Die Museen der Stadt Gmünd bereiten sich auf die Eröffnung ihrer Türen im Mai vor. Anlass ist der landesweite „Museumsfrühling“, der zahlreiche Besucher anlocken soll. Besucher können sich auf spannende Ausstellungen freuen, die einen Blick in die Geschichte der Region bieten. Zu den Höhepunkten zählen das Stadtmuseum, das mit einer virtuellen Zeitreise in die Geschichte von Gmünd aufwartet, sowie das Glasmuseum, das die Glaserzeugung in den Glashütten des niederösterreichisch-böhmischen Grenzgebiets thematisiert. Auch das Steinmuseum wird Teil des Museumsangebots sein und gibt einen Überblick über die Geschichte der Steinbearbeitung.
Die Öffnungszeiten der Museen sind von Montag bis Freitag von 10 bis 12 Uhr und 13 bis 16 Uhr sowie an Wochenenden und Feiertagen von 10 bis 14 Uhr. Ein besonderes Highlight stellt das „Haus der Gmünder Zeitgeschichte“ dar, das täglich von 10 bis 16:30 Uhr für Besucher geöffnet ist. Dort wird die Geschichte des Gmünder Flüchtlingslagers und die Entwicklung am Eisernen Vorhang präsentiert. Für Gruppen sind Lagerführungen und Ausstellungsbesuche auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten möglich, wobei eine Anmeldung unter +43 (0) 2852/52506-207 erforderlich ist.
Spezielle Veranstaltungen im Mai
Am 2. Mai um 15 Uhr findet die Führung „Gmünder Zeitge(h)schichten“ statt, die von Gmünd nach České Velenice führt. Treffpunkt ist der Fußgängergrenzübergang Bleylebenstraße. Zudem wird am selben Tag das Schauschmieden in der „Alten Schmiede“ am Stadtplatz von 9 bis 12 Uhr angeboten, wo Interessierte einen Einblick in die traditionelle Handwerkskunst erhalten können.
Zusätzlich zu den Museumsaktivitäten gibt es in Heidenreichstein mehrere Projekte, darunter die Messe hei³, die am 8. und 9. Mai 2026 stattfindet. Unter dem Motto „Technik, Handel, Herzblut“ präsentiert die Messe die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Vielfalt der Region und soll bei positiver Resonanz alle zwei Jahre wiederholt werden.
Das Haus der Gmünder Zeitgeschichte
Das „Haus der Gmünder Zeitgeschichte“ liegt in der Weitraer Straße 107, 3950 Gmünd. Besonders hervorzuheben ist, dass Gmünd während des Ersten Weltkriegs ein wichtiger Standort war, an dem eines der größten Lager der Österreich-Ungarischen Monarchie errichtet wurde. Franz Drach, ein pensionierter Geschichtsprofessor und Stadthistoriker, führt Gruppen durch das Museum und die Stadt und vermittelt spannende Einblicke in die Geschichte. Die meisten Lagerbewohner waren Ruthenen (Ukrainer), und das Lager verfügte über Baracken, Schulen, eine Kapelle, ein Krankenhaus und einen Friedhof. Nach dem Krieg wurde das Lager aufgelöst, und viele Familien zogen in die Baracken, was zur Entstehung des Stadtteils Gmünd-Neustadt führte.
Erreichbarkeit und Ausflugsziele
Gmünd ist von Wien aus in etwas mehr als zwei Stunden mit der Franz-Josefs-Bahn erreichbar. Auch die traditionsreiche Waldviertelbahn bietet von Mai bis Ende Oktober Fahrten nach Groß Gerungs und Litschau an, was die Stadt zu einem attraktiven Ziel für Tagesausflüge macht. Adventfahrten sind zudem am 30. November, 1. und 24. Dezember sowie eine Silvesterfahrt am 31. Dezember 2024 geplant.
Für Kulturinteressierte ist der Museumsfrühling in Niederösterreich eine hervorragende Gelegenheit, nicht nur die Gmünder Museen, sondern auch zahlreiche andere Museen in der Region zu entdecken. Weitere Informationen zum Museumsfrühling finden Sie auf der Webseite niederösterreichische Museen.
Die Vorfreude auf die neue Saison in den Gmünder Museen ist groß, und die Veranstaltungen versprechen, sowohl Einheimische als auch Touristen zu begeistern und zu informieren.