Am 21. Juni, einem Datum, das in der Pfarrgemeinde Hörersdorf nicht in Vergessenheit gerät, wäre der verstorbene Pfarrer Jude Uzukwu 55 Jahre alt geworden. An diesem besonderen Tag fand in der Pfarrkirche Hörersdorf eine bewegende Gedenkmesse statt, die unter dem Titel „Messe für Jude“ in die Geschichte eingehen wird. Diese Messe wurde vom Hörersdorfer Chor HORCH und dem Musik- und Gesangsverein Asparn an der Zaya uraufgeführt. Die Emotionen, die an diesem Tag durch die Kirche wehten, waren spürbar – ein Gefühl von Trauer, aber auch von Dankbarkeit für das, was Jude Uzukwu für die Gemeinde geleistet hat.

Die Messe selbst, ein Werk von Tanja Beranek, wurde für einen vierstimmigen Chor, Klavier und Solovioline komponiert. Am Klavier begleitete sie die Messe persönlich, während die Geigerin Sophia Hahn, Mitglied des Orchesters der Vereinigten Bühnen Wien, den Solopart übernahm. Besonders eindrucksvoll war die Einbindung von Judes Lieblingslied „Amazing Grace“, das mehrfach in die Messe integriert wurde – ein kraftvolles Symbol für die Hoffnung und den Glauben, die er in seinem Leben verkörperte. Auch ein Gebet, das für Jude von großer Bedeutung war, fand seinen Platz in der Aufführung.

Ein Leben voller Hingabe

Jude Uzukwu, geboren am 21. Juni 1971, war nicht nur ein Pfarrer, sondern ein Mensch, der sich unermüdlich für seine Gemeinde und darüber hinaus engagierte. Seit 2014 war er Seelsorger für Frättingsdorf, Hörersdorf und Siebenhirten und wurde für seine freundliche, hilfsbereite Art geschätzt. Sein Weg zum Priester war von einer tiefen Überzeugung geprägt, die schon in seiner Kindheit begann. Unterstützt von seiner Mutter, durchlief er eine umfassende Ausbildung, die ihn schließlich 1999 zur Priesterweihe führte.

Besonders bemerkenswert war sein Engagement für die Bildung. Jude unterstützte jährlich 20-30 Jugendlichen in Nigeria mit einer Schulausbildung und gründete sogar eine Kapelle und eine Schule in seiner Heimatdiözese Okigwe. Sein Motto „Deinen Willen zu tun, mein Gott, ist mein Gefallen“ spiegelt seine Hingabe und seinen unermüdlichen Einsatz wider.

Ein bleibendes Erbe

Die Gedenkmesse in Hörersdorf war mehr als nur eine Ehrung seines Lebens; sie war ein emotionales Erlebnis für alle Anwesenden. Pfarrer Johannes Cornaro, der an der Messe teilnahm, brachte es auf den Punkt: Jude Uzukwu wird in seiner Pfarre weiterhin schmerzlich vermisst. Die Gemeinschaft war stark betroffen von seinem Tod am 10. Dezember 2024, und die Trauer über seinen Verlust war in den Gemeinden spürbar. Eine Delegation aus Mistelbach reiste sogar zu seinem Begräbnis nach Nigeria, um seine letzten Wünsche zu ehren und eine Spende für eines seiner Schulprojekte mitzubringen, die ihm so am Herzen lagen.

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Es ist geplant, die „Messe für Jude“ nicht nur in Hörersdorf, sondern auch am 6. September 2026 in der Pfarrkirche Wildendürnbach und am 25. Oktober 2026 in der Stadtpfarrkirche Mistelbach erneut aufzuführen. Diese Aufführungen werden sicher eine weitere Gelegenheit bieten, sein Andenken zu ehren und die Werte, die er verkörperte, lebendig zu halten.

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