Meisterbriefverleihung in Hollabrunn: 57 Absolventen starten in die Zukunft der Landwirtschaft
In Hollabrunn, am 19. Juni 2026, gab es einen Grund zum Feiern! 57 Absolventinnen und Absolventen der Meisterausbildung in der Land- und Forstwirtschaft wurden mit dem begehrten Meisterbrief ausgezeichnet. Lorenz Mayr, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, lobte den Wert dieser Ausbildung, die nicht nur fachliches Know-how vermittelt, sondern auch unternehmerisches Denken und Perspektiven für die Betriebsentwicklung öffnet. Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie viel Engagement und Leidenschaft in der Branche steckt.
Landesrat Anton Kasser gratulierte den frischgebackenen Meisterinnen und Meistern und stellte deren Verantwortung für die Zukunft ihrer Betriebe in den Vordergrund. Diese junge Generation von Landwirten und Forstwirten trägt eine wichtige Last, denn sie sind die Entscheidungsträger von morgen. Andreas Freistetter, Präsident der NÖ Landarbeiterkammer, unterstrich die Bedeutung der Ausbildung für die gesamte Land- und Forstwirtschaft. Der Meisterbrief steht für eine anspruchsvolle Ausbildung und ein starkes Engagement in der Branche.
Ein Blick auf die Inhalte der Meisterausbildung
Die Meisterausbildung umfasst eine Vielzahl von Themen, die für die erfolgreiche Führung eines landwirtschaftlichen Betriebs unerlässlich sind. Die Inhalte reichen von Pflanzenbau und Tierhaltung über Betriebswirtschaft und Buchführung bis hin zu Arbeitssicherheit. Hier lernt man nicht nur, wie man einen Betrieb effektiv führt, sondern auch, wie man rechtliche und steuerliche Aspekte im Griff behält. Die Ausbildung wird jährlich angeboten und umfasst rund 420 Unterrichtseinheiten, aufgeteilt in verschiedene Module, die über mehrere Ausbildungsjahre hinweg absolviert werden.
Die besten Absolventen des Jahrgangs sind Stefan Kolm aus Großgöttfritz in der Landwirtschaft, Christina Wasserburger aus St. Aegyd am Neuwalde im ländlichen Betriebs- und Haushaltsmanagement, Alexander Winter aus St. Anton an der Jeßnitz in der Forstwirtschaft und Carina Flasch aus Zöbern im Gartenbau. Ein wahres Who’s Who der Landwirtschaft! Die Meisterausbildung wird von der Lehrlings- und Fachausbildungsstelle organisiert und findet dezentral an verschiedenen Fachschulen statt.
Die Verantwortung und die Herausforderungen
Ein Meister in der Landwirtschaft trägt weitreichende Verantwortung. Er oder sie plant Arbeitsabläufe, steuert Produktionsprozesse und führt Teams. Es geht nicht nur darum, die Felder zu bestellen oder die Tiere zu versorgen. Die Meisterinnen und Meister sind auch Ausbilderinnen und Ausbilder, die neue Fachkräfte fördern und dafür sorgen, dass die rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Diese Rolle ist entscheidend, um die Herausforderungen der modernen Landwirtschaft zu meistern.
Der Meisterabschluss ist nicht nur ein Zeichen für fachliche Exzellenz, sondern auch im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen auf Niveau 6 eingestuft, was ihn mit einem Bachelorabschluss vergleichbar macht. Diese Qualifikation öffnet Türen zu weiteren Bildungschancen, einschließlich Hochschulstudien in jedem Fachbereich. Die Absolventen sind somit bestens gerüstet für die Anforderungen der Branche.
Die ARGE der Meister bietet ihren über 5.400 Mitgliedern nicht nur Weiterbildung, sondern auch einen wertvollen Erfahrungsaustausch. Das Ziel dieser Gemeinschaft ist es, das Verständnis für die Herausforderungen in der Land- und Forstwirtschaft zu fördern und neue Wege zur Weiterentwicklung der Betriebe zu finden. Ein spannendes Netzwerk, das sicherlich viele Ideen und Anregungen bietet!
Für all jene, die sich für die Meisterausbildung interessieren oder selbst darüber nachdenken, gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten. Dazu zählen Bildungsförderungen für Bewirtschafter und Zuschüsse zu Sozialversicherungskosten für unter 27-Jährige. Die Anmeldung erfolgt unkompliziert über die Lehrlingsstelle NÖ. Wer also die Chance nutzen möchte, in die Fußstapfen dieser erfolgreichen Absolventen zu treten, sollte sich unbedingt informieren.
Es bleibt spannend, wie sich die Landwirtschaft in Zukunft entwickeln wird. Mit solch engagierten und bestens ausgebildeten Fachkräften wie den neuen Meisterinnen und Meistern ist die Branche jedoch gut aufgestellt. Hier wird nicht nur die Tradition gepflegt, sondern auch mutig in die Zukunft geschaut. Ein Hoch auf die Landwirtschaft!
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