Heute ist der 12.05.2026 und die Stadt Stockerau steht vor einer großen Veränderung. In einer Sondergemeinderatssitzung am 4. Mai 2026 wurde der Grundsatzbeschluss für den neuen Standort des Schwerpunktklinikums Weinviertel Süd gefasst. Der Beschluss sieht vor, dass das neue Klinikum auf dem bisherigen Sportareal Alte Au errichtet wird. Ein Projekt, das sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich bringt.
Die VP-Bürgermeisterin Andrea Völkl hat in der Sitzung die Vorteile des neuen Klinikums hervorgehoben. Mit 690 Betten, 100 ambulanten Betreuungsplätzen und über 2.000 Mitarbeitern soll das Klinikum bis 2050 rund 370.000 Menschen versorgen. Die direkte Anbindung an den Bahnhof und die Autobahn sowie die geringe Verkehrsbelastung sind klare Pluspunkte für den Standort. Doch mit diesen positiven Aspekten kommen auch Schwierigkeiten, die es zu bewältigen gilt.
Herausforderungen und Kritik
Die Notwendigkeit, neue Räumlichkeiten für Sportvereine und den Schulsport zu finden, ist ein weiteres Thema, das die Stadt beschäftigt. Zudem müssen die Raumordnungs- und Bebauungsrichtlinien angepasst werden, um die Infrastruktur entsprechend zu erweitern. Ein Verkehrskonzept und die Anpassung der städtischen Infrastruktur, wie etwa Kläranlage und Wasserversorgung, sind ebenfalls gefordert. Für die Planung wurden bereits 50.000 Euro bereitgestellt, und eine Steuerungsgruppe unter der Leitung von Völkl hat sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen der Stadt zu wahren.
Doch nicht alle Stimmen sind positiv. Die Opposition äußert Bedenken. So warnte UBS-Gemeinderätin Gabriele Steuer vor möglichen Hochwasser- und Risikogebieten sowie der Lärmbelästigung durch den geplanten Hubschrauberlandeplatz. Auch NEOS-Gemeinderat Martin Fischer forderte eine Überprüfung der Standortfrage in Zusammenarbeit mit dem Land. Die Grünen, vertreten durch Stadtrat Dietmar Pfeiler, verlangen eine verbindliche Zusage für einen Turnsaal am Schulcampus sowie einen Plan für städtische Aufgaben und eine Kostenschätzung.
Ausblick und weitere Schritte
Die Umsetzung des Klinikprojekts wird sicherlich noch viele Diskussionen nach sich ziehen. Denn die Herausforderungen sind nicht zu unterschätzen. Die Stadt muss auch in der Kommunikation mit den Bürgern und den betroffenen Sportvereinen transparent und offen sein. Es ist wichtig, dass alle Parteien an einem Strang ziehen und die Sorgen der Bevölkerung ernst genommen werden.
Insgesamt zeigt das Projekt jedoch, dass Stockerau bereit ist, sich den zukünftigen Anforderungen im Gesundheitswesen zu stellen. Die Pläne sind ambitioniert, die Ziele klar. Weitere Informationen zu den Entwicklungen rund um das neue Schwerpunktklinikum finden Sie auch auf noe.orf.at.