Am 15. Mai 2026 fand im Landesklinikum Horn ein besonders wichtiger Aktionstag statt: der internationale Tag der Händehygiene. Organisiert von Hygienefachkraft Andreas Zumer, diente die Veranstaltung dazu, das Bewusstsein für die Bedeutung der korrekten Händedesinfektion zu schärfen. Mitarbeiter hatten die Möglichkeit, ihre Hände nach der Desinfektion unter UV-Licht zu halten. Das Licht zeigte nicht nur, wie gut die Desinfektionslösung aufgetragen wurde, sondern offenbarte auch, wo es noch Lücken gab – besonders in den Fingerzwischenräumen, am Daumen und an den Handkanten.

Die Aktion bot eine visuelle Rückmeldung zu den hygienischen Praktiken und half dabei, Schwachstellen in der Anwendung zu identifizieren. Ein besonderer Fokus lag auf der standardisierten Vorgehensweise der Händedesinfektion, einschließlich der richtigen Dosierung und Einwirkzeit. Letztendlich trägt die Händehygiene entscheidend zur Vermeidung von Infektionsübertragungen im Gesundheitswesen bei und fördert die Patientensicherheit.

Einblick in die Händedesinfektion

Doch was genau macht die Händehygiene so entscheidend? Das WHO-Modell der fünf Indikationen zur Händedesinfektion wurde ursprünglich für den stationären Krankenhausbereich entwickelt. Es basiert auf umfassenden Erkenntnissen zur Übertragung von Erregern im Krankenhaus und wurde mittlerweile auch für den ambulanten medizinischen Sektor angepasst. Diese Anpassung wurde von internationalen Experten und der Aktion Saubere Hände in Zusammenarbeit mit der WHO vorgenommen. Das Modell ist in sämtlichen Bereichen des Gesundheitswesens anwendbar und unterstützt Mitarbeiter bei der sicheren Erkennung von Situationen, in denen Händedesinfektion erforderlich ist.

Die Indikationen sind klar definiert: Sie beziehen sich auf Situationen, in denen Händedesinfektion notwendig ist, um die Übertragung von pathogenen Erregern zu verhindern. Das bedeutet, dass es nicht nur um den Beginn und das Ende einer pflegerischen oder medizinischen Aktivität geht, sondern auch um Bewegungen zwischen verschiedenen Bereichen – beispielsweise zwischen der Patientenumgebung und Körperbereichen. Die fünf Indikationsgruppen umfassen unter anderem den Kontakt zu Patienten, aseptische Tätigkeiten und das Handeln nach dem Kontakt mit infektiösen Materialien.

Compliance ist der Schlüssel

Die Einhaltung dieser Indikationen hat einen direkten Einfluss auf die Übertragung von Erregern und nosokomiale Infektionen. Damit wird klar: Händedesinfektion ist keine Option oder Gelegenheit, sondern eine Notwendigkeit! Und nicht zu vergessen – die Compliance des Personals muss stets hoch sein, um den gewünschten Schutz für Patienten und Mitarbeiter zu gewährleisten. Schließlich haben wir alle ein Interesse an einer sicheren und hygienischen Umgebung, besonders in sensiblen Bereichen wie dem Gesundheitswesen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Die Veranstaltung im Landesklinikum Horn war also mehr als nur ein Aktionstag – sie war ein wichtiger Schritt in Richtung mehr Sicherheit für alle. Und so bleibt zu hoffen, dass solche Aktionen nicht nur einmal im Jahr stattfinden, sondern regelmäßig den Fokus auf die essentielle Händehygiene lenken. Denn letztlich zählt jeder einzelne Beitrag zur Vermeidung von Infektionen.