Der Nationalpark Donau-Auen, ein wahres Juwel der Natur, feiert in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Aber das ist nicht alles, was uns hier in Bruck an der Leitha erfreuen kann. Vor genau zehn Jahren, im Jahr 2016, wurde das Schutzgebiet um die Auwaldflächen bei Petronell-Carnuntum erweitert. Ein Schritt, der nicht nur die Natur, sondern auch die Forschung voranbringt.

Die Erweiterung um 260 Hektar, die durch einen Vertragsabschluss mit dem privaten Grundbesitzer Maximilian Abensperg-Traun möglich wurde, hat seither ein neues Kapitel für die Auwaldentwicklung eingeläutet. Mit viel Engagement und einer klaren Vision wurden wesentliche Maßnahmen umgesetzt, um die standorttypischen Auwaldstrukturen wiederherzustellen. Auentypische Baumarten und Sträucher haben sich in den ehemaligen Forstbeständen etabliert, und das sieht nicht nur schön aus – es ist auch gut für die Biodiversität.

Erfolgreiche Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen

Ein beeindruckendes Ergebnis dieser Bemühungen sind die rund 7.700 gepflanzten Jungbäume, darunter Schwarz- und Silberpappeln sowie verschiedene Straucharten. Die Natur wird hier nicht einfach dem Zufall überlassen, sondern aktiv gefördert. Die Wasserversorgung der Flächen wurde durch den Rückbau von Grabenquerungen spürbar verbessert. So hat die Natur endlich den Raum und die Zeit bekommen, um sich selbst zu entfalten.

Die positive Entwicklung der Waldbestände wird weiterhin dokumentiert. Zwischen 2017 und 2020 wurden im Rahmen eines EU-Förderprogramms zahlreiche Maßnahmen zur Waldumwandlung umgesetzt, die nicht nur die Artenvielfalt gesteigert haben, sondern auch wertvolle Forschungsräume geschaffen haben. Nationalparkdirektorin Edith Klauser und Abensperg-Traun besichtigten die Standorte am 13. April anlässlich dieses Jubiläums und waren sichtlich beeindruckt von dem Erreichten.

Forschung und Artenvielfalt

Der Nationalpark Donau-Auen versteht sich als Schauplatz für die Forschung und die Erhaltung bedrohter Arten. Im Rahmen der Aktivitäten wird auch die Etablierung resistenter Eschenzuchten gegen das Eschentriebsterben vorangetrieben. Totholzstrukturen, die in der Natur oft als unansehnlich gelten, bieten Lebensraum für zahlreiche Organismen. Vögel, Fledermäuse und Insekten profitieren von diesen Lebensräumen, die im Nationalpark gezielt gefördert werden. Hier wird nicht nur für die Zukunft der Flora gesorgt, sondern auch für die Fauna.

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Die Unterstützung seltener Arten wie der Schwarzpappel und der Gemeinen Esche zeigt, wie ernst man es im Nationalpark mit dem Naturschutz meint. Auch die Renaturierung von Lebensräumen, die durch wasserbauliche Maßnahmen stark beeinträchtigt wurden, spielt eine wichtige Rolle. Deutsche Tamariske und Zwerg-Rohrkolben, einst typische Pflanzen der Donau-Auen, sind zwar mittlerweile ausgestorben, doch durch Zuchtprojekte wird alles daran gesetzt, sie wieder zurückzuführen.

Es ist wirklich beeindruckend, was in den letzten Jahren im Nationalpark Donau-Auen erreicht wurde. Der Ausbau der Auwaldflächen hat nicht nur die Umwelt gestärkt, sondern auch das Bewusstsein für den Naturschutz geschärft. Hier wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der sowohl die Schönheit der Natur als auch ihre Erhaltung in den Mittelpunkt stellt. Und das sollten wir alle feiern! (Quelle) (Quelle) (Quelle)