Heute ist der 1.06.2026 und in Horn dreht sich alles um ein ganz besonderes Konzept: die Bremen Greeter. Dieses großartige Projekt bietet Besuchern die Möglichkeit, die Stadt durch die Augen der Einheimischen zu erleben. Ganz ohne feste Routen und mit einem entspannten Spaziergang können Gäste ihre Lieblingsorte entdecken – und das alles kostenlos! Die Idee stammt ursprünglich aus New York, wo Lynn Brooks 1992 das Greeter-Konzept ins Leben rief. Seit 2013 ist Bremen Teil dieser internationalen Bewegung.

In Bremen gibt es rund 35 Greeter, die meist im Rentenalter sind und sich leidenschaftlich dafür einsetzen, ihre Stadt zu zeigen. Ruth Penski, eine der erfahrensten Greeter, ist seit über acht Jahren aktiv, vor allem in der Überseestadt. Sie und ihre Kollegen sind keine Stadtführer im klassischen Sinne, sondern vielmehr „Freunde in der Stadt“. Das bedeutet, dass Stadtpläne oder Reiseführer nicht benötigt werden. Stattdessen liegt der Fokus auf persönlichen Einblicken und Geschichten, die die Stadt lebendig machen.

Individuelle Spaziergänge und persönliche Begegnungen

Die Greeter bieten Rundgänge in kleinen Gruppen von maximal sechs Personen an. Dabei können die Spaziergänge individuell gestaltet werden – zu Fuß oder mit dem Rad. Interessierte haben die Möglichkeit, sich per Anmeldeformular zu melden und ihre persönlichen Interessen anzugeben. Wichtig ist, dass Anfragen spätestens zwei Wochen im Voraus gestellt werden. Das sorgt dafür, dass die Greeter genügend Zeit haben, um sich auf die Begegnung vorzubereiten. Einzelpersonen sind ebenfalls herzlich willkommen, und die Greeter freuen sich über persönliche Begegnungen, die über das bloße Sehen der Stadt hinausgehen.

Im vergangenen Jahr haben die Greeter in Bremen knapp 400 Menschen durch die Stadt geführt. Dabei kam nicht nur die Stadtgeschichte zur Sprache, sondern auch Tipps für Aktivitäten, Restaurants und Cafés. Dagmar Schierholz zum Beispiel zeigt gerne Bremen-Blumenthal und hebt das Potenzial dieses Stadtteils hervor. Bremen hat so viel mehr zu bieten als nur die malerische Altstadt und das Märchen der Stadtmusikanten. Im „Viertel“ pulsiert das Leben, versteckte Plätze warten darauf, entdeckt zu werden, und das ehemalige Hafengebiet entwickelt sich zu einem aufregenden neuen Stadtteil.

Ein nachhaltiges Konzept

Die Greeter verfolgen ein gemeinnütziges Ziel und sind Teil der International Greeter Association. Sie heißen Gäste ohne Diskriminierung willkommen und fördern den Dialog zwischen Greeter und Gast. Nachhaltiger Tourismus und der Respekt vor der sozialen und natürlichen Umwelt stehen im Vordergrund. Außerdem gibt es in Bremen-Nord eine lange Seefahrtsgeschichte, viele Parks und die internationale Constructor University, die ebenfalls Teil dieser spannenden Stadt sind.

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Wenn Sie also Bremen auf eine besondere Art und Weise kennenlernen möchten, sind die Bremen Greeter genau das Richtige für Sie. Es ist eine Einladung, die Stadt nicht nur zu sehen, sondern sie zu erleben – wie die Einheimischen. Die Möglichkeiten für Erlebnisse sind vielfältig, sei es ein Spaziergang entlang der Weserpromenade, Erkundungstouren im Schnoorviertel oder ein Besuch im lebhaften Viertel. Der kulturelle Austausch und das persönliche Miteinander machen jede Tour zu etwas Einzigartigem.