In Horn, einer Stadt in Österreich, hat die Polizeiinspektion Horn seit dem 24. Juni 2026 die Ermittlungen zu zwei äußerst beunruhigenden Vorfällen von Sachbeschädigung und Verhetzung aufgenommen. Der erste Vorfall ereignete sich in der Nacht vom 23. auf den 24. Juni, als am Haupteingang des Bundesrealgymnasiums Horn ein Graffiti mit dem Schriftzug „Finger weg von Kindern“ neben einer gehissten Regenbogenfahne gesprüht wurde. Das ist schon mal ein Schlag ins Gesicht für die LGBTQ+-Community!

Doch das war nicht alles. An die Glasscheibe des Schuleingangs wurden zahlreiche A4-Zettel und Zeitungsartikel geklebt, die Personen der LGBTQ+-Bewegung diffamierten. Ein schockierendes Zeichen von Intoleranz und Hass! Der zweite Vorfall, der die Polizei ebenfalls beschäftigt, ereignete sich in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni. Hier wurde ein großflächiger, rund 40×3 Meter großer verhetzender Schriftzug mit weißer Dispersionsfarbe auf dem Belag der Laufbahn angebracht. Die Polizei geht von einem direkten Zusammenhang zwischen diesen beiden Vorfällen und derselben, bislang unbekannten Täterschaft aus. Man schätzt den Sachschaden auf eine Summe zwischen 40.000 und 50.000 Euro. Wer etwas gesehen hat oder Hinweise zur Täterschaft geben kann, wird gebeten, sich vertraulich an die Polizeiinspektion Horn unter der Telefonnummer 059133-3430 zu wenden. Vielleicht gibt es ja doch jemanden, der etwas gehört oder gesehen hat?

Ein besorgniserregender Trend

Diese Vorfälle sind nicht isoliert. Sie stehen in einem größeren Kontext der Diskriminierung, die in den letzten Jahren immer wieder in den Fokus gerückt ist. Laut verschiedenen Studien zur Lebenssituation von LGBTIQ-Personen, unter anderem den LGBT-Surveys der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), zeigt sich ein besorgniserregender Trend. Die letzte große FRA-Studie wurde 2024 veröffentlicht und deckt die fortdauernde Diskriminierung und den Hass auf, denen LGBTIQ-Personen ausgesetzt sind.

In Wien beispielsweise wurde die erste Studie zur Lebenssituation von LGBTIQ-Personen, „Queer in Wien“, bereits 2015 von der Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten (WASt) in Auftrag gegeben. Eine Folgestudie namens „Queer in Wien II“ wurde 2025 veröffentlicht und lieferte einen 10-Jahres-Vergleich. Die Ergebnisse sind alarmierend und belegen, dass sich die Situation für viele LGBTIQ-Personen nicht verbessert hat.

Ein Aufruf zur Solidarität

Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen und ein Zeichen gegen solche Angriffe setzen. In Zeiten, in denen Intoleranz wieder an die Oberfläche kommt, müssen wir uns klar positionieren. Die aktuellen Vorfälle in Horn sind ein Weckruf für uns alle. Lasst uns gemeinsam für eine Gesellschaft kämpfen, die Vielfalt schätzt und respektiert. Für weitere Informationen zu diesem Thema können Sie die Artikel auf ORF NÖ und wien.gv.at besuchen.

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