zu. Studien zeigen, dass an heißen Tagen, vor allem bei Temperaturen über 25 Grad, die Neuerkrankungen um satte 20 Prozent höher sind als im Winter. Das macht vor allem Frauen zu schaffen, die häufig mit Blasenentzündungen (Zystitis) kämpfen. Eine aktuelle Quelle hebt hervor, dass das feucht-warme Milieu im nassen Badeanzug das perfekte Umfeld für das Wachstum von Bakterien darstellt. Besonders Kolibakterien aus dem Darm haben es dann leicht, über die Harnröhre in die Blase zu gelangen.

Die Symptome sind nicht zu übersehen: brennendes Gefühl beim Wasserlassen, ständiger Harndrang und Schmerzen im Unterbauch sind klare Indikatoren. Um dem vorzubeugen, ist es ratsam, nach dem Schwimmen den Badeanzug oder die Badehose zu wechseln und sich gründlich zu duschen, um Chlor- und Salzreste abzuwaschen. Auch viel Trinken hilft, die Bakterien aus der Blase zu spülen. Wer bereits an einer Blasenentzündung leidet, kann auf pflanzliche Präparate oder D-Mannose zurückgreifen. Bei stärkeren oder anhaltenden Beschwerden sollte man nicht zögern, einen Arzt aufzusuchen. Schmerzmittel können helfen, die Symptome zu lindern, doch unbehandelte Entzündungen können zu wiederkehrenden Harnwegsinfekten oder sogar Nierenbeckenentzündungen führen.

Ursachen und Risikofaktoren

Ein weiterer Blick auf die Ursachen zeigt, dass Übergewicht (BMI > 30 kg/m²) das Risiko für Harnwegsinfektionen um das 2,5- bis 5-fache erhöht. Dies ist besonders bedenklich, da viele von uns in der warmen Jahreszeit dazu neigen, weniger aktiv zu sein. Zudem kann chronische Verstopfung das Risiko für postmenopausale Frauen erhöhen. Interessanterweise hat eine Studie ergeben, dass das Abwischen nach dem Stuhlgang von hinten nach vorne ebenfalls das Risiko für Infektionen steigert. Wer viel sitzt, hat ein erhöhtes Risiko, und kalte Füße können die Symptome sogar verstärken.

Die Art der Menstruationshygiene oder das Tragen von Strumpfhosen scheinen hingegen keinen Einfluss auf Blasenentzündungen zu haben. Aber das ist noch nicht alles: Genitalkontakte und die Verwendung von mit Spermiziden beschichteten Kondomen können das Risiko für Blasenentzündungen drastisch erhöhen. Das ist eine ernüchternde Erkenntnis, die zeigt, wie viele Faktoren eine Rolle spielen können.

Prävention und Tipps

Eine interessante Studie von Kontiokari T et al. (2003) hat gezeigt, dass der regelmäßige Genuss von Beeren-Fruchtsäften sowie der Verzehr von fermentierten Milchprodukten – mindestens dreimal pro Woche – das Risiko für wiederkehrende Blasenentzündungen bei prämenopausalen Frauen vermindern kann. Das ist doch ein schöner Grund, sich ein paar Smoothies zu mixen, oder? Auch wenn es keine universelle Lösung gibt, helfen diese kleinen Veränderungen im Alltag, das Risiko zu senken.

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Es ist also wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen. Wer die Sommermonate unbeschwert genießen möchte, sollte auf Hygiene achten, ausreichend trinken und bei Beschwerden schnell handeln. Die erste Anlaufstelle ist immer der Hausarzt, denn niemand möchte sich mit unangenehmen Blasenentzündungen herumschlagen müssen. Also, genießt die Sonne und bleibt gesund!