In der charmanten Stadt Baden, wo Tradition und moderne Entwicklungen aufeinandertreffen, wird seit Jahrzehnten über die Fußgängerzone „Untere Wassergasse“ diskutiert. Der Zustand dieser wichtigen Verbindung zwischen Bahnhof und Innenstadt ist nicht gerade ein Aushängeschild. Die Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP) hat kürzlich den Zustand als „grässlich“ bezeichnet und signalisiert damit deutlich, dass Handlungsbedarf besteht. Während der Bereich rund um den Hauptplatz touristisch ansprechend ist, lässt der weiter entfernte Teil der Wassergasse zu wünschen übrig. Da wird’s Zeit für einen Umbruch!

Seit dem vergangenen Jahr laufen die Planungen zur Umgestaltung, und die ersten Vorarbeiten haben bereits begonnen. Doch nicht alle sind mit der Informationspolitik der Stadtgemeinde einverstanden. Geschäftsleute bringen ihre Kritik an mangelnder Information und schlechter Koordination zum Ausdruck. Bürgermeisterin Jeitler-Cincelli weicht diesem Thema jedoch nicht aus. Sie betont die Bürgerbeteiligung und stellt die Koordination der Arbeiten als vorbildlich dar. QR-Codes an den Baustellenabsperrungen sollen dabei helfen, Informationen zum Projekt bereitzustellen – eine Art digitaler Wegweiser, wenn man so will.

Umbau und Neugestaltung

Aktuell werden in der Unteren Wassergasse Trinkwasser-, Gas- und Fernwärmeleitungen neu verlegt. Das geschieht in mehreren Schritten, was Baudirektor Michael Madreiter als notwendig erklärt. Die unterschiedlichen Verlegetiefen erfordern eine schrittweise Durchführung, die auch immer wieder die Geduld der Anrainer auf die Probe stellt. Um die Wünsche der Anwohner abzuholen, wurden bereits drei Informationsabende im vergangenen Jahr abgehalten. Man fragt sich, wie viele von diesen Angeboten tatsächlich genutzt wurden – ein bisschen mehr Feedback wäre hier vielleicht nicht schlecht gewesen.

Die geplante Neugestaltung umfasst hochwertige Betonpflasterbeläge, neue Grünflächen, Baumpflanzungen und gemütliche Sitzgelegenheiten. Das klingt nach einer einladenden Flanier- und Einkaufszone, die dem Stadtbild gut tun könnte! Zudem sind Maßnahmen für ein nachhaltiges Regenwassermanagement und entsiegelte Flächen vorgesehen. Das alles hat seinen Preis: Rund zwei Millionen Euro sind für die Umgestaltung eingeplant, wobei die Kosten für die Leitungsverlegungen nicht inbegriffen sind. Und wer weiß, vielleicht wird der ein oder andere Anrainer bei der Gelegenheit auch gleich seine Fassade aufpeppen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Arbeiten sind in drei Abschnitte unterteilt. Die obere und untere Gasse werden von September bis Ende November 2026 umgestaltet, während die mittlere Gasse im Herbst 2027 folgt. Das Ziel ist klar: Von einer schnöden Durchgangsstraße soll die Untere Wassergasse zu einem Ort werden, an dem man gerne verweilt und bummelt. In einer Zeit, in der der Urbanisierungsgrad in Österreich einen Höchststand erreicht hat – im Jahr 2024 lebten rund 59,82 Prozent der Bevölkerung in Städten –, könnte diese Umgestaltung ein Schritt in die richtige Richtung sein.

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In Österreich gelten Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern als Städte. Die größten Städte sind Wien, Graz und Linz. Die Urbanisierung, ein weltweites Phänomen, führt dazu, dass immer mehr Menschen in städtischen Gebieten leben. Baden hat das Potenzial, sich in diesem Kontext zu einer attraktiven Stadt zu entwickeln, die nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen anzieht. Die Veränderungen in der Unteren Wassergasse könnten einen entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass Baden nicht nur in der Region, sondern auch über die Grenzen hinaus als lebendige Stadt wahrgenommen wird.

Es bleibt also spannend, wie sich die Situation in Baden entwickeln wird. Die anstehenden Umbauarbeiten könnten die Fußgängerzone in einen Ort verwandeln, der sowohl für Einheimische als auch für Besucher einladend ist. Wir sind gespannt auf die nächsten Schritte!