Am 27. April 2026 wird in Österreich ein Aktionstag stattfinden, der sich ganz dem Zufußgehen widmet. Auch im Raum Schwechat wird dieser Tag groß gefeiert. Die Gemeinden in der Region setzen diverse Projekte um, um die Bewegung im Alltag zu fördern. Dazu gehören unter anderem Initiativen wie der SchulGehBus, Elternhaltestellen und die Entwicklung von Gehzeit-Karten. Diese Maßnahmen sind nicht nur eine tolle Möglichkeit, um die Gesundheit zu fördern, sondern tragen auch zur Steigerung von Konzentration und Wohlbefinden bei.

Das Gehen hat darüber hinaus positive Auswirkungen auf die Umwelt und den Verkehr. Verkehrslandesrat Udo Landbauer hebt die Bedeutung der kostenfreien Verkehrsberatung des Mobilitätsmanagements NÖ hervor, die seit elf Jahren besteht. Maßgeschneiderte Lösungen auf Bezirksebene sollen dazu beitragen, dass mehr Menschen in Bewegung kommen. Ein Beispiel dafür ist der Pedibus in Götzendorf, bei dem Kinder über mehrere Wochen hinweg in Begleitung von Erwachsenen zur Schule gehen, um das Verkehrsaufkommen zu reduzieren.

Gehzeit-Karten und ihre Bedeutung

Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung von Gehzeit-Karten, die dazu dienen, die Bevölkerung für kurze Wege im Ort zu sensibilisieren. Diese Karten zeigen Distanzen in Gehminuten und werden in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden erstellt. Die erste Gehzeit-Karte in Fischamend wurde bereits für 2025 realisiert, während weitere Projekte in Himberg, Schwechat und Lanzendorf für 2026 geplant sind. Die fertigen Karten sind sowohl digital als auch in gedruckter Form verfügbar und sollen die Bürger dazu anregen, mehr zu Fuß zu gehen.

Fußverkehrsstrategie des Bundesministeriums

Die Förderung des Zufußgehens wird nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auch auf nationaler Ebene ernst genommen. Im Februar 2025 veröffentlichte das Bundesministerium für Verkehr (BMV) eine umfassende Fußverkehrsstrategie. Diese Strategie verfolgt mehrere zentrale Ziele: Sie möchte das Zufußgehen als gleichberechtigte Mobilitätsform etablieren und so die Lebensqualität in Städten und Gemeinden steigern. Zudem soll die Gesundheit der Bevölkerung gefördert und die lokale Wirtschaft unterstützt werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Klima- und Umweltschutz, der durch den Ausbau fußgängerfreundlicher Infrastrukturen vorangetrieben wird.

Die Strategie sieht auch gesetzliche Anpassungen vor, insbesondere in der Novellierung der Straßenverkehrs-Ordnung, die Maßnahmen zur Verbesserung des Fußverkehrs erleichtert. Dazu gehören mehr Fußgängerüberwege und Tempo 30-Zonen an Hauptverkehrsstraßen. Für die Umsetzung stehen seit 2022 spezielle Fördermittel bereit, die innovative Projekte im Bereich Fußverkehr unterstützen. Im Jahr 2024 waren dafür 2,5 Millionen Euro eingeplant.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Rolle der Kommunen

Die Planung und Gestaltung des Fußverkehrs erfolgt überwiegend auf kommunaler Ebene. Hierbei sind Aspekte wie ein barrierefreies Wegenetz, sichere Querungen und gut beleuchtete, attraktive Aufenthaltsräume von großer Bedeutung. Regelmäßige Verkehrssicherheitsaudits und Bürgerbeteiligung sind entscheidend, um die Infrastruktur kontinuierlich zu verbessern. Die Förderung von Zufußgehenden ist ein gemeinsames Ziel, das sowohl lokale als auch nationale Initiativen verbindet und dazu beiträgt, unseren Lebensraum aktiv und gesund zu gestalten.

Für weiterführende Informationen zur Fußverkehrsstrategie des BMV besuchen Sie bitte die offizielle Webseite.