Im Bezirk Horn wurde kürzlich ein ganz besonderes Event gefeiert: Die Verleihung des „Goldenen Igels“ von „Natur im Garten“. Drei Schaugärten wurden für ihre herausragenden Leistungen im ökologischen Gärtnern ausgezeichnet. Diese Auszeichnung steht für hohe Umweltstandards und den Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sowie Düngemittel. Auch Torf wird in diesen Gärten nicht verwendet – und das ist wirklich großartig!
Bei der feierlichen Veranstaltung überreichte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die Auszeichnungen. Im Stift Altenburg nahm Stiftsgärtner Markus Bstieler die Ehrung entgegen, während das Stift Geras durch Margit Perzy und Martha Tiller vertreten wurde. Besonders erfreulich war die Auszeichnung des privaten Schaugartens „Edles und Wildes“ in Geras, der von Ingomar und Gerlinde Hofbauer betrieben wird. Diese Gärten setzen auf Biodiversität, naturnahe Gestaltung und nachhaltige Pflege – wichtige Aspekte für alle Gartenbesitzer in Niederösterreich.
Ökologisches Gärtnern im Fokus
Das Konzept des ökologischen Gärtnerns, auch bekannt als Bio-Gärtnern, geht weit über die bloße Verleihung von Preisen hinaus. Es fördert nachhaltige Praktiken, die im Einklang mit der Natur stehen. Der Verzicht auf chemische Pestizide und Düngemittel zugunsten natürlicher Kreisläufe ist nicht nur ein Trend, sondern ein notwendiger Schritt, um die Umwelt zu schützen und die Biodiversität zu fördern. Tatsächlich trägt ökologisches Gärtnern auch zum Klimaschutz bei, indem es CO2 im Boden bindet und gesunde Böden schafft, die Kohlenstoff speichern.
Die Vorteile sind vielfältig: Man schützt nicht nur die Umwelt, sondern fördert auch nützliche Insekten und erntet gesundes Obst und Gemüse. Grundprinzipien wie die naturnahe Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit und die Förderung der Biodiversität stehen im Vordergrund. Methoden wie die Kompostierung von Garten- und Küchenabfällen, die Verwendung von Gründüngungspflanzen und das Mulchen mit organischem Material sind nur einige der Techniken, die im ökologischen Gärtnern Anwendung finden.
Ein Vorbild für alle Gärtner
Die ausgezeichneten Betriebe im Bezirk Horn sollen als Vorbilder für Gartenbesitzer in ganz Niederösterreich dienen. Wer sich intensiver mit den eigenen Gartenprojekten beschäftigt, kann viel aus diesen erfolgreichen Beispielen lernen. Die Schaffung von Lebensräumen für verschiedene Pflanzenarten, der Verzicht auf Monokulturen und die Förderung von heimischen Pflanzen sind zentrale Themen, die auch in den eigenen vier Wänden umgesetzt werden können. Und wie wäre es mit dem Bau von Insektenhotels oder kleinen Nisthilfen für Vögel? Solche Initiativen bereichern nicht nur den Garten, sondern auch die eigene Lebensqualität.
Zusammengefasst zeigt sich, dass ökologisches Gärtnern eine Investition in die Zukunft ist. Es schützt die Artenvielfalt und bringt uns näher zur Natur. Mit neuen Trends wie vertikalen Gärten oder Urban Gardening wird die Gartenarbeit immer kreativer und vielseitiger. Jeder kann dazu beitragen, die Welt ein Stück grüner zu machen – ganz nach dem Motto „Natur im Garten“.
Weitere Informationen zu den ausgezeichneten Schaugärten und dem Thema ökologisches Gärtnern finden sich in diesem Artikel auf meinbezirk.at.