Am 1. Juni 2026 fand im Museumsquartier in Wien ein bewegendes Ereignis statt: Die Übergabe der Engelsfackel, die Astrid Kantner aus Eichendorf (Landkreis Dingolfing-Landau) bis nach Wien begleitet hatte. Diese Reise diente dem Austausch und der Unterstützung von Familien mit schwerstkranken Kindern. Die Fackel, die symbolisch für Hoffnung und Lebensmut steht, wurde nach einer beeindruckenden Strecke von 180 Kilometern von engagierten Fahrradfahrern aus Pyrbaum im Kinderhospiz Haus Anna überreicht.
Der Fackellauf führte durch mehrere Städte, wobei die Delegation in Vilshofen von Vorschulkindern mit bunten Luftballons empfangen wurde. Ein schöner Moment, der die Herzen aller Beteiligten berührte! Bürgermeister Florian Gams und Vertreter der Pfarr-Caritas Pfarrei Vilshofen hießen die Läufer herzlich willkommen. Auch in Passau, wo Oberbürgermeister Andreas Rother die Delegation am Rathausplatz empfing, war die Stimmung ausgelassen. Hier trafen sich auch Vertreter des Inner Wheel Clubs Passau sowie des Rotary Clubs Dreiflüssestadt Passau, um diese wichtige Aktion zu unterstützen.
Ein bedeutender Austausch
Die Fackelreise war nicht nur eine sportliche Herausforderung, sondern auch eine Reise voller bedeutungsvoller Begegnungen. In Linz erwartete Vizebürgermeisterin Karin Leitner die Delegation mit offenen Armen. In Wallsee gab es eine herzliche Begegnung mit Bürgermeister Klaus Nagelhofer und Vizebürgermeister Christian Marschalek, und die Lebenswelt Wallsee, eine Einrichtung der Barmherzigen Brüder, wurde besucht. Die Gespräche und der Austausch über die Versorgung in Österreich und Deutschland, die in Dürnstein stattfanden, waren besonders intensiv und wichtig für alle Beteiligten. Im Stift Melk traf man sich mit der Geschäftsführerin von Hospiz Österreich, um über die Rahmenbedingungen und Herausforderungen in der Kinderhospizarbeit zu diskutieren.
Ein weiterer Höhepunkt war der Videodreh in Wien, der die Arbeit der Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München und Haus Anna dokumentierte. Man könnte sagen, dass diese Reise nicht nur die Fackel, sondern auch die Herzen der Menschen miteinander verbunden hat. Astrid Kantner kehrte am Montag nach Eichendorf zurück und plant, am kommenden Wochenende in München an weiteren Veranstaltungen teilzunehmen.
Ein Blick auf die Kinderhospizarbeit
Solche Initiativen sind von immenser Bedeutung. Die Kinderhospizarbeit, wie sie zum Beispiel von Florian Krempel, einem Masterstudenten und freien Journalisten aus Mainz, dokumentiert wird, zeigt, wie wichtig es ist, Familien in Krisensituationen zu unterstützen. In seinem Kurzfilm, der im Rahmen seiner Masterarbeit entstanden ist, verfolgt er das Leben einer Familie, deren fünfjähriger Sohn Hugo an einer lebensbedrohlichen Erkrankung leidet. Der Fokus liegt auf den Herausforderungen, die diese Familien bewältigen müssen, und der Unterstützung, die sie durch Ehrenamtliche erhalten. Solche Geschichten machen deutlich, wie wertvoll die Arbeit im Kinderhospiz ist und wie sehr die Lebensqualität der betroffenen Kinder und ihrer Angehörigen verbessert werden kann.
Insgesamt spiegelt der Fackellauf die Kraft und den Zusammenhalt wider, die in der Kinderhospizarbeit stecken. Es ist ein Zeichen der Hoffnung, das weit über die Fackel selbst hinausgeht und die Menschen inspiriert, sich für andere einzusetzen.
