Am vergangenen Samstag erlebte die Hubertuskapelle in Schrattenberg ein ganz besonderes Fest. Die traditionelle Hubertusmesse der Jagdgesellschaft Schrattenberg zog zahlreiche Jägerinnen und Jäger aus dem Weinviertel sowie viele interessierte Gäste aus der nicht jagenden Bevölkerung an. Unter der Leitung von Jagdleiter und Hegeringleiter Johann Nemetschek wurde die Messe zelebriert, und man spürte die Verbundenheit zur Natur und zur Jagdkultur. Es war ein Ereignis, das nicht nur die Jäger, sondern auch die gesamte Gemeinde zusammenbrachte.
Besonders hervorgehoben wurden die Ehrengäste der Veranstaltung, darunter Vizebürgermeister Johann Thiem, der ehemalige Bürgermeister Johann Bauer, Ehren-Hegeringleiter Franz Zesch und viele andere prominente Vertreter der Jagd- und Förstergemeinschaft. Die feierliche Zeremonie wurde von dem örtlichen Pfarrer Mag. Richard Hansl mit Unterstützung von Dr. Dr. Manfred Bauer aus dem Vatikan begleitet. Die Jagdhornbläsergruppe Hausberg, unter der Leitung von Leopold Stoiber, sorgte mit ihren Klängen für die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes, was eine stimmungsvolle Atmosphäre schuf.
Ein Fest für die Sinne
Nach der Messe warteten regionale Köstlichkeiten auf die Gäste. Von Wildspezialitäten über Süßspeisen bis hin zu edlen Weinen aus der Umgebung – die Gaumenfreuden waren vielfältig und luden zum Verweilen ein. Hier konnten die Besucher nicht nur die kulinarischen Angebote genießen, sondern auch ins Gespräch kommen und neue Bekanntschaften schließen. Es war schön zu sehen, wie die Traditionen der Jagd und die Gemeinschaft hier lebendig wurden.
Die Hubertusmesse ist mehr als nur eine Veranstaltung. Sie ist ein wichtiger Teil des kulturellen Erbes der Region. Hubertus, der Jagdheilige, lebte im 7. und 8. Jahrhundert und ist ein Symbol für Respekt und Dankbarkeit gegenüber der Natur. Die Hubertuskapelle, in der diese Messe stattfand, erinnert an seine Taten und wird von Jägern als Gedenkstätte geschätzt. In vielen Regionen Mitteleuropas, besonders in Österreich, sind Hubertuskapellen zu finden, die oft schlicht ausgestattet sind und dem heiligen Hubertus gewidmet sind.
Es ist faszinierend, wie sehr sich die Traditionen um die Hubertusmesse über die Jahrhunderte gehalten haben. Bei diesen Messen, die oft rund um den 3. November – dem Hubertustag – stattfinden, drücken Jäger ihre Dankbarkeit aus und zeigen ihren Respekt für die Natur. Dies geschieht auch durch den Brauch, einen Zweig ins Maul des erlegten Wildes zu legen, was ein Zeichen des Respekts ist. Ein Reim wird bei der ersten Jagd eines jungen Jägers gesprochen, um Hubertus zu ehren.
Die Hubertusmesse in Schrattenberg ist somit nicht nur ein lokales Ereignis, sondern ein Teil einer langen Tradition, die in der Gemeinschaft und im Brauchtum fest verankert ist. Hier wird das Jagdliche Brauchtum lebendig gehalten, und man spürt die Verbundenheit zur Natur und zur Gemeinschaft ganz deutlich. Für weitere Informationen und Berichte über Veranstaltungen im Jagdbezirk Mistelbach lohnt sich ein Blick auf die Webseite www.jagdbezirk-mistelbach.at.
