Heute ist der 22.05.2026 und wir blicken auf eine der abenteuerlichsten Herausforderungen der Segelwelt: die Vendée Globe. Dieses außergewöhnliche Event, das als das „Everest der Meere“ gilt, ist das einzige non-stop Solo-Segelrennen rund um den Globus, und das ganz ohne Unterstützung. Die Teilnehmer müssen über 44.448 Kilometer segeln und dabei bestimmte geografische Punkte passieren. Das Rennen findet alle vier Jahre statt, immer im November, und der Start- sowie Zielort ist Les Sables-d’Olonne in Frankreich. In der aktuellen 9. Edition werden 33 mutige Segler an den Start gehen, die sich auf eine Reise begeben, die in etwa 74 Tagen zu bewältigen ist.

Die Strecke führt die Teilnehmer über den Atlantik, durch den Indischen Ozean und über den Pazifischen Ozean. Hier müssen sie sich nicht nur auf ihre Fähigkeiten als Skipper verlassen, sondern auch auf ihre Kenntnisse der Wetterbedingungen. Diese können sich in der Vendée innerhalb weniger Wochen von frostigen Temperaturen zu tropischen Regenschauern und subantarktischer Kälte wandeln. Die Herausforderung besteht darin, stets die richtigen Entscheidungen zu treffen, um in den verschiedenen Wetterzonen zu navigieren.

Wetter und Herausforderungen

Die Southern Seas, die etwa 3/5 der gesamten Strecke ausmachen, sind bekannt für ihre tückischen Bedingungen. Hier gilt es, sich gegen heftige Nordwestwinde und wilde Westwinde zu behaupten. Die Regatta verlangt den Teilnehmern alles ab – von der technischen Unterstützung ihrer Boote bis hin zur eigenen psychologischen Stärke. Fun Fact: Externe Hilfe wie Wetterrouting oder psychologische Beratung sind während des Rennens verboten! Die Skipper müssen sich selbst versorgen und dürfen nur bei Notfällen an Land gehen.

Um die Sicherheit der Teilnehmer zu gewährleisten, wurde die Antarctic Exclusion Zone (AEZ) eingeführt. Diese Zone umgibt die Antarktis und schafft einen sichereren Rahmen für die Regatta, indem sie gefährliche Gebiete meidet. Sie erstreckt sich von 45°S in der Nähe der Crozet-Inseln bis zu 68°S vor Kap Horn. Diese Sicherheitsvorkehrungen zwingen die Segler oft zu einem nördlicheren Kurs, was sie in Kontakt mit Hochdrucksystemen im Indischen Ozean und am Osterinsel bringen kann. Manchmal haben sie Glück, während andere in ungünstige Wetterlagen geraten.

Die Geschichte der Vendée Globe

Die Vendée Globe wurde 1989 von Philippe Jeantot ins Leben gerufen und hat seitdem einen festen Platz in der Segelszene. Die erste Ausgabe gewann Titouan Lamazou, und seitdem ist die Veranstaltung regelmäßig gewachsen, sowohl in Bezug auf die Teilnehmerzahl als auch die internationale Aufmerksamkeit. Die Boote müssen sich selbstständig aufrichten, wenn sie kentern, und seit 2016/2017 kommen auch Tragflächenboote (Hydrofoils) zum Einsatz, die den Wettkampf noch spannender und technischer machen.

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Ein bemerkenswerter Rekord wurde 2024/2025 von Charlie Dalin aufgestellt, der das Rennen in beeindruckenden 64 Tagen, 19 Stunden und 22 Minuten absolvierte. Die Vielfalt der Teilnehmer ist ebenfalls faszinierend: François Gabart war 2012/2013 mit 29 Jahren der jüngste Sieger, während Jean Le Cam im Alter von 65 Jahren an der letzten Regatta teilnahm. Im Jahr 2024/2025 war Violette Dorange die jüngste Teilnehmerin, die das Rennen beendete, und das zeigt, dass die Vendée Globe sowohl für erfahrene Segler als auch für junge Talente ein Sprungbrett ist.

Die wöchentlichen Highlights der Vendée Globe werden ausgestrahlt und bieten einen spannenden Einblick in die Herausforderungen und Triumphe der Segler. Es bleibt abzuwarten, welche Geschichten und Abenteuer die bevorstehenden Rennen bereithalten werden. Wer weiß, vielleicht wird der nächste Rekord schon bald gebrochen!