Heute ist der 30.04.2026, und im Bezirk Baden dreht sich alles um das grüne Klassenzimmer. Die 37. Niederösterreichischen Waldjugendspiele haben begonnen und bringen über 1000 Schülerinnen und Schüler auf den Harzberg. Ein ganz schöner Trubel, denn 48 Schulklassen aus der Region sind hier versammelt, um ihr Wissen über den Wald und seine Bewohner unter Beweis zu stellen. Dieses Jahr finden die Spiele aufgrund des großen Andrangs erstmals über drei Tage statt. Die Aufregung ist spürbar, nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den Lehrern, die ihre Schützlinge begleiten und anfeuern.
Die Schüler der 6. Schulstufe haben die Möglichkeit, einen zweistündigen Parcours mit acht Stationen zu absolvieren. Hier wird Wissen getestet, das sie sich mit Hilfe einer Broschüre angeeignet haben. Aktivitäten wie das Glücksrad oder das Quiz „1, 2 oder 3“ sorgen für eine spannende und lehrreiche Zeit im Wald. Zu den Themen zählen Naturschutz, Forst und Jagd. Ein Highlight ist sicherlich die Demonstration der Forstschüler der Landwirtschaftlichen Fachschule Warth, die den Umgang mit Kettensägen zeigen. Am Ende der Spiele darf jede Klasse sogar einen mit der Kettensäge geschnitzten Baum mitnehmen – ein tolles Andenken!
Ein Fest für die Natur
Der Heurige Wertek, Weingut Schlossberg, hat die Infrastruktur zur Verfügung gestellt, damit die vielen Kinder sich wohlfühlen können. Toiletten, eine Jause – alles ist organisiert. Bürgermeister Christian Flammer und Landtagsabgeordneter Christoph Kainz unterstützen die Veranstaltung und betonen die Wichtigkeit, die Natur zu verstehen. Es ist schön zu sehen, wie sich die Stadtgemeinde engagiert und sogar ihren eigenen Wald für diese tollen Spiele zur Verfügung stellt. Und die Würsteljause, die die Schüler genießen dürfen, lässt die Kinderherzen höher schlagen.
Maximilian Wanzenböck, Leiter der Bezirksforstinspektion Baden, hebt die Bedeutung der Waldjugendspiele für den Schulunterricht hervor. Ein so praktischer und lebendiger Zugang zum Thema Natur – das ist einfach wertvoll! Auch Bezirkshauptmann Christian Pehofer war vor Ort und lobte die wunderschöne Kulisse, die sich perfekt zum Lernen eignet. Die Vertreter des Biosphärenparks Wienerwald informierten die Schüler über die beeindruckende Artenvielfalt in Niederösterreich. Wusstet ihr, dass es hier mehr Adlerarten gibt als in Tirol? Steinadler, Seeadler und Kaiseradler – das ist schon ganz schön beeindruckend.
Die Spiele sind mehr als nur ein Wettbewerb. Sie fördern das Bewusstsein für die Umwelt und die Bedeutung des Naturschutzes. Die Schüler lernen nicht nur theoretisches Wissen, sondern erfahren auch praktisch, wie wichtig es ist, die Natur zu verstehen und zu schützen. Es sind solche Veranstaltungen, die Kinder und Jugendliche nachhaltig prägen können.