Am 10. Mai 2026 war in Sankt Bernhard richtig was los! Bei strahlendem Wetter versammelten sich zahlreiche Gläubige im Schlosshof, um der feierlichen Weihe einer neuen Totenglocke beizuwohnen. Es war mehr als nur ein religiöses Ereignis – es war ein Zeichen des Glaubens, das die Gemeinschaft zusammenbrachte. Vor der Weihe hatte ein Glockenservice ergeben, dass die kleinste Glocke der Pfarre St. Bernhard-Frauenhofen beschädigt war und keinen Klang mehr von sich geben konnte. Eine Reparatur war nicht möglich, also entschied der Pfarrgemeinderat, eine neue Totenglocke anzuschaffen, um das Geläut der Pfarrkirche wiederherzustellen.
Die Weihe selbst fand im Rahmen einer liturgischen Feier statt, die vom Kirchenchor musikalisch untermalt wurde. Propst Anton vom Stift Klosterneuburg leitete die Zeremonie, und nach der Messe versammelten sich die Besucher im Schlosshof, um der Glocke ihre Segnung zukommen zu lassen. Der Moment, als die neue Glocke in den Turm gehoben wurde, war für viele Anwesende ein ganz besonderes Erlebnis, das sie aufmerksam verfolgten. Es war, als wäre die Glocke nicht nur ein Stück Metall, sondern ein Stück ihrer gemeinsamen Geschichte.
Finanzierung und Umsetzung
Die Finanzierung dieses Projekts war beachtlich: Eine Haussammlung brachte stolze 9.210 Euro ein! Unterstützung erhielt das Vorhaben auch von der Diözese sowie durch öffentliche Mittel von Bund und Land. Und die fachliche Umsetzung? Da kam die renommierte Glockengießerei Perner ins Spiel, die auf über 300 Jahre Erfahrung im Glockenguss zurückblicken kann. Sie sind nicht nur für den neuen Klang in Sankt Bernhard verantwortlich, sondern haben in den letzten Jahren auch zahlreiche andere Projekte realisiert. Von neuen Glocken für den Dom in Györ, Ungarn, bis hin zu einer neuen Glockenanlage für die Marienkirche in Davos, Schweiz – das Leistungsspektrum ist beeindruckend.
Die Glockengießerei Perner ist bekannt für ihre Innovationskraft in der Kirchturm- und Glockentechnik und entwickelt Lösungen für die dynamischen Herausforderungen, die moderne Türme mit sich bringen. Diese Expertise hat auch in Sankt Bernhard Früchte getragen. Es ist einfach faszinierend zu sehen, wie Tradition und Innovation hier Hand in Hand gehen.
Ein bedeutendes Sakrament
Die Glockenweihe als solches hat eine lange Tradition in der römisch-katholischen Kirche. Sie wird nach dem Neuguss oder der Fertigstellung einer Kirche vollzogen und ist mehr als nur eine formale Handlung. Die Segnung wird in der Regel von einem Bischof, Pfarrer oder Kirchenrektor vorgenommen und hat den Zweck, die Glocke für den Gottesdienst zu bestimmen. Mit ihrem Läuten ruft sie nicht nur zur Messe, sondern begleitet auch wichtige Lebensereignisse wie Taufen, Eheschließungen und Trauerfeiern.
Die neue Glocke in Sankt Bernhard wird nun Teil des täglichen Lebens der Gemeinde sein. Sie wird die Menschen zusammenrufen und auch das private Gebet, etwa beim Angelusläuten, einladen. Für viele ist eine Glocke mehr als nur ein Instrument; sie ist ein Symbol für Gemeinschaft und Zusammenhalt.