Faszination Feuerwehr: Ein Tag für die Volksschüler in Melk
In der vorletzten Schulwoche begrüßte die Freiwillige Feuerwehr in Melk die 4. Klasse der Volksschule. Die beiden Klassenlehrerinnen, Frau Lechner und Frau Janz, hatten gemeinsam mit ihren Schülern die Chance, hinter die Kulissen einer Feuerwehr zu blicken. Ein aufregender Tag, der es den Kindern ermöglichte, die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr hautnah zu erleben und interessante Informationen über deren Arbeit zu erfahren. Das Feuerwehrhaus wurde zum Schauplatz einer spannenden Theorieeinheit, in der die Kinder alles über persönliche Schutzausrüstung, Atemschutzgeräte und technische Einsatzgeräte erfuhren. Ein echter Leckerbissen für wissbegierige junge Köpfe!
Nach der Theorie ging es dann richtig zur Sache. Die Schüler durften eine Fahrt mit den Einsatzfahrzeugen zum Übungsplatz im Kothbergtal antreten. Dort warteten spannende, praxisnahe Stationen auf sie. Unter den Aktivitäten war die Bergung einer verletzten Person mit einer Tragevorrichtung, die Besichtigung des Hilfeleistungsfahrzeugs und der Umgang mit einem Spreizer und einer Bergeschere. Die Kinder lernten, wie man eine Löschleitung aufbaut und wie Wasser aus einem Bach mit einer Tragkraftspritze angesaugt wird. Die Abkühlung mit dem Strahlrohr sorgte für große Begeisterung, besonders bei den sommerlichen Temperaturen.
Eine gelungene Unterstützung
Die Raiffeisenbank hatte eine Jause bereitgestellt, die nach all den aufregenden Aktivitäten mehr als willkommen war. Und als ob das nicht genug wäre, überraschte Bürgermeister Josef Schachner die Kinder noch mit Eis – eine willkommene Erfrischung nach einem Tag voller Action! Ein ganz besonderer Dank gilt auch der Familie Leichtfried, die das Übungsgelände zur Verfügung stellte. Ziel dieser Veranstaltung war es, den Kindern die Aufgaben der Feuerwehr näherzubringen und ihr Interesse an diesem wichtigen Thema zu wecken. Und das ist ihnen ganz offensichtlich gelungen!
In Deutschland gibt es zahlreiche Kinderfeuerwehren, die den Kleinen spielerisch das Feuerwehrhandwerk näherbringen. Insgesamt sind dort 99.589 Kinder aktiv. Die meisten dieser Programme setzen auf Bewegung und Feuerwehrbezug, um den Kindern spielerisch Lerninhalte zu vermitteln. Es werden verschiedene Übungen in Kategorien unterteilt, die Altersangaben, benötigtes Material, Ablauf und Varianten umfassen. So können die Kids in kurzen Einheiten von maximal 15 bis 20 Minuten lernen, ohne dabei unter Leistungsdruck zu stehen – und das mit viel Bewegung!
Brandschutzerziehung als wichtiger Bestandteil
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Brandschutzerziehung, die in vielen Schulen und Kindergärten stattfindet. Hier lernen Kinder, wie schnell ein Feuer ausbrechen kann und was im Ernstfall zu tun ist. Ein zentraler Bestandteil ist das Erlernen des richtigen Absetzens eines Notrufs, was für die Sicherheit der Kinder unerlässlich ist. In Hessen beispielsweise leisten ehrenamtliche Brandschutzerzieher jährlich tausende Stunden in diesem Bereich. Häufig kommen Handpuppen zum Einsatz, um die Aufmerksamkeit der Kinder zu erhöhen und das Lernen spannender zu gestalten.
Wer in seinem Kindergarten oder seiner Schule keine Brandschutzerziehung hat, sollte sich an die Freiwillige Feuerwehr wenden. Dort gibt es Materialien und Unterstützung. Solche Initiativen sind nicht nur wichtig, um das Interesse an der Feuerwehr zu wecken, sondern auch um präventiv für die Sicherheit der Kinder zu sorgen. Schließlich weiß der ein oder andere vielleicht noch nicht, dass die Feuerwehr nicht nur löscht, sondern auch rettet und hilft.
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