In Horn, einer Stadt im malerischen Waldviertel, hat der Umbau des Landesklinikums nun offiziell begonnen. Im Rahmen des Gesundheitsplans 2040+ wird in die Zukunft der Gesundheitsversorgung investiert. Rund 500 Millionen Euro fließen in die Region, wobei etwa 330 Millionen Euro für die Generalsanierung des Landesklinikums Horn vorgesehen sind. Der Landtag hat bereits 154 Millionen Euro genehmigt, um die modernisierte, vernetzte Gesundheitsversorgung im Waldviertel zu gewährleisten. Der Standort, ursprünglich für 500 Mitarbeiter konzipiert, hat mittlerweile über 1.000 Beschäftigte, was die Notwendigkeit einer umfassenden baulichen und organisatorischen Neuausrichtung unterstreicht. Die Herausforderungen sind groß, denn der Standort gilt als „übervoll“.
Die geplanten Erweiterungen umfassen unter anderem neue Onkologie-Bereiche, eine modernisierte Intensivmedizin sowie neue OP- und Eingriffsbereiche. Ein besonderes Highlight wird die Bündelung der Urologie in Horn sein, die mit robotischer Chirurgie ausgestattet wird und voraussichtlich im dritten Quartal 2027 in Betrieb genommen wird. Auch ein neuer PET-CT wird installiert, um die diagnostischen Möglichkeiten zu verbessern. Während der Bauphase wird ein nachhaltiger Massivholzbau als Ausweichquartier geschaffen, der später für Bildungseinrichtungen, Pflegeausbildung und Verwaltung genutzt werden soll. Die Verwaltung wird in diesen neuen Massivholzbau verlagert, wodurch die Parkplatzsituation für Mitarbeiter und Besucher während der Bauzeit angepasst werden muss.
Ein Schritt in die Zukunft der Gesundheitsversorgung
Die Informationsveranstaltung im Festsaal des Klinikums Horn brachte wichtige Akteure zusammen: Landtagsabgeordneter Franz Linsbauer, Bundesrat Klemens Kofler, Bürgermeister sowie zuweisende Ärztinnen und Ärzte und Vertreter von Behörden und Schulen. Dr. Andreas Reifschneider, Geschäftsführer der Gesundheit Waldviertel GmbH, begrüßte die Gäste und stellte die strategische Weiterentwicklung des Landesklinikums Horn vor. Der Fokus liegt klar auf der langfristigen Sicherstellung einer modernen, leistungsfähigen und wohnortnahen Gesundheitsversorgung, die durch die geplanten Um- und Zubaumaßnahmen von rund 90 Millionen Euro unterstützt wird.
Die geplanten Maßnahmen beinhalten die Generalsanierung von Bestandsgebäuden sowie strukturelle Erweiterungen. Ziel ist es, die medizinischen Abläufe zu optimieren und an die zeitgemäße Gesundheitsversorgung anzupassen. Ein Überblick über die medizinischen und medizintechnischen Weiterentwicklungen, wie die Einführung eines OP-Roboters und die Installation eines PET-CT, wurden ebenfalls präsentiert. Die Veranstaltung bot zudem eine Plattform zur Diskussion über die Ausbildung und Nachwuchssicherung, unter anderem mit der Ankündigung eines Bachelorstudiengangs Gesundheits- und Krankenpflege ab Herbst 2024 an der Fachhochschule imc Krems in Horn.
Wichtige Schritte für die Region
Die Bedeutung dieser Umbauten wird auch durch die Aussagen von Landesrat Anton Kasser und LGA-Vorständin Elisabeth Bräutigam unterstrichen, die beim Spatenstich für die baulichen Veränderungen anwesend waren. Der Gesundheitsplan 2040+ zielt darauf ab, die beste gesundheitliche Versorgung für Patienten in städtischen und ländlichen Gebieten zu gewährleisten. Es ist erwähnenswert, dass keine bestehenden Strukturen geschlossen werden, bevor die neuen Einrichtungen voll funktionsfähig sind. So wird das Landesklinikum Horn als medizinisches Schwerpunktzentrum im Waldviertel etabliert, während die Kliniken in Horn und Zwettl weiterhin als zentrale Anlaufstellen fungieren.
Mit diesen umfassenden Maßnahmen wird nicht nur die medizinische Infrastruktur gestärkt, sondern auch die Lebensqualität der Menschen im Waldviertel nachhaltig verbessert. Geschäftsführer Andreas Reifschneider betont: „Die Versorgung im Waldviertel wird neu organisiert und langfristig gesichert.“ Die Entwicklungen in Horn sind ein Zeichen für Fortschritt und Optimierung, die nicht nur den Patienten, sondern auch den Mitarbeitern zugutekommen werden.
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