Am 28. Mai 2026 konnten die Feuerwehrmitglieder aus Gänserndorf und Umgebung ihre Fähigkeiten in der Katastrophenhilfsdienst-Übung (KHD) unter Beweis stellen. Diese fand Mitte Mai in Groß-Schweinbarth statt und war ein eindrucksvolles Zeugnis der Einsatzbereitschaft und Professionalität der Freiwilligen Feuerwehr. 81 Mitglieder aus dem 1. Zug der KHD-Bereitschaft, dem Bereitschaftskommando Gänserndorf und den Feuerwehren des Unterabschnittes 7 haben sich der Herausforderung gestellt, die bei einem ausgebrochenen Waldbrand im Hochleithenwald entstehen könnte.

Ein Waldbrand ist nicht einfach ein Feuer im Wald – es ist ein Szenario, das sowohl für die Feuerwehr als auch für die Natur enorme Herausforderungen birgt. Der Brand, der sich laut Übungsszenario rasch ausbreitete, erforderte eine schnelle und effektive Reaktion. Das Ziel war klar: eine Riegelstellung zu errichten, um die Brandausbreitung einzudämmen. Doch hier kam die erste große Herausforderung: die Wasserversorgung. Im Wald gab es einfach keine geeignete Wasserquelle, um das Feuer effektiv zu bekämpfen.

Innovative Lösungen in der Praxis

Die Feuerwehrleute ließen sich jedoch nicht entmutigen. Um die Brennstoffe zu neutralisieren, wurde eine rund zwei Kilometer lange Löschwasserleitung vom nächstgelegenen Weidenbach aufgebaut. Mehrere Pumpen kamen zum Einsatz, um den Wasserdruck aufrechtzuerhalten – ein echter Kraftakt, bedenkt man den Höhenunterschied von mehr als 65 Metern! Damit das Wasser nicht einfach im Nirgendwo verpuffte, wurde zusätzlich ein mobiles Löschwasserbecken als Wasserpuffer eingerichtet. Das zeigt, wie wichtig es ist, auch in Krisensituationen schnell und kreativ zu denken.

Ein weiteres Highlight der Übung war der Einsatz einer Kameradrohne, die das Einsatzgebiet aus der Luft überwachte. So konnten die Einsatzleiter den Überblick behalten und die Koordination des Ablaufs effektiver gestalten. Die gesamte Übung dauerte etwa zwei Stunden und endete mit einer Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Groß-Schweinbarth. Die positiven Rückmeldungen von Bezirksfeuerwehrkommandant Markus Unger, Abschnittsfeuerwehrkommandant Christian Schantl und KHD-Zugskommandant Walter Lauer jun. zeugen von einer erfolgreichen Durchführung und einer wertvollen Erfahrung für alle Beteiligten. Ein herzliches Dankeschön ging auch an die Feuerwehr Groß-Schweinbarth für die hervorragende Organisation und Verpflegung.

Waldbrände – eine Herausforderung für alle

Waldbrände sind nicht nur ein regionales, sondern ein globales Problem. Sie stellen große Herausforderungen für Feuerwehr und Forstwirtschaft dar. Die Branddirektion Frankfurt am Main und die Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg (HFR) haben gemeinsam mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine umfassende Wissenssammlung zum Thema Vegetationsbrände erstellt. Diese Sammlung, die aus einem internationalen Projekt hervorgegangen ist, wird online zum Download angeboten und soll die effektive Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Organisationen fördern. Solche Initiativen sind wichtig, um im Ernstfall schnell und gezielt reagieren zu können.

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In einer Welt, in der Naturkatastrophen wie Waldbrände immer häufiger auftreten, ist es beruhigend zu wissen, dass engagierte Feuerwehrleute bereit sind, sich diesen Herausforderungen zu stellen. Die Übung in Groß-Schweinbarth ist ein Beispiel für die Vorbereitung, die notwendig ist, um im Ernstfall das Schlimmste zu verhindern und Leben zu retten.