Am vergangenen Samstag, dem 5. Mai, fand im Landesklinikum Horn ein ganz besonderer Hebammentag statt. Rund 200 Besucherinnen und Besucher strömten in die Veranstaltung, um sich über Schwangerschaft, Geburt und die Arbeit der Hebammen zu informieren. Die Atmosphäre war durchweg positiv, es wurde viel gelacht, diskutiert und vor allem gelernt. Die Organisatoren hatten ein vielfältiges Programm auf die Beine gestellt, das den Teilnehmern tiefe Einblicke in die Welt der Hebammen bot.

Die Veranstaltung verfolgte das Ziel, zentrale Fragen zur Geburt zu beantworten und die Arbeit der Hebammen näher zu bringen. Fachvorträge und individuelle Gespräche mit Hebammen waren ein fester Bestandteil des Programms. Besonders spannend waren die Führungen durch den Kreißsaal und die Patientinnenzimmer – hier konnten die Besucher den klinischen Alltag hautnah miterleben. Viele waren überrascht von der hohen Nachfrage an den Stationen zur Stillberatung, wo zahlreiche Fragen zum Start mit Neugeborenen gestellt wurden. Ein Informationsstand nach dem anderen präsentierte Unterstützungsmöglichkeiten für junge Familien, darunter auch das Netzwerk Familie.

Einblicke in die Hebammenarbeit

Ein weiterer Höhepunkt war die praxisnahe Vermittlung physiotherapeutischer Themen wie Beckenbodengymnastik. Die Besucher hatten die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und sich über die Wichtigkeit dieser Übungen zu informieren. Auch das anästhesiologische Team war vor Ort und stellte die Epiduralanästhesie sowie verschiedene Schmerzmanagement-Optionen während der Geburt vor. Das Hebammenteam informierte über Geburtsvorbereitungskurse und die Wochenbettnachsorge – Bereiche, die oft als unterschätzt gelten, dabei sind sie von zentraler Bedeutung für werdende Mütter.

Der Austausch zwischen Hebammen und dem Publikum war intensiv und zeigte, dass ein großer Bedarf an Information und persönlicher Begleitung in dieser Lebensphase besteht. Solche Veranstaltungen sind nicht nur lehrreich, sondern auch eine wunderbare Gelegenheit, um eine Gemeinschaft zu bilden und Erfahrungen auszutauschen.

Welt-Hebammentag und seine Bedeutung

Interessant ist, dass der Hebammentag jährlich am 5. Mai gefeiert wird. Diese Tradition wurde 1990 ins Leben gerufen und geht auf einen Vorschlag des Internationalen Hebammenkongresses in den Niederlanden im Jahr 1987 zurück. Weltweit nutzen Organisationen und Verbände diesen Tag, um auf den Wert der Hebammenarbeit hinzuweisen. Der Deutsche Hebammenverband e.V. (DHV) nutzt die Gelegenheit, um über die Rahmenbedingungen der Hebammenarbeit zu informieren und die Interessen aller Hebammen zu vertreten, egal ob angestellt oder freiberuflich. Dabei sind auch die Hebammenschüler*innen und -studierenden nicht zu vergessen, die eine zentrale Rolle in der Zukunft der Hebammenarbeit spielen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Vielfältige Tätigkeitsfelder

Hebammen sind nicht nur im Kreißsaal tätig. Viele von ihnen arbeiten freiberuflich außerklinisch, schließen sich zu Praxisgemeinschaften oder Gemeinschaftspraxen zusammen. Dort teilen sie sich Räumlichkeiten für Kurse, Schwangerenberatung und Vorsorge. Es gibt auch viele, die mit Frauenarztpraxen kooperieren. Hebammen mit einer Weiterbildung zur Familienhebamme begleiten besonders vulnerable Frauen und Familien bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes. In der Ausbildung sind Hebammen ebenfalls aktiv, sei es als Lehrende an Hebammenschulen oder in der klinischen Praxis, wo sie den beruflichen Nachwuchs ausbilden.

Insgesamt zeigt der Hebammentag in Horn, wie wichtig das Thema Geburt und die Unterstützung durch Hebammen ist. Es bleibt zu hoffen, dass solche informativen Veranstaltungen weiterhin stattfinden und das Bewusstsein für die wertvolle Arbeit der Hebammen gesteigert wird. Für mehr Informationen über die Veranstaltung kann man die ausführliche Berichterstattung auf meinbezirk.at nachlesen.